Donnerstag , 29. September 2016
Aktuell
Home | Lokales | Eisenbahnwaggon beschmiert: Vandalismus an historischem Mahnmal
Sprayer haben den Eisenbahnwaggon im Wandrahmpark beschmiert -- das beklagt die Lüneburger Geschichtswerkstatt als Betreuer des historischen Mahnmals. Die Entfernung muss der Verein nun zur Hälfte selbst tragen. Foto: hansen
Sprayer haben den Eisenbahnwaggon im Wandrahmpark beschmiert -- das beklagt die Lüneburger Geschichtswerkstatt als Betreuer des historischen Mahnmals. Die Entfernung muss der Verein nun zur Hälfte selbst tragen. Foto: hansen

Eisenbahnwaggon beschmiert: Vandalismus an historischem Mahnmal

Eisenbahnwaggonca Lüneburg. Über Vandalismus beklagt sich die Geschichtswerkstatt, die den Eisenbahnwaggon vor dem Museum betreut. Unbekannte hätten den Wagen in den vergangenen Wochen mit Malereien verunziert. Die Beseitigung koste rund 500 Euro. Die Hälfte trage der Verein, für den das eine große Ausgabe sei. Der Waggon erinnert an ein Bombardement auf den Lüneburger Bahnhof am Endes des Zweiten Weltkriegs, bei dem KZ-Häftlinge getötet wurden.

Über Sachbeschädigung ärgert man sich auch an der Wilhelm-Raabe-Schule. Unbekannte haben am Montag auf dem Gelände des Gymnasiums an der Feldstraße Leuchtstoffröhren mit Böllern beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere Hundert Euro.

Soltau. Eine Stunde lang lieferte sich die Polizei in der Nacht zu Mittwoch eine Verfolgungsjagd mit einem betrunkenen Autofahrer. Der Mann war einer Streifenwagenbesatzung in Soltau aufgefallen. Als die Ordnungshüter ihn stoppen wollten, gab der Verdächtige Gas, raste über Bundesstraßen Richtung Walsrode, wich einer Polizeisperre aus und preschte durch ein Wohngebiet, um dann über die A 7 nach Evendorf und von dort schließlich weiter in Richtung Hützel zu steuern. An einer weiteren Sperre sprang der Mann aus dem Auto – die Polizisten liefen allerdings schneller. Er kam in eine Zelle und pustete gut 1,2 Promille. Die Beamten hatten den Mann schon einmal im Visier, im vergangenen Sommer war er mit 210 km/h von Soltau Richtung Munster gerast.

Den ausführlichen Polizeibericht lesen Sie morgen in der LZ 

3 Kommentare

  1. Das hat ja lange genug gedauert, bis sich ein Schmierfink gefunden hat! Warum ist der Waggon nicht Video überwacht? War doch klar, das der nicht ohne Farbe bleibt!

    • Videoüberwachung ist vielleicht zu viel des Guten. Aber so ein „Blanko-Waggon“ lädt spezielle Klientel wohl (leider) ein. Hoffentlich wurde schon bei der Rekonstruktion des Wagens an eine Anti-Graffiti-Beschichtung gedacht? Sonst sollte das mgl. schnell nachgeholt werden, um künftige Schmierereien leicht(er) entfernen zu können.

  2. Gibt es eine Gedenktafel, die an die KZ-Häftlinge erinnert, die in diesen Waggons ums Leben gekommen sind? Vermutlich war das den „Künstlern“ nicht bekannt.