Aktuell
Home | Lokales | Lauenburg, die Kanzlerin und ein zerstörter Rasenplatz
Am 12. Juni 2013 war Kanzlerin Angela Merkel mit einem Hubschrauber in Lauenburg gelandet, um sich ein Bild von der Flut zu machen. Mehrere Starts und Landungen schädigten den Rasenplatz am Hasenberg massiv. Foto: tja
Am 12. Juni 2013 war Kanzlerin Angela Merkel mit einem Hubschrauber in Lauenburg gelandet, um sich ein Bild von der Flut zu machen. Mehrere Starts und Landungen schädigten den Rasenplatz am Hasenberg massiv. Foto: tja

Lauenburg, die Kanzlerin und ein zerstörter Rasenplatz

tja Lauenburg. Was für ein Schwergewicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist, zeigt sich jetzt: Weil sie während der verheerenden Elbe-Flut 2013 mit einem Hubschrauber auf dem Rasenplatz am Hasenberg in Lauenburg gelandet war, trug der Platz so schwere Schäden davon, dass er seitdem nur noch eingeschränkt bespielbar war. Jetzt wird der Naturrasenplatz gegen einen modernen Kunstrasenplatz ausgetauscht. Finanziert zu 100 Prozent über die Wiederaufbauhilfe für Flutschäden des Bundes.

Gut 900000 Euro werden nun also am Hasenberg in Lauenburg verbaut. „Wir haben im Rahmen der Planung eigens eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Projekt durchgeführt, welcher Platz in der Herstellung und Unterhaltung günstiger ist“, erklärt der Bauamtsleiter der Stadt, Reinhard Nieberg. Dabei kam heraus, dass der Kunstrasen — in allen Vereinen der Region heiß begehrt — die günstigere Alternative ist. Lauenburg bekommt damit neben dem Kunstrasenplatz, der 2014/15 am Glüsinger Weg anstelle des Grasplatzes angelegt wurde, seinen zweiten Kunstrasenplatz. Und muss keinen Cent dazu geben.

Der Bund fördert mit seiner Wiederaufbauhilfe Schäden an der öffentlichen Infrastruktur, die durch das Hochwasser verursacht wurden, mit 100 Prozent. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel war am 12. Juni 2013 mit dem Hubschrauber am Hasenberg gelandet, um sich persönlich ein Bild von der Flut in Lauenburg machen zu können. Doch nicht nur ihr Hubschrauber startete und landete auf dem dadurch massiv in Mitleidenschaft gezogenen Rasenplatz. Nieberg: „Es war der geeignete Platz für die Maschinen der Bundespolizei, die hier in der Region während der Flut wichtige Aufgaben wahrgenommen haben.“

Voraussichtlich bis Oktober 2016 wird es dauern, ehe der neue Kunstrasenplatz wieder genutzt werden kann. „Mit der Schule und der Lauenburger Sportvereinigung haben wir die Planung und die Bauarbeiten abgestimmt“, sagt Nieberg. „Der Platz am Hasenberg war bisher der, der am stärksten genutzt wurde“, weiß der Bauamtsleiter. Er hofft, dass das Wetter Anfang 2016 mitspielt und die beauftragte Baufirma voll loslegen kann. Bisher zeigt sich die Fläche als Sandwüste.

Viele Lauenburger Hausbesitzer warten entgegen aller Beteuerungen des Landes, schnell und unbürokratisch zu helfen, noch immer auf den finanziellen Ausgleich ihrer Hochwasserschäden. Auch zweieinhalb Jahre, nachdem die Elbe mit 9,63 Metern den zweithöchsten Stand der Stadtgeschichte erreicht hatte.

One comment

  1. überall wo die politik zuschlägt gibt es schäden und es wird künstlich.