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Bislang waren zwei Stockwerke bei den Neubauten für die Flüchtlingsunterkunft am Standort Oedeme I neben dem Schulzentrum vorgesehen. Jetzt will die Stadt um eine weitere Etage aufstocken, um zusätzlichen Platz für Flüchtlinge zu schaffen. Foto: t&w
Bislang waren zwei Stockwerke bei den Neubauten für die Flüchtlingsunterkunft am Standort Oedeme I neben dem Schulzentrum vorgesehen. Jetzt will die Stadt um eine weitere Etage aufstocken, um zusätzlichen Platz für Flüchtlinge zu schaffen. Foto: t&w

Flüchtlingsunterkünfte sollen größer werden

us Lüneburg. Zusätzlich 1500 Flüchtlingewerden in diesem Jahr nach Lüneburg kommen, die gleiche Anzahl erwartet die Stadt nochmals 2017. Die Zahl der in Lüneburg lebenden Flüchtlinge wird sich damit nach bisherigem Stand von aktuell 1400 auf dann 4400 Personen erhöhen. Dies ist das Szenario, von dem die Stadt bei ihren Planungen für weitere Flüchtlingsunterkünfte derzeit ausgeht. Die Konsequenz: Die Stadt muss ihr Konzept der dezentralen Unterbringung den neuen Anforderungen anpassen.

„Die Zahl der Lüneburg zugewiesenen Flüchtlinge ist in den vergangenen Wochen zwar zwischenzeitlich leicht zurückgegangen. Der Bedarf an Unterkünften wächst jedoch weiter“, teilte die Stadt jetzt mit. Ihr jüngstes Projekt: Bis April soll eine Unterkunft an der Hamburger Landstraße zwischen Landwehrweg und der Papenburg entstehen. Geplant ist eine Anlage mit Plätzen für bis zu 90 Flüchtlinge im ersten Bauabschnitt und einer Erweiterungsmöglichkeit um 100 Plätze im zweiten beziehungsweise dritten Bauabschnitt.

Erweiterungen soll es auch an anderen Standorten geben. Wie bereits berichtet, soll der Standort Oedeme I am Schulzentrum von bisher 120 auf 180 Personen erhöht werden, indem ein weiteres, drittes Stockwerk auf die geplanten Neubauten aufgesattelt wird. „Wir haben immer gesagt, wenn sich an der Situation oder an unseren Plänen etwas ändert, werden wir die Anwohner rechtzeitig informieren“, betont Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Deshalb haben wir mit Ortsbürgermeisterin Christel John vereinbart, dass wir über unsere neuen Planungen in einer für jeden Bürger öffentlich zugänglichen Ortsratssitzung informieren.“ Im Gegenzug sollen die beiden Standorte Oedeme II und III aber in der Priorität weiter nach hinten gerückt werden, wie die Stadt erklärte.

Zusätzliche Plätze sind darüber hinaus in Rettmer vorgesehen, wo die Kapazität von 100 auf 190 Plätze wachsen soll, ebenso am Ochtmisser Kirchsteig, dort wird von 160 auf 190 Plätze ausgebaut. Des Weiteren soll das ehemalige Edeka-Verwaltungsgebäude an der Lüner Rennbahn als Unterkunft vorbereitet werden. Allerdings will die Stadt dieses Gebäude lediglich für Zwischenlösungen bereithalten, „um Engpässe überbrücken zu können und nicht wieder in Turnhallen gehen zu müssen“, wie Mädge jüngst erklärte. Auf eine zen­trale Unterbringung, zum Beispiel in Gebäuden der ehemaligen Schlieffenkaserne, will die Stadt dennoch weiter verzichten, die Vergangenheit habe gezeigt, dass diese Form der Unterbringung einer Integration der hier dauerhaft bleibenden Asylanten nicht förderlich sei.

Über das Vorhaben an der Papenburg informieren Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz und die Stadt am Montag, 11. Januar, 19 Uhr, im Schützenhaus des KKSV Ochtmissen, Vögelser Straße 22. Die aktuellen Pläne für Oedeme sollen in der Ortsratssitzung am Donnerstag, 10. März, 19.30 Uhr, in der Mensa des Schulzentrums Oedeme vorgestellt werden.

Geplante Kapazitäten

  • Ochtmisser Kirchsteig: 190 (bisher 160)
  • Rettmer: 190 (bisher 100)
  • ehemaliges Motel Landwehr: 30 Vrestorfer Weg: 58
  • Vor dem Neuen Tore: 30
  • Meisterweg: 50
  • Schlieffenpark 30 + 31: 200
  • PKL Haus 13: 75
  • Wichernstraße: 50
  • Böhmsholz: 80