Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Das Rathaus wird seit Jahren nach und nach saniert, so wie hier der Dachstuhl. Stadtbaurätin Heike Gundermann freut sich über die neuerlichen Fördermillionen. Foto: A/t&w
Das Rathaus wird seit Jahren nach und nach saniert, so wie hier der Dachstuhl. Stadtbaurätin Heike Gundermann freut sich über die neuerlichen Fördermillionen. Foto: A/t&w

Rathaus Lüneburg: EU-Fördermittel für Umbau

sp Lüneburg. Für ihr Projekt „Historische Kulturstadt Lüneburg – weltliches und geistliches Erbe im Zentrum der Altstadt“ erhält die Stadt drei Millionen Euro Fördergeld. Ein Zuwendungsbescheid aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ traf jetzt im Rathaus Lüneburg ein. „Wir freuen uns sehr darüber und danken zugleich der Bundestagsabgeordneten Hiltrud Lotze, die sich engagiert dafür eingesetzt hat, dass Lüneburg diese Mittel erhält“, kommentiert Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge das Schriftstück.

Das Fördergeld fließt in das Rathaus und ins ehemalige Franziskanerkloster. Bisher unzugängliche, aber architektonisch und bauhistorisch bedeutsame Räume werden so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, indem sie neu und auf andere Art genutzt werden, als es zur Bauzeit geplant war. „Unter der Gerichtslaube im Rathaus entsteht ein multifunktionaler Raum für kleine, besondere Veranstaltungen“, erläutert Stadtbaurätin Heike Gundermann. „Daneben richtet die Stadt eine museumsdidaktisch und inhaltlich anspruchsvolle Ausstellung ein. Im ehemaligen Magazin des Stadtarchivs wollen wir einen neuen Veranstaltungsraum mit sakraler Anmutung entwickeln.“ Für das ehemalige Franziskanerkloster führt Gundermann aus: „Hier erhält die Kinder- und Jugendbücherei in einer ehemaligen Pfarrwitwenwohnung eine zusätzliche Erweiterung. Diese unabhängig nutzbaren Räume sollen der Sprach- und Leseförderung dienen.“

Das Vorhaben kostet insgesamt rund 3,6 Millionen Euro. Die Förderung in Höhe von drei Millionen entspricht einem Anteil von 84,13 Prozent. Nationale Projekte des Städtebaus zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und durch Beteiligungsprozesse aus. Sie verfolgen die baupolitischen Ziele des Bundes und weisen Innovationspotenzial auf. Die Fördermittel stammen aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.