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Drei Wochen sollen die Kindergärten im Bleckeder Stadtgebiet künftig während der Sommerferien schließen. Über die neue Ferienbetreuung will der Jugendausschuss des Rats in seiner nächsten Sitzung befinden. Foto: nh
Drei Wochen sollen die Kindergärten im Bleckeder Stadtgebiet künftig während der Sommerferien schließen. Über die neue Ferienbetreuung will der Jugendausschuss des Rats in seiner nächsten Sitzung befinden. Foto: nh

Bleckede regelt Ferienbetreuung neu

off Bleckede. Die Kindergärten im Bleckeder Stadtgebiet stellen sich während der Sommerferien neu auf. Das zumindest sieht das Konzept vor, über das der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss bei seiner nächsten Sitzung am Montag, 18. Januar, ab 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses berät. Künftig sollen alle Kindertagesstätten (Alt Garge, Brackede, Robert-Koch-Straße und Sonnenweg) zeitgleich während der letzten drei Wochen der Sommerferien schließen. Eine Bedarfsbetreuung in dieser Zeit soll das Team des Robert-Koch-Kindergartens übernehmen. Im Kindergarten des Sportvereins Barskamp bleibt es bei der bewährten Regelung.

Bisher hatten die beiden Bleckeder Kindergärten — die städtische Einrichtung an der Robert-Koch-Straße und der evangelische Kindergarten am Sonnenweg — vereinbart, während der Sommerferien versetzt zu schließen. „Das heißt, die Eltern hatten die Möglichkeit, ihre Kinder während der Schließung im jeweils anderen Kindergarten betreuen zu lassen“, erklärt die Leiterin des Robert-Koch-Kindergartens, Elke Schwarz. Jahrelang habe das System funktioniert, „doch mit dem höheren Betreuungsbedarf für Kinder von berufstätigen Eltern hat sich dieses Modell nicht mehr bewährt“.

Problematisch wurde es vor allem dann, wenn der Kindergarten Sonnenweg geschlossen hatte. „In dieser Zeit konnten Kinder aus dieser Einrichtung zu uns in den Robert-Koch-Kindergarten wechseln“, sagt Elke Schwarz. Ein Angebot, das in den vergangenen Jahren immer mehr Eltern nutzten, entsprechend mehr Kinder waren zu betreuen. „Da wir zu Beginn des neuen Kindergartenjahres aber auch viele neue Kinder haben, die einen erhöhten Betreuungsbedarf haben, haben wir gerade im letzten Jahr erhebliche Probleme gehabt, allen Kindern gerecht zu werden“, sagt Schwarz. Gemeinsam setzten sich die Leitungen der Kindergärten mit Vertretern der Träger zusammen und suchten nach einer Lösung. „Am Ende haben wir uns auf das neue Konzept geeinigt und müssen nun schauen, wie gut es funktioniert“, sagt Schwarz.

Ab diesem Jahr müssen sich Eltern damit darauf einstellen, dass die betroffenen Kindergärten in der zweiten Hälfte der Sommerferien geschlossen bleiben. Für die Eltern, die keinen Urlaub oder keine freien Tage während der Schließungszeit nehmen können, wird es eine Bedarfsbetreuung für maximal 25 Kinder (Krippe, Kindergarten, Hort) von 7 bis 17 Uhr geben.

Die Kosten sollen dafür für das erste Kind bei 150 Euro, für jedes weitere Kind bei 120 Euro liegen. „Da in den Verträgen eine dreiwöchige Schließung der Kindergärten eingeschlossen ist, handelt es sich hierbei um ein zusätzliches Angebot, das wir bei der Kalkulation der Kindergartengebühren nicht mit eingerechnet haben und das deshalb auch extra bezahlt werden muss“, erläutert Bürgermeister Jens Böther.

Um zu gewährleisten, dass auch tatsächlich die Kinder einen Platz in der Bedarfsbetreuung erhalten, deren Eltern auch wirklich darauf angewiesen sind, muss bei der Anmeldung eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers vorgelegt werden. Diese muss bestätigen, dass in den drei Wochen tatsächlich kein Urlaub genommen werden kann. „Sollten dann noch Plätze frei bleiben, können in Absprache mit den Leiterinnen auch Kinder aus pädagogischen Gründen aufgenommen werden“, sagt Böther. Die Anmeldung für die Bedarfsbetreuung soll bis Ende Februar erfolgen.

One comment

  1. ob diese maßnahme dazu führen wird, dass sich junge paare für kinder entscheiden? wohl eher nicht. schon seltsam, die wirtschaft verlangt große flexibilität von den arbeitnehmern, von den behörden weniger. wenn die wirtschaft sich mehr um kitaplätze kümmern würde, wäre allen geholfen.