Mittwoch , 28. September 2016
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Hochbetrieb im Lüneburger Sportbad am Sonnabendnachmittag - in der Nacht wurde es dann leerer, trotzdem wurden zahllose Bahnen für den guten Zweck geschwommen. Foto: t&w
Hochbetrieb im Lüneburger Sportbad am Sonnabendnachmittag - in der Nacht wurde es dann leerer, trotzdem wurden zahllose Bahnen für den guten Zweck geschwommen. Foto: t&w

660 Teilnehmer schwimmen im Lüneburger Sportbad 24 Stunden lang zugunsten des Guten Nachbarn

pet Lüneburg. Es waren nicht ganz so viele Teilnehmer wie in den Vorjahren. Aber die 660 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, die am Wochenende zum 24-Stunden-Schwimmen in das Lüneburger Sportbad gekommen waren, legten sich für den guten Zweck dafür umso mehr ins Zeug. Insgesamt 1849 Kilometer und 755 Meter legten sie zwischen Sonnabend- und Sonntagmorgen zurück — der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt dem Guten Nachbarn zugute.

Sabine Reckermann, in diesem Jahr Vorsitzende des Guten Nachbarn, und Dirk Günther, Geschäftsführer des SaLü, eröffneten die neunte Auflage des 24-Stunden-Schwimmens am Sonnabend um 10 Uhr — da saßen viele Wasserratten bereits ungeduldig am Beckenrand und warteten auf den Start.
Die ganz Kleinen, denen Mama oder Papa noch ein wenig helfen mussten, waren im Sportbad dabei, die Gelegenheitsschwimmer, aber auch die „Profis“, die Triathleten etwa, die in der Nacht ihre Bahnen abspulten.

Als Familie trugen Kristina und Thomas Steep mit Sohn Erik zur guten Sache bei. „Ein Ziel haben wir uns nicht gesetzt. Aber dreieinhalb bis vier Kilometer werden wir wohl schwimmen. Wir haben diesmal nicht so viel Zeit“, erzählte Kristina Steep. Einer der Älteren im Wasser war der 76-jährige Götz Assmann: „Ich bin zum siebten Mal dabei, möchte wieder 5000 Meter schaffen.“

Esther Kramer (14) machte zum vierten Mal mit, war mit ihren Freundinnen Hanna und Merit Greiwe (13 und 10) und Miriam Schnüttgen (12) gekommen. Dabei war auch Bruder Lennart Kramer (19) — gemeinsames Ziel: 5000 Meter.
Wie schon im vergangenen Jahr schwamm Ben Strätz mit 30000 Metern die größte Distanz aller Teilnehmer. Gleich dahinter landete die erste zwölfjährige Neele Wiesmann mit 25700 Metern. Die Wendisch Evernerin war auch schon in den Vorjahren dabei und hatte dabei so manchen Kilometer zurückgelegt, im Vorjahr waren es 18200 Meter gewesen.

Besondere Ausdauer bewiesen auch Lisa Wiechert (21100), Frank Kerstens (20100), Michael Blanke (18500), Sandra Schrödler (18000), Alexander Temmen (17250), Katharina Breuel (16000), Anne Kozian, Tetje Kerstens und Tobias Leger (alle 15000).

Martin Petersmann und Arne Evers, Fachangestellte für Bäderbetriebe im SaLü, hatten die Mammutveranstaltung koordiniert. Möglich machten das Schwimmen für den guten Zweck aber auch ihre Kollegen vom SaLü sowie die vielen Sponsoren und Helfer, etwa von der Caritas, dem Deutschen Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt, der Diakonie, dem Paritätischen und der DLRG.

Für das 24-Stunden-Schwimmen konnten Sponsoren feste Beträge, einen Euro pro Teilnehmer oder auch zehn Euro für 10000 geschwommene Meter spenden. Bei der Aktion im Januar 2015 waren so 4330 Euro für den Guten Nachbarn zusammengekommen. Die Hilfsaktion von Wohlfahrtsverbänden und Landeszeitung unterstützt seit 1958 unverschuldet in Not geratene Menschen in Stadt und Landkreis.
Unter allen Aktiven wurden drei Preise, Eintrittskarten für Freibad, Sportbad und SaLü, verlost. Die Gewinner: Ulrike Hellfritz, Michael Blanke und Aina Aumund-Kopp. Die Gewinne können ab Dienstag, 12. Januar, ab 10 Uhr am SaLü-Info-Point abgeholt werden.