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Die Parkpalette Am Weißen Turm ist in die Jahre gekommen. Sie soll als Tiefgarage erneuert werden  mit einem Wohngebäude darüber. Foto: ahe
Die Parkpalette Am Weißen Turm ist in die Jahre gekommen. Sie soll als Tiefgarage erneuert werden mit einem Wohngebäude darüber. Foto: ahe

Bauen Am Weißen Turm

ahe Lüneburg. Die anhaltende Attraktivität Lüneburgs hat für einen Bauboom gesorgt. Viertel wie Pilgerpfad Süd in Rettmer, Rosenkamp I und II in Oedeme und das bahnhofsnahe Hanseviertel sind entstanden. Und auf dem ehemaligen Kasernenareal entstehen weitere Häuser. Der Bedarf an Wohnungen aber, gerade im preisgünstigen Segment, ist zunehmend knapp. Das hat die Stadt erkannt und ein Wohnbauprogramm aufgelegt (LZ berichtete). Ein weiterer kleiner Pflock auf dem Weg zu einem größeren Angebot soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung eingeschlagen werden. Der Bebauungsplan Saline soll geändert werden, um im Quartier Am Weißen Turm neben den Hochhäusern ein weiteres Wohngebäude zu errichten.

Neben den weißen und roten Gebäuden gibt es auch Parkpaletten, eine davon weise Sanierungsbedarf auf. „Der Eigentümer Deutsche Invest Immobilien GmbH möchte die Stellplatzanlage als Tiefgarage erneuern und als Nachverdichtungsmaßnahme am Rand der Wohnsiedlung auf der Tiefgarage weiteren dringend benötigten Wohnungsbau errichten“, heißt es in der Vorlage zum Ausschuss. „Da wir zunächst den Aufstellungsbeschluss fassen, lässt sich zur Zahl der Wohnungen noch nichts sagen außer dass hier durchaus mehrgeschossig und verdichtet gebaut werden soll“, skizziert Stadtpressesprecher Daniel Gritz.

Sowohl im Flächennutzungsplan als auch im Bebauungsplan sei die Fläche als Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Der Bebauungsplan, der eine Fläche von 12400 Quadratmetern umfasst, setze hier Gemeinschaftsstellplätze „Parkpalette“ fest, müsste deshalb modifiziert werden, um das Vorhaben zu ermöglichen. Die Verwaltung schlägt ein beschleunigtes Verfahren vor, in dem auf eine Umweltprüfung verzichtet würde. Voraussetzung dafür wäre, dass die versiegelte Fläche unter zwei Hektar bleibe. Dies ist gegeben, da die Gesamtfläche des Bebauungsplans unter 1,3 Hektar bleibt.