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Die Stadt hebt das Tempolimit auf der Ostumgehung wieder auf. Foto: A./t&w
Die Stadt hebt das Tempolimit auf der Ostumgehung wieder auf. Foto: A./t&w

Ostumgehung: Bald gilt wieder Tempo 100

ca Lüneburg. Gut ein Vierteljahr nach dem verhängten Tempolimit von 70 km/h in Höhe Lüne-Moorfeld (LZ berichtete) soll die Geschwindigkeitsbegrenzung nun wieder aufgehoben werden. Die Stadt reagiert damit laut Oberbürgermeister Ulrich Mädge auf eine Empfehlung der Polizei. Wann Arbeiter die Schilder wieder einsammeln, steht noch nicht fest, das werde mit der zuständigen Straßenbaubehörde des Landes gerade abgestimmt.

Foto: be
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Wie berichtet, hatte die Polizei im Oktober gefordert, die Autofahrer von Tempo 100 auf 70 runterzubremsen. Der Hintergrund: Flüchtlinge, die vermutlich aus der Großunterkunft in der Theodor-Körner-Kaserne kamen, sollen die Schnellstraße überquert haben. Die Gefahr für diese Menschen schätzte die Polizei als groß ein. Ebenso die, die von unerwarteten Bremsmanövern ausgehe.

Jetzt sagt Polizeisprecherin Antje Freudenberg: „Wir hatten seit Wochen keine Hinweise auf bedrohliche Vorkommnisse.“ Es könne sein, dass die Ansprache in der Unterkunft und Schilder der Stadt die Zuwanderer auf den rechten Pfad in Richtung Stadt geführt haben.

Ostumgehung: Stadt setzt weiter auf Lärmschutz

Für lärmgeplagte Anwohner war das Tempolimit eine Verbesserung, die sie seit Jahren fordern. Anfang 2012 hatte die Stadt eine Begrenzung von 80 km/h für Autos und 60 km/h für Lkw angeordnet. Umgesetzt wurde das Ganze nicht, die Lüneburger Straßenbaubehörde und das Verkehrsministerium in Hannover sahen keine Notwendigkeit: Der Krach gehe kaum messbar zurück. Ein Jahr später kamen sogar Vertreter des Landtages zur Hörprobe und fanden, dass Tempo 80 eine gute Sache wäre. Doch die Politik konnte sich nicht gegen die Landesverwaltung durchsetzen.

Die Stadt setzt sich weiter für Lärmschutz an der Strecke ein, über die täglich mehr als 40 000 Fahrzeuge rollen. Mädge bedauert, dass bald wieder die alten Regeln gelten, aber er könne sich nicht über die Erlasslage hinwegsetzen.

Der Landkreis überprüft derzeit allerdings im Rahmen des 2011 ergangenen Planfeststellungsbeschlusses, ob die seinerzeit nachträglich angeordneten und ausgeführten Lärmschutzmaßnahmen wie beispielsweise Flüsterasphalt entlang der Ostumgehung ausreichend sind.

One comment

  1. Gott sei dank, wieder freie Fahrt für (noch) freie Bürger. Warum die Schilder auf Englisch sind, verstehe ich nicht. Arabisch wäre besser gewesen.