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Der stellvertretende Betriebsleiter Wirtschaftsbetriebe, Marc Wedemann (l.), und Abwassermeister Gerd Dettmering werfen am Salzhäuser Klärwerk einen Blick auf die Pläne. Foto: t&w
Der stellvertretende Betriebsleiter Wirtschaftsbetriebe, Marc Wedemann (l.), und Abwassermeister Gerd Dettmering werfen am Salzhäuser Klärwerk einen Blick auf die Pläne. Foto: t&w

Neuer Bauhof für Salzhausen

se Toppenstedt. Die Samtgemeinde Salzhausen baut ein neues Gebäude für die Wirtschaftsbetriebe. Das beschloss der Samtgemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung im Gasthaus Bleecken in Toppenstedt. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder für den Neubau eines Wirtschaftsgebäudes auf dem Gelände des Salzhäuser Klärwerks. Damit rücken Bauhof, Klärwerk, Wasserwerk und Freibad, die im letzten Jahr unter dem Dach der Wirtschaftsbetriebe vereint wurden, auch räumlich näher zueinander.

Erforderlich sei ein neues Wirtschaftsgebäude, so führte der Fachausschussvorsitzende Jürgen Beyer aus, weil das derzeit vom Bauhof genutzte Gebäude in Gödenstorf nicht nur zu klein sei, sondern auch einen hohen Instandsetzungsbedarf habe. An Fensterstürzen zeigten sich diverse Setzungsrisse, Dachrinnen seien defekt, das Dach sei teilweise undicht und die Dämmung unzureichend. Darüber hinaus sei das Gebäude zu klein. So könnte unter anderem das Mobiliar, etwa Bänke und Spielplatzgeräte, nicht eingelagert werden, da auch die provisorische Streusalzverladung und die Winterdienstfahrzeuge in der Halle untergebracht sind. Zudem besteht das Salzlager derzeit nur aus einer Überdachung. Mit Folien muss das Streusalz vor Witterungseinflüssen geschützt werden.

Der Zuschnitt des bisherigen Geländes in Gödenstorf macht zudem das Aufstellen von größeren Entsorgungscontainern nur teilweise möglich. Bauschutt oder Sperrmüll müssten zwischengelagert werden. Eine Erweiterung sei am bisherigen Standort nicht möglich.
Das neue Wirtschaftsgebäude soll auf einer Freifläche in direkter Nachbarschaft der Vererdungsanlage und des Klärwerks entstehen. Geplant sei eine Stahlhalle nach neuesten Richtlinien der Energiesparverordnung, in der zudem die erforderlichen Sozialräume wie Umkleiden und Pausenraum Platz finden. Auf Anregung von Elisabeth Mestmacher (UWG) sollen dabei auch Räume für weibliche Mitarbeiter eingeplant werden.
Die Zufahrt zum Gelände soll künftig über die Straße Lütt Chaussee erfolgen. Im Bereich der Außenanlagen sind rund 1000 Quadratmeter als Lagerfläche wie auch als Fahr- und Rangierfläche vorgesehen. Ferner sind im Randbereich Stellflächen für Abfallcontainer vorgesehen, so dass diese von Entsorgungsfahrzeugen ohne Probleme angefahren werden können, sowie ein Bereich zur Reinigung der Arbeitsgeräte und ein Waschplatz samt erforderlicher Abscheidetechnik. Für das Streusalzlager ist der Giebel der Halle vorgesehen. Dort soll Streusalz in sogenannten Big Packs eingelagert werden, die mittels Radlader mit Teleskopausleger in die Halle gefahren werden können.
Die Kosten für die Errichtung des Gebäudes betragen rund 738000 Euro. Die Summe ist im Haushalt für die Jahre 2016/2017 eingeplant. Die Wirtschaftsbetriebe Klärwerk und Wasserwerk beteiligen sich über eine Miete an den Kosten.