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120 Leuchtenköpfe werden am Kirchweg ausgetauscht. Die Kosten, so Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, würden sich schnell amortisieren. Foto: t&w
120 Leuchtenköpfe werden am Kirchweg ausgetauscht. Die Kosten, so Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, würden sich schnell amortisieren. Foto: t&w

120 Leuchten am Kirchweg in Adendorf werden auf LED umgerüstet

pet Adendorf. Sechs Jahre ist es her, dass in Adendorf fast 800 Lampenköpfe an Straßenlaternen ausgetauscht und modernisiert wurden. Ausgelassen wurden die rund 120 Laternen am Kirchweg, weil die erst wenig mehr als zehn Jahre zuvor installiert worden waren. Jetzt findet auch auf der 1600 Meter langen Strecke zwischen Grüner Weg und Heinrich-Hille-Straße die große Tauschaktion statt: Vermutlich bis zum Jahresende sollen dort hochmoderne LED-Leuchten installiert sein.

Die „Quecksilberdampfhochdrucklampen“, die zurzeit noch am Kirchweg leuchten, sollen entfernt werden. „Die gibt es gar nicht mehr, defekte Lampen können nicht ausgetauscht werden“, sagt Bürgermeister Thomas Maack. Die künftigen LED-Leuchten bringen gegenüber der bisherigen Beleuchtung eine Energie- und Kosteneinsparung von 80 Prozent.

Konkret: Einen Kilowattstundenpreis von 25 Cent vorausgesetzt, zahlt die Gemeinde Adendorf für die Straßenbeleuchtung am Kirchweg 10800 Euro pro Jahr. Mit den neuen Lampen sollen es knapp 2130 Euro sein. Maack: „Da haben sich die Kosten für den Wechsel schnell amortisiert.“ Die Einsparung passt in das künftige Klimaschutzkonzept, an dem der Bürgermeister arbeitet.

Die Umrüstungskosten belaufen sich für die Gemeinde auf rund 100000 Euro. Die Adendorfer hoffen auf einen Zuschuss von Seiten des Bundesumweltministeriums für eine „zukunftsfähige und klimaschonende LED-Straßenbeleuchtung“ in Höhe von 25 Prozent. Wie genau die künftigen Leuchten aussehen, sei noch nicht entschieden, so Maack.

Die benötigten finanziellen Mittel für die Umrüstung wurden vom Gemeinderat bereits im vergangenen Dezember mit dem Haushalt 2016 genehmigt. Der Antrag auf Fördermittel aus Berlin ist gestellt, berichtet Adendorfs Kämmerer Matthias Gierke.

Anfang 2010 waren schon einmal fast 800 Lampenköpfe und 50 marode Masten an den Straßen und Wegen auf Adendorfer Gemeindegebiet ausgetauscht worden. Damals wurden die „Quecksilberdampfhochdrucklampen“ entfernt und durch „Natriumdampfhochdrucklampen“ ersetzt. Die bisherigen „Pilzleuchten“ wurden gegen Lampen getauscht, die gezielt Straßen und Wege erhellen und „nicht mehr Vorgärten und Schlafzimmer“, wie Adendorfs damaliger Bauamtsleiter Reinhard Kayatz sagte.

Die Energieeinsparung damals betrug zwischen 35 und 40 Prozent, jetzt sollen die Stromkosten für die Gemeinde Adendorf noch einmal beträchtlich nach unten gehen. Weniger Kosten entstehen künftig auch bei der Wartung der Lampen: „Die ist nicht mehr alle vier, sondern nur noch alle zehn Jahre fällig“, erklärt Uwe Bornholdt, von Seiten der Avacon für das Projekt zuständig.