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Foto: t&w
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Winsen: Brandursache geklärt

lz Winsen/Otter. Nach dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft Otter bei Winsen im Landkreis Harburg konnten Ermittler jetzt die Ursache klären: Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei sei eine Brandstiftung mit fremdenfeindlichen Hintergrund auszuschließen. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, die auf eine solche Tat hindeuteten. Sachverständige sowie ein Spürhund hatten in den betroffenen Räumen der Flüchtlingsunterkunft nach Spuren gesucht. Ein technischer Defekt scheide als Brandursache ebenfalls aus. Entsprechend komme nur vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung der Bewohner in Betracht. Man konzentriere sich jetzt auf die Vernehmung der Flüchtlinge, die zum Zeitpunkt des Brandes in der Unterkunft in Otter untergebracht waren, heißt es in der Mitteilung weiter.

Gegen 23:45 Uhr hatten Bewohner am Mittwochabend die Feuerwehr alarmiert, als diese kurze Zeit später eintraf, waren Teile des Gebäudes bereits stark verraucht, heißt es in einer Polizeimeldung. Rettungskräfte evakuierten die Unterkunft und brachten die derzeit anwesenden 25 Flüchtlinge in Sicherheit. Wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen wurden zwölf Personen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Verdacht bestätigte sich jedoch in keinem Fall. Alle Zwölf wurden zwischenzeitlich ohne Verletzungen aus den Krankenhäusern entlassen.

91 Kräfte der freiwilligen Feuerwehren Otter, Todtshorn, Tostedt, Welle und Wistedt waren im Einsatz. Sie konnten den Brandherd in einem gemeinschaftlich genutzten Aufenthaltsraum der Flüchtlingsunterkunft schnell lokalisieren und das Feuer löschen.

Eine Gebäudehälfte ist durch die starke Rauchentwicklung vorübergehend nicht bewohnbar. Mitarbeiter des Landkreises Harburg kümmerten sich um die Unterbringung der betroffenen Bewohner. Sie kamen in Zimmern des unversehrten Gebäudeteils unter.

Bei der Unterkunft handelt es sich um einen ehemaligen Gasthof, welcher für die Unterbringung von 58 Flüchtlingen hergerichtet wurde.