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Der Garten verlangt nach einem Gärtner, seit längerem steht die Villa eines Kneipiers am Petersberg leer. Ein Jurist hat das Haus mit 180 Quadratmeter Wohnraum ersteigert. Foto: A/t&w
Der Garten verlangt nach einem Gärtner, seit längerem steht die Villa eines Kneipiers am Petersberg leer. Ein Jurist hat das Haus mit 180 Quadratmeter Wohnraum ersteigert. Foto: A/t&w

Anwesen in Deutsch Evern erneut in die Versteigerung?

ca Lüneburg. Ende August ist das Anwesen eines ehemaligen Wirtes von der Schröderstraße zwangsversteigert worden. Ein Interessent aus der Türkei, der über einen Anwalt mit bot, hatte bei 713000 Euro den Zuschlag für die Immobilie in Deutsch Evern erhalten. Knapp fünf Monate später soll die Summe aber noch immer nicht beglichen sein, erzählt man sich in Lüneburger Anwalts- und Justizkreisen. Eine offizielle Bestätigung will das Amtsgericht aus rechtlichen Gründen dazu nicht verlauten lassen. Nur eine grundsätzliche Erklärung zum Procedere könne man abgeben.

Wie berichtet, hatte sich der Wirt aufgrund von Steuerschulden in die Türkei abgesetzt. Inzwischen ist er wieder hier. Im Sommer 2015 betrieben Gläubiger die Zwangsversteigerung des Hauses am Petersberg. Im Amtsgericht boten sich damals mehrere Interessenten ein heißes Gefecht um das Haus, auf das sich unter anderem das Land und die Stadt laut damaligem Rechtspfleger Sicherheiten von 3,6 beziehungsweise 1,2 Millionen Euro hatten eintragen lassen. Das lichte Haus auf einem 1047 Quadratmeter großen Grundstück war mit einem Verkehrswert von knapp 800000 Euro veranschlagt worden, das erste Angebot lag lediglich bei 350000 Euro. Dann steigerten sich die Bieter auf gut das Doppelte hoch.

Sollte tatsächlich kein Geld geflossen sein, so heißt es vom Gericht, könnten die Gläubiger eine erneute Zwangsversteigerung beantragen. Üblicherweise zahlt ein Käufer die aufgerufene Summe binnen vier bis acht Wochen. Rechtspfleger Ulrich Adam sagt: „Geschieht das nicht, ist grundsätzlich ein Wiederversteigerungsverfahren denkbar.“ Gläubiger bekämen im Grundbuch Sicherungshypotheken eingetragen. Aus so einem Titel heraus ließe sich eben eine neue Versteigerung erwirken.

Der säumige Käufer könne das Verfahren stoppen, wenn er doch zahle. Ansonsten verfällt seine Sicherungsleistung — denn wer mitbietet, muss zehn Prozent der Summe bei Gericht hinterlegen. Dass ein Interessent den Kaufpreis nicht überweise, komme selten vor: „Das sind Einzelfälle.“ So bleibt abzuwarten, wie es um die Zukunft der Villa bestellt ist.

One comment

  1. Ach, der liebenswerte ehmalige Mäxx Betreiber ist nach seinem Aufenthalt in seinem Heimatland also wieder da. Danke Deutschland, das Du Dich so verars***** lässt. Der anständige Steuerzahler bedankt sich. Der wird nämlich wieder einmal blechen.