Dienstag , 27. September 2016
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So ist es richtig: Autofahrer passieren die Verkehrsinsel im Lindenweg vorschriftsmäßig. Manche Kraftfahrer, so erzählen Anwohner, nehmen aber auch die „Abkürzung“ links an der Insel vorbei. Foto: t&w
So ist es richtig: Autofahrer passieren die Verkehrsinsel im Lindenweg vorschriftsmäßig. Manche Kraftfahrer, so erzählen Anwohner, nehmen aber auch die „Abkürzung“ links an der Insel vorbei. Foto: t&w

Adendorf: Verkehr den Schwung nehmen

pet Adendorf. Weniger Verkehr wünschen sich viele Anwohner des Straßenzugs Grüner Weg/Lindenweg/Im Suren Winkel in Adendorf. Und langsamer sollen die Verkehrsteilnehmer auch fahren. Ob und wann umfassende Maßnahmen im Zuge der anstehenden Sanierung der Straße verwirklicht werden, ist offen. Jetzt sollen erst einmal kleine Maßnahmen den Verkehr in der vielbefahrenen Straße sicherer machen.

Der nördliche Bereich der Straße Im Suren Winkel wurde bereits 2006 saniert, für 2017 sind die 1,4 Millionen Euro teuren Arbeiten am zweiten Bauabschnitt, zwischen Rauher Weg und Von-Stauffenberg-Straße, geplant. In einer Sitzung des Planungsausschusses im vergangenen Sommer war auch der Bau eines Kreisels auf Höhe Sandweg ins Gespräch gekommen. Für notwendige Grundstückskäufe will Bürgermeister Thomas Maack Gespräche mit Eigentümern aufnehmen.
Um über kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu sprechen, traf sich der Bauausschuss des Rats vor Ort. Dabei waren auch die Verwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze, Dirk Bonow vom Landkreis Lüneburg, und Anwohner.

Ein Problempunkt im Straßenzug sei die S-Kurve zwischen Grüner Weg und Fliederstraße, berichteten Anwohner. Die Kurve würde von Autofahrern „oft geschnitten“. Und: Die Kurve würde in Fahrtrichtung Artlenburger Landstraße von Ortsfremden bei Dunkelheit erst spät wahrgenommen.

Eine Verbesserung könnten, so Verwaltungsschef Maack, besser sichtbare Richtungstafeln bringen. Weiter soll eine gestrichelte Linie bis zur westlichen Querungshilfe im Lindenweg aufgebracht werden. Eine durchgehende Linie sei nicht möglich, weil „die Fahrbahnbreite nicht ausreicht“.

Als weiteres Problem nannten Anwohner die westlich der Kreuzung Rauher Weg gelegene Verkehrsinsel im Lindenweg. Immer wieder würden dort Autofahrer in Richtung Artlenburger Landstraße links an der Insel vorbeifahren. Mögliche Maßnahmen: eine Erneuerung der vorhandenen durchgezogenen Linie, eine Sperrfläche und sogenannte „Flakes“ aus Kunststoff vor der Verkehrsinsel und neue Verkehrszeichen.

Welche Maßnahmen genau eingesetzt werden, darüber wird der Bauauschuss in seiner nächsten Sitzung detailliert befinden. Außerdem plant Bürgermeister Maack für den Bereich erneute Tempomessungen. „Die machen wir, bevor wir die Maßnahmen durchführen und danach, um so die Auswirkungen festzustellen“, sagt Maack und betont, dass der Straßenzug „kein Unfallschwerpunkt ist“.

Reinhard Wolff als Sprecher der „Initiative zur Verkehrsberuhigung Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg“ begrüßt die geplanten Maßnahmen: „Wir müssen abwarten, ob sie Wirkung zeigen.“ An den Forderungen der Initiative, zum Beispiel „Tempo 30“, Umleitung des Durchgangsverkehrs, etwa über Artlenburger Landstraße und Kreisstraße 30, und Rechts-Vor-Links-Regelung ändere das aber nichts.

Mit Vertretern der SPD-Fraktion im Rat habe man kürzlich über die Situation diskutiert. „Gespräche mit CDU und Grünen sollen folgen.“