Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Drei Wochen kann der Verkehr noch über die Wandrahmbrücke fließen. Danach ist die Willy-Brandt-Straße im Bereich zwischen Ebert-Brücke und Wandrahmstraße monatelang gesperrt für die Erneuerung der Brücke. Foto: be
Drei Wochen kann der Verkehr noch über die Wandrahmbrücke fließen. Danach ist die Willy-Brandt-Straße im Bereich zwischen Ebert-Brücke und Wandrahmstraße monatelang gesperrt für die Erneuerung der Brücke. Foto: be

Lüneburg: Abriss und Neubau der Wandrahmbrücke ab 20. Februar

as Lüneburg. Rund 28 500 Fahrzeuge rollen täglich über die Wandrahmbrücke. In drei Wochen wird die Verbindung auf dem Stadtring gekappt, die Brücke wird abgerissen und neu gebaut. Und das braucht Zeit. Die Willy-Brandt-Straße ist dazu von Sonnabend, 20. Februar, bis kurz vor dem 1. Advent im Bereich zwischen der Friedrich-Ebert-Brücke und der Wandrahmstraße gesperrt. Die Stadt setzt auf ein Umleitungskonzept. Denoch ist davon auszugehen: Staus und Engpässe auf den Einfallsstraßen werden in den kommenden Monaten in Lüneburg zunehmen.

Wie berichtet, führt an dem Neubau der Brücke kein Weg vorbei, da der Spannstahl korrosionsgefährdet ist. Eine große Brückenprüfung im Jahr 2012 hatte ergeben, dass die Schäden nicht reparabel sind. Die Stadt hatte sich daraufhin für eine Erneuerung entschieden. Geplante Kosten: 3,5 Millionen Euro.

Die Vorbereitungen für das Projekt laufen auf Hochtouren. Aufgestellt werden derzeit zehn Quadratmeter große Wegweiser entlang der Ostumgehung, die Hinweise auf den Brückenneubau und alternative Routen geben. Derzeit sind sie noch demarkiert, sollen laut Stadt aber rechtzeitig freigegeben werden. Brückenbauingenieur Jörg Silex, bei der Stadt zuständig für das Projekt, und die Firma Siemens sind dabei, die Ampelschaltungen auf den Ausweichrouten so anzupassen, dass der Verkehr dort möglichst flüssig rollen kann. „Der Bereich Ordnung hat außerdem erste Informationen an Rettungsdienste und Feuerwehr verschickt, damit sie sich frühzeitig vorbereiten können“, sagt Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Stadt.

Der Zeitplan sieht nach gegenwärtigem Stand so aus: Bis Ostern soll die Brücke abgerissen sein. Danach erfolgen die Betonarbeiten für Fundamente und Widerlager, parallel dazu werden die Stahlträger für die Brücke angefertigt und vor Ort montiert. Voraussichtlich bis August soll der Oberbau der Brücke entstehen, „die von oben genauso aussehen wird wie früher“, hatte Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, vor einigen Wochen im Bauausschuss erklärt. Bis zur Freigabe der Querung Ende November müssen dann noch zum Beispiel die Abdichtung, der Anschluss der Versorgungsleitungen und der Aufbau der Geländer erledigt werden.
Alle Verkehrsteilnehmer sollten sich rechtzeitig mit den Ausweichstrecken vertraut machen, appelliert die Stadt. Die dringende Bitte lautet: Wer kann, möge den gesamten Bereich großräumig über die Ostumgehung umfahren. Wer es nicht vermeiden kann, näher an die Baustelle zu rücken, sollte zum Umfahren möglichst die Route Friedrich-Ebert-Brücke, Theodor-Heuss-Straße und Dahlenburger-Landstraße beziehungsweise umgekehrt wählen – die Ampelschaltungen werden auf dieser Strecke an die neue Verkehrsführung angepasst.

Weitere Tipps und Hinweise der Stadt:
Autofahrer, die zum Bahnhof wollen, gleich aus welcher Richtung, fahren am besten über die Dahlenburger Landstraße.
Museum, Schröders Garten, Kleingärten oder DRLG bleiben weiterhin erreichbar.
Auch Radfahrer müssen Umleitungen nutzen, dabei helfen die neuen Verbindungen am Lösegraben-Wehr und über die neue Brücke zwischen Il­menaugarten und Friedrich-Ebert-Brücke sowie am Wasserturm. Die Strecken sind, da zum Teil noch neu und ungewohnt, eigens ausgewiesen.