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Deutlich sichtbar sind die Schäden an der Betonpiste zwischen Bardowick und Wittorf. Wenn es mit dem Zuschuss klappt, könnte die Straße im kommenden Jahr gründlich saniert werden. Foto: t&w
Deutlich sichtbar sind die Schäden an der Betonpiste zwischen Bardowick und Wittorf. Wenn es mit dem Zuschuss klappt, könnte die Straße im kommenden Jahr gründlich saniert werden. Foto: t&w

Landkreis Lüneburg hofft auf Zuschüsse bei Kreisstraßensanierung

pet Lüneburg. Es gibt immer etwas zu tun für die Mitarbeiter des Eigenbetriebs Straßenbau und -unterhaltung (SBU) des Landkreis Lüneburg. Kein Wunder angesichts der knapp 400 Kilometer Kreisstraßen, rund 180 Kilometer Fahrradwege und fast 60 Brücken in der Region, für die der Landkreis verantwortlich ist.
In der Sitzung des Betriebs- und Straßenbauausschusses des Lüneburger Kreistags am heutigen Dienstag, 2. Februar, 15 Uhr, geht es um dringend notwendige Sanierungs-, Bau- und Erhaltungsmaßnahmen für die Jahre ab 2017. Die Sitzung im Betriebshof Straßenbau und -unterhaltung in Embsen (Heidbergstraße 2) ist öffentlich.

Einen Großteil der Ausgaben für seine Straßen hat der Landkreis aus eigenen Mitteln zu schultern (siehe Text rechts), über die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, werden aber auch Anträge für eine Förderung aus Landesmitteln, genau aus „Finanzhilfen nach den Richtlinien zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden“, gestellt. Das Mehrjahresprogramm für 2017 bis 2021 für den Straßen-, Radwege- und Brückenbau wird SBU-Leiter Jens-Michael Seegers heute vorstellen, der Betriebs- und Straßenbauausschuss wird darüber beschließen.

Die Maßnahmen, für die der Landkreis auf Mittel hofft:

  • 2017: Kreisstraße 31, Wittorf – Bardowick, einschließlich Ortsdurchfahrt Bardowick (2300/770 Meter) für insgesamt 1,24 Millionen Euro (Zuweisung des Landes: 561 000 Euro).
  • Kreisstraße 2, Radwegbau Rullstorf – Neumühlener Weg – Lüdersburg – Jürgenstorf (ohne Ortsdurchfahrt) über eine Länge von 6690 Metern. Gesamtkosten: 1,194 Millionen Euro (Zuweisung des Landes: 667 200 Euro).
  • Kreisstraße 28, Radwegbau Barendorf – Vastorf über eine Länge von 3195 Metern. Gesamtkosten: 553 000 Euro (Zuweisung des Landes: 307 800 Euro).
  • 2018: Kreisstraße 16, Reins­torf – Holzen – Neetze (5110 Meter) für insgesamt 813 000 Euro (Zuweisung des Landes: 459 000 Euro).
  • Kreisstraße 2, Ortsdurchfahrt Bockelkathen (420 Meter). Gesamtkosten: 381 000 Euro (Zuweisung des Landes: 210 600 Euro).
  • Kreisstraße 35, Ortsdurchfahrt Dahlenburg. Gesamtkosten: 480 000 Euro (Zuweisung des Landes: 270 000 Euro).
  • 2019: Kreisstraße 11, Ortsdurchfahrt Alt Garge. Baulänge: 312 Meter (Gehwegkosten). Gesamtkosten: 350 000 Euro (Zuweisung des Landes: 192 000 Euro.
  • Kreisstraße 22, Ortsdurchfahrt Alt Garge. Baulänge: 1013 Meter. Gesamtkosten: 1,36 Millionen Euro (Zuweisung des Landes: 762 000 Euro).
    In noch weiterer Ferne liegen weitere Maßnahmen, so für 2020 die Ortsdurchfahrt Deutsch Evern im Zuge der Kreisstraße 37 und die Ortsdurchfahrt Barnstedt (Kreisstraße 17). Für das Jahr 2021 hoffen die Verantwortlichen auf Zuschüsse für den Neubau der Rögnitzbrücke bei Tripkau in der Gemeinde Amt Neuhaus – von den geschätzten Gesamtkosten von 1,07 Millionen Euro sollen dann auch Zuschüsse vom Land Mecklenburg-Vorpommern fließen.Für das laufende Jahr 2016 plant der SBU, so dessen Leiter Seegers, Maßnahmen aus eigenen Mitteln in Höhe von 720 000 Euro, darunter an den Ortsdurchfahrten Vögelsen und Barum.

    Dazu kommen geförderte Maßnahmen in Höhe von 780 000 Euro, unter anderem für die Sanierung der Kreisstraße 39 Rullstorf – Boltersen – Sülbeck, verbunden mit dem Bau eines Radwegs in diesem Bereich.

Landkreis braucht Millionen für Sanierungen

Seit 2005 erstellt der Landkreis Lüneburg Prioritätenlisten, um die Dringlichkeit der Sanierung von Kreisstraßen zu dokumentieren – im vergangenen Sommer fanden umfangreiche Bereisungen im Kreisgebiet statt. Eine neue Prioritätenliste (ab 2017) der Maßnahmen, für die es keine Fördermittel gibt und die aus der Kreiskasse gezahlt werden müssen, soll jetzt verabschiedet werden. Die Reihenfolge der Maßnahmen wurde nach den Kriterien Substanzerhalt, Unfallgefährdung und Verkehrsbelastung festgelegt. Insgesamt 16 Maßnahmen mit einer Länge von etwa 27 Kilometern und Kosten in Höhe von 5,12 Millionen Euro kamen zusammen. Diese sollen ab 2017 durchgeführt werden – wenn denn das nötige Geld in der Kreiskasse vorhanden ist.

Zu den größen Maßnahmen auf der Prioritätenliste des Landkreises zählen die Kreisstraße 46 (Abzweig Handorf bis zur Kreisgrenze Harburg) für 550 000 Euro, die Kreisstraße 35 zwischen Ellringen und Breetze für 610 000 Euro, die Kreisstraße 35 (Ortsdurchfahrt Bleckede) für 500 000 Euro), die Kreisstraße 22 von Alt Wendischthun nach Alt Garge für 395 000 Euro und die Kreisstraße 33 (Kolkhagen – Melbeck) für 365 000 Euro.