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Der Finanz- und Haushaltausschuss des Niedersächsischen Landtages kam am Mittwoch nach Lüneburg, um den Libeskind-Bau zu besichtigen.  MWK und Projektsteuerungsbüro bestätigten da, dass sich die Baukosten um weitere 10,82 Millionen Euro erhöhen werden.  Foto: ap
Der Finanz- und Haushaltausschuss des Niedersächsischen Landtages kam am Mittwoch nach Lüneburg, um den Libeskind-Bau zu besichtigen. MWK und Projektsteuerungsbüro bestätigten da, dass sich die Baukosten um weitere 10,82 Millionen Euro erhöhen werden. Foto: ap

Leuphana: Libeskind-Bau zehn Millionen Euro teurer

ap Lüneburg. Es war eine Bombe mit langem Zeitzünder — was sich seit vergangenem Jahr schon abzeichnete, ist jetzt Gewissheit: Der Libeskind-Bau der Leuphana wird teurer, und zwar zurzeit um 10,8 Millionen Euro. Das hat der Projektsteuerer Dieter Schmitz Mittwoch dem Haushalts- und Finanzausschuss des Niedersächsischen Landtages bestätigt. Der Ausschuss war am Mittwoch auf der Baustelle, um sich ein Bild zu machen.

Schon vor der Besichtigung des Zentralgebäudes hatten MWK und das externe Projektsteuerungsbüro bestätigt, dass man die Nachtrags-Bauunterlage um 15 Prozent überschritten habe. Unterm Strich bewegt sich die Bausumme bei rund 83 Millionen Euro. Die letzten Mehrkosten hätten sich in der vergangenen Woche herauskristallisiert. Und es gibt keine Chance mehr, zu sparen. Die gute Nachricht: Der Terminplan des Baus sei seit einem Jahr stabil.

Arkadiusz Owcarz, Mitglied der MWK-internen Projektgruppe zum Libeskind-Bau, ließ sagte, dass man den Haushaltsausschuss noch einmal um Zustimmung bitten müsse. „Der Fall des Überschreitens ist in der letzten Woche eingetreten“, sagte er, damit sei aber nicht das Worst-Case-Szenario der Oberfinanzdirektion von 125 Millionen Euro gemeint. Die Unterlagen, die die Universität derzeit zusammenstellt, werde das Ministerium unverzüglich an die Oberfinanzdirektion weitergeben. Auf Nachfragen bezüglich der Ausfinanzierung der Mehrkosten sagte Owcarz: „Ich kann keine Ergebnisse vorweggreifen, weil sie noch nicht finalisiert sind. Aber die Gespräche laufen.“

Der große Teil des Ausschusses hatte den Libeskind-Bau bislang noch nicht besichtigt. Neben Ausschussmitgliedern, MWK und Projektsteuerung waren auch die örtliche SPD-Abgeordnete Andrea Schröder-Ehlers und die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte dabei.

Mehr dazu am Donnerstag in der LZ +++ 

8 Kommentare

  1. alles peanuts, würde ein bekannter schweizer banker sagen. warum würde er es sagen? es zahlen die, die nicht gefragt werden. verbrechen zahlen sich in unserer gesellschaft doch aus. Vorkostenanschläge sollten 15 % nicht übersteigen.
    Zur Überschreitung des Kostenvoranschlages

    Um wieviel Prozent darf der Kostenvoranschlag überschritten werden? Zunächst: Ein Kostenanschlag ist grundsätzlich unverbindlich, weil hiermit lediglich die Kosten ungefähr beziffert werden. Bei einem unverbindlichen Kostenvoranschlag darf die Handwerkerrechnung zwar höher ausfallen.

    Dem sind jedoch Grenzen gesetzt. Wenn der Kostenvoranschlag „wesentlich überschritten“ wird, ist der Handwerker gemäß § 650 BGB gesetzlich verpflichtet, den Besteller hierüber unverzüglich zu informieren. „Unverzüglich“ heißt immer ohne schuldhaftes Zögern, also sobald wie möglich.

    Als unwesentlich gilt nach der Rechtsprechung eine Überschreitung der Kosten von 10 bis 20 Prozent. In besonderen Ausnahmefällen wird von den Gerichten die Grenze manchmal bei 25 Prozent gezogen. Als Faustregel kann daher eine Grenze von 15 Prozent angenommen werden.

    Eine unwesentliche Überschreitung des Kostenvoranschlags ist daher grundsätzlich vom Auftraggeber hinzunehmen. Bei einer wesentlichen Überschreitung kann der Besteller den Werkvertrag außerordentlich kündigen. Die Höhe des Zahlungsanspruchs des Handwerkers ist auch davon abhängig, ob von dem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch gemacht worden ist. Kündigt der Kunde den Auftrag, so steht dem Unternehmer nur der Teil der Vergütung zu, der den bereits geleisteten Arbeiten entspricht. Auszug aus § 645 BGB: (…) so kann der Unternehmer einen der geleisteten Arbeit entsprechenden Teil der Vergütung und Ersatz der in der Vergütung nicht inbegriffenen Auslagen verlangen. Mit anderen Worten: Es ist der Umfang der tatsächlich erbrachten Leistungen des Handwerkers zur vereinbarten Gesamtvergütung in Relation zu setzen.

    Beispiel: 70% der Leistungen wurden erbracht, so stehen dem Handwerker auch nur 70% der vereinbarten Vergütung zu. Wird der Werkauftrag hingegen nicht gekündigt, ist auch bei wesentlicher Überschreitung der Rechnungsbetrag zu zahlen.
    Wenn der Handwerker den Auftraggeber nicht rechtzeitig über die wesentliche Überschreitung des Kostenvoranschlags informiert, macht er sich schadensersatzpflchtig. Dies bedeutet, dass der Auftraggeber so zu stellen ist, wie er bei rechtzeitiger Information durch den Handwerker stehen würde.

    Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/kostenvoranschlag-handwerkerrechnung/#ixzz3z7DfVz3C
    ich würde die verantwortlichen verklagen. ob politiker sich trauen? oder ob die angst haben, selbst dann belangt zu werden?

    • lieber Herr Klaus Bruns , wenn man vom Baugewerbe keine Ahnung hat , sollte man nicht solch einen Unsinn schreiben , wie sie ihn da geschrieben haben …
      fragen sich mich bitte vorher , ich kläre sie dann auf
      grüße

    • @ Herr Klaus Bruns ..
      wenn man von der Baubranche keine Ahnung hat , dann sollte man auch nicht solche unsachlichen und falschen Kommentare schreiben , denn sie schreiben puren Unsinn.

      • Wolfgang Bork
        Worin besteht der Unsinn? Als ich gebaut habe, hat man auch alles versucht, mir zusätzlich Geld aus der Tasche zu locken. Aber so ist es nun mal, wenn es das eigene Geld betrifft, wird man aufmerksamer. Mein Kostenvoranschlag wurde nicht überschritten. Wenn Sie solche Ahnung haben, nur zu, wie wäre es mit einer Aufklärung?

        • @ Herr Klaus Bruns …

          wer mal ein EFH gebaut ist noch lange kein Fachmann für große Brauprojekte.
          Es wäre auch reine Zeitverschwendung ihnen die gesamten Interna von diesem Bauprojekt Audimax hier zu erzählen .
          Sie würden es ja so oder so nicht begreifen.
          Was bitte haben die Bauhandwerker am Audimax mit den kalkulierten Baukosten zu tun ? NIX !!!! absolut NIX !!!!

          • Wolfgang Bork
            sie machen es sich zu einfach und unterstellungen, was die begriffstutzigkeit angeht, sind nicht hilfreich. wenn sie maurer sind, dürfen sie sich entspannen. die sind wie immer nur befehlsempfänger. wissen sie ,was ein klüngel ist? die gesamte interna ist völlig uninteressant. es geht hier um planung ,finanzierung , verantwortung . man muss nicht fliegen können, um zu verstehen, wie es funktioniert. aber warum regen sie sich eigentlich so auf? sind sie bei dem schiefen bau mit dabei?

  2. Eine Barzahlung über 10,82 Mio. Euro ist leider nicht möglich. Obergrenze 5000,- Euro lt. Empfehlung der Bundesregierung.
    Tja, die Goldcard vielleicht. Is ja auch ein Kredit. Nur wessen Goldcard wird geopfert, die vom Steuermichel?
    Beim finalen Zahltag gibts dann die Platincard… Blanco… oder per Handy App Zahlung. Mal sehen wer sein Handy am besten versteckt!