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Im Dahlenburger Rathaus nahmen die Hexen Samtgemeindebürgermeister Christoph Maltzan erst den Schlips und dann den Schlüssel ab. Foto: ki
Im Dahlenburger Rathaus nahmen die Hexen Samtgemeindebürgermeister Christoph Maltzan erst den Schlips und dann den Schlüssel ab. Foto: ki

Weiberfastnacht: Die Hexen sind los

ki Dahlenburg. Hexen-Alarm in Dahlenburg. Nicht nur in den Hochburgen des Karnevals wurde Weiberfastnacht gefeiert, auch im Flecken ging es hoch her. Die Dahlenburger Hexen mischten die Bevölkerung ganz schön auf. Singend und tanzend spukten die Damen mit den spitzen Hüten durch den Ort — immer auf Trophäensuche. Ihre Zielgruppe waren Männer. Jeder, der ihnen über den Weg lief, wurde „umzingelt“, um zu sehen, ob er eine Krawatte trägt. Hatte er eine, gab es kein Entrinnen. Schnipp-schnapp, und der Schlips war ab. Eine kleine Schere haben alle Hexen immer parat.

Die erste Station der Hexen vom Dahlenburger Karnevalvereins war das Altenheim. Dort begeisterten sie die Bewohner mit ihren Hexenliedern und Hexentänzen. Gemeinsam wurde geschunkelt und gesungen. Allerdings waren die Herren dort vorgewarnt, es gab keine Trophäen zu ergattern. Nach einer halben Stunde zog die Hexenkarawane weiter zum Rathaus, um vom Bürgermeister die Schlüsselgewalt einzufordern. Kaum waren sie die Treppen hinaufgestürmt, trafen sie auf Rathauschef Christoph Maltzan — und ehe der sich versah, war der Schlips ab und der Rathausschlüssel futsch. Mit reichlich Sekt löste der Samtgemeindebürgermeister den Schlüssel wieder aus.

Nicht verschont blieb auch der stellvertretende Verwaltungschef Matthias Dorn. Als die Hexen ihn in seinem Büro entdeckten, musste auch er Federn lassen: Weg war die Krawatte. Die Herren trugen es mit Fassung. In fröhlicher Runde wurde auf die Fastnacht angestoßen und das Rathaus „freiwillig“ wieder geräumt. Weiter ging es durch den Ort von Geschäft zu Geschäft. Doch die Ladenbesitzer waren auf die übermütige Gesellschaft vorbereitet. Gegen Mitternacht war der Spuk dann endgültig vorbei.