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Während sich der Bagger in das Haus frisst, in dem ein Friseurgeschäft untergebracht war, läuft der Verkehr auf der Egersdorffstraße weiter. Foto: be
Während sich der Bagger in das Haus frisst, in dem ein Friseurgeschäft untergebracht war, läuft der Verkehr auf der Egersdorffstraße weiter. Foto: be

Abbruch des Hauses an der Egersdorffstraße gestartet

rast Lüneburg. Vor dem Bauzaun fahren Autofahrer fast im Schritttempo an der Baustelle vorbei, auf dem Fußweg auf der anderen Straße bleiben Passanten stehen, um sich das Schauspiel anzusehen: Mit größter Vorsicht frisst sich der Bagger in das baufällige Haus an der Egersdorffstraße, trägt den ersten Teil des Gebäudes Stück für Stück ab. Dabei gilt die Aufmerksamkeit nicht nur den Verkehrsteilnehmern, sondern auch den angrenzendes Gebäuden des Hauses, in dem ein Friseurgeschäft untergebracht war.

„Im Vorfeld wurde alles für die Beweissicherung Nötige dokumentiert“, sagt Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Hansestadt. „Zudem wurden zwei sogenannte Peilbrunnen gesetzt, das sind Grundwassermessstellen. So wollen wir kontrollieren, ob sich am Grundwasser etwas ändert. Das ist auch für die Nachbarhäuser sehr wichtig.“ Denn die Baufälligkeit hatte mit dem Untergrund zu tun.

Die Vorgeschichte: Das Haus war verkauft worden. Bei Vorarbeiten für das Einziehen eines neuen Fundaments entdeckten die neuen Besitzer einen zugeschütteten Keller in dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Bei dessen Freilegen stellte sich schnell heraus, dass das Gebäude kurz vor dem Zusammenbruch steht. Grund dafür ist der schwammige Untergrund, auch verläuft ein kleiner Bach unter dem Bauwerk. Das Haus wird nicht ganz dem Erdboden gleichgemacht. Der von Handwerkern ausgesteifte Keller, dessen Decke gegen Geröll und Einsturz gesichert ist, bleibt erhalten. Stadtsprecherin Suzanne Moenck: „So sollen die Druckverhältnisse im Erdreich so wenig wie möglich verändert werden.“