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Noch sieht man nur eine Wiese mit  Pfützen: Doch schon in wenigen Wochen beginnen in Embsen die Bauarbeiten für die Seniorenwohnanlage. Foto: t&w
Noch sieht man nur eine Wiese mit Pfützen: Doch schon in wenigen Wochen beginnen in Embsen die Bauarbeiten für die Seniorenwohnanlage. Foto: t&w

Seniorenwohnungen und Café

kre Embsen. Spätestens Anfang April sollen die Bauarbeiten beginnen: „Die Bauanträge sind eingereicht, nur noch letzte Berechnungen vom Statiker müssen nachgewiesen werden“, sagt Manfred Schallenberg, der auf dem „Petersen-Gelände“ in Embsen — am Kreisel zwischen Bahnhofstraße und Schulweg gelegen — eine Seniorenwohnanlage mit barrierefreien Wohneinheiten errichten wird. Wie das Gebäude nach Fertigstellung einmal aussehen soll, können die Embsener seit Wochen auf dem Bauschild sehen, das an Ort und Stelle von dem Großprojekt kündet.

In zwei Bauabschnitten sollen jeweils zehn altengerechte Wohnungen entstehen, 72 beziehungsweise 60 Quadratmeter groß. Und auch ein seperates Café wird es geben — „nicht nur für die Bewohner der Senioren-Wohnanlage, sondern für alle Embsener“, sagt Investor Manfred Schallenberg, der das Café auch nicht selbst betreiben wird, sondern an einen Bäcker oder Gastwirt verkaufen will.

Embsens Gemeindedirektor Peter Gentemann ist froh, mit Schallenberg einen Investor gefunden zu haben, der die Pläne in die Tat umsetzt. Schließlich hatte es 2007 schon einmal einen Interessenten gegeben, der an gleicher Stelle ein Alten- und Pflegeheim errichten wollte. Es wurden etliche Gespräche geführt, „es gab auch schon konkrete Planungen und Zeichungen“, erinnert sich Gentemann. Doch dann wurde ziemlich zeitgleich über den Bau eines Bioethanolwerkes, gekoppelt mit einem Ersatzbrennstoffkraftwerk, im nahegelegenen Industriegebiet spekuliert. „Für den damaligen Altenheim-Investor aus Bremen offenbar eine willkommene Gelegenheit, das Projekt fallen zu lassen“, mutmaßt Gentemann heute. Doch das ist genauso Geschichte wie die Bioethanol-Anlage, die damals für viel Aufregung sorgte, aber ebenfalls nie gebaut wurde.

Nun aber scheint es zu klappen mit dem Bau von Wohnungen speziell für Senioren. Das freut auch Ilmenaus Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD), denn bislang müssen ältere Mitbürger, denen die eigenen vier Wände zu groß geworden sind, die Samtgemeinde verlassen, wenn sie in eine seniorengerechte Wohnung umziehen möchten. „Mit dem Bau der barrierefreien Wohneinheiten wird nun eine große Lücke in der Infrastruktur der Samtgemeinde geschlossen“, merkte Rowohlt vor kurzem an. Die Anlage in Embsen sei kein Heim und auch kein betreutes Wohnen. Aber sie ermögliche Selbstbestimmung und ein Verbleiben in Embsen. Und das findet auch der Samtgemeindebürgermeister richtig gut.