Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die Krippenplätze in Lüneburg haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Vergleich mit anderen Kommunen in Niedersachsen steht die Region gut da. Foto: phs
Die Krippenplätze in Lüneburg haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Vergleich mit anderen Kommunen in Niedersachsen steht die Region gut da. Foto: phs

Lüneburg: Betreuungsquote von Kleinkindern auf Rang 1

red/sp Lüneburg. Gerade erst war die Kinderbetreuung in Lüneburg Thema einer Podiumsdiskussion mit der Staatssekretärin aus dem Familienministerium. Gerade in Randzeiten sei eine mit dem eigenen Job zu vereinbarende Betreuung ein Problem, lautete der Tenor, den viele berufstätige Lüneburger Eltern unterschreiben können. Doch bei den nackten Zahlen, also den reinen Betreuungsplätzen, steht Lüneburg sogar außerordentlich gut da — zumindest im Vergleich zu anderen Kommunen in Niedersachsen.

Die Betreuungsquoten für Kleinkinder in Lüneburg wachsen stetig. Der aktuelle Bericht „Kindertagesbetreuung regional 2015“ nennt Lüneburg sogar auf Platz eins bei der Betreuungsquote in Niedersachsen. Im Durchschnitt liegt die Quote für die Betreuung der unter Dreijährigen im Land bei 28,3 Prozent. Im Bericht ist Lüneburg mit 36,7 Prozent aufgeführt — das ist die Zahl für den gesamten Landkreis. In der Stadt Lüneburg übersteigt die Zahl den Durchschnitt sogar deutlich. Sie liegt derzeit bei etwa 49 Prozent. Das heißt: Fast jedes zweite Lüneburger Kind unter drei Jahren hat einen Platz in einer Einrichtung oder wird durch eine öffentlich geförderte Tagesperson betreut.

Liselotte Großert, die sich bei der Stadt Lüneburg um die 14 städtischen Kitas kümmert, weiß: „In den vergangenen Jahren hat sich in Lüneburg viel getan. Im Jahr 2010 hatten wir noch 284 Krippenplätze. Seitdem ist die Zahl der Plätze, die wir Kindern zur Verfügung stellen können, stetig angestiegen. Ende 2015 standen 619 Krippenplätze und 350 Tagespflegeplätze zur Verfügung. Für die Drei- bis Sechsjährigen stehen 2050 Plätze in Kindertagesstätten zur Verfügung.“ Im vorigen Jahr ist in der Stadt beispielsweise eine neue Kita im Hanseviertel eröffnet worden. Im alten Casino der Schlieffenkaserne findet eine Kindergartengruppe mit 23 Kindern und zwei Krippengruppen mit jeweils 14 Kleinkindern Platz.

Und die Zahl wird weiter steigen. „Wir planen gerade eine neue Kita im Schlieffenpark zusammen mit dem Arbeitgeberverband“, weiß Großert. „Wir bauen ein ehemaliges Kasernengebäude um. Dort wird im Erdgeschoss Platz für eine Kita mit zwei Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen sein. Noch in diesem Jahr sollen die Kinder einziehen können.“

Der Bericht „Kindertagesbetreuung regional 2015“ vergleicht alle 402 Kreise in Deutschland. Dort heißt es, dass das Land Niedersachsen in den vergangenen zwei Jahren fast 9200 Plätze mehr für Kleinkinder bereitstellen konnte, die in einer Einrichtung oder durch eine öffentlich geförderte Tagesmutter betreut werden. Waren es vor zehn Jahren nur etwa fünf Prozent der unter Dreijährigen, die in Kitas unterkamen, waren es zum 1. März 2015 durchschnittlich 28,3 Prozent.