Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ina K. wird seit Anfang November vermisst. Die Polizei schließt nicht aus, dass sie Opfer eines Verbrechens wurde. Am Donnerstag war die Polizei mit einem Sonarboot auf der Elbe im Einsatz. Fotos: polizei
Ina K. wird seit Anfang November vermisst. Die Polizei schließt nicht aus, dass sie Opfer eines Verbrechens wurde. Am Donnerstag war die Polizei mit einem Sonarboot auf der Elbe im Einsatz. Fotos: polizei

Der Fall Ina K. — Jetzt ermittelt die Mordkommission

ca Gorleben. Eine Leiche gibt es nicht, trotzdem hat die Polizei in Lüchow jetzt eine neunköpfige Mordkommission eingerichtet. Die Beamten vermuten, dass die seit Anfang November vermisste Ina K. aus Gorleben (LZ berichtete) einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Am Donnerstag suchten sie mit einem Sonarboot die Elbe zwischen Gorleben und Schnackenburg ab, weil nicht auszuschließen ist, dass die Frau mit ihrem Daewoo Matiz im Strom liegen könnte. Doch sie fanden nichts.

Wie berichtet, war der Polizei das Verschwinden der 55-Jährigen erst Wochen später bekannt geworden. Niemand hatte Ina K., die getrennt von ihrem Mann, aber mit ihrem Sohn zusammen gelebt haben soll, als vermisst gemeldet. Eben das verwundert die Ermittler. Sie ermitteln nach LZ-Informationen im engsten Umfeld der Frau – noch ohne Ergebnis.

Auch von Ina K.s hellblauem Daewoo Matiz fehlt bislang jede Spur. Foto: polizei
Auch von Ina K.s hellblauem Daewoo Matiz fehlt bislang jede Spur. Foto: polizei

Auffällig sei, dass Ina K. seit einem Vierteljahr kein Geld von ihrem Konto abgehoben hat, auch keinen Kontakt zu Freunden und Bekannten hatte. Anfänglich hatte es geheißen, die Frau sei nach Italien zu einer Theatergruppe gereist. Das bestätigte sich für die Polizei nicht. Sie schließt aber nicht aus, dass sich die Frau das Leben genommen oder einen Unfall gehabt haben könnte.

Zu zwei weiteren Vermissten-Fällen heißt es von der Polizei: „Kein neuer Sachstand.“ So gibt es keinen Hinweis auf den seit Ende November verschwundenen 13-jährigen Mustafa Ahmadi. Der junge Afghane war mit seinen Eltern in einer Flüchtlingsunterkunft in Dannenberg untergebracht. Möglicherweise ist der Teenager nach Schweden weitergereist. Die Familie lebt inzwischen bei Hannover.

Auch der 17-jährige Lüneburger Patrick H. bleibt unauffindbar. Er ist seit den Weihnachtstagen vermutlich untergetaucht. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht.