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Ungewohnte Kluft für die DLRG: Mit Schnittschutzhosen und Helmen machten sich am Sonnabend der stellvertretende DLRG-Vorsitzende Jörg Verges (r.) und seine Kameraden daran, das Areal freizuschneiden. Foto: kre
Ungewohnte Kluft für die DLRG: Mit Schnittschutzhosen und Helmen machten sich am Sonnabend der stellvertretende DLRG-Vorsitzende Jörg Verges (r.) und seine Kameraden daran, das Areal freizuschneiden. Foto: kre

DLRG beginnt mit den Arbeiten für den Bau der neuen Fahrzeughalle in Adendorf

kre Adendorf. Motorsägen kreischen, Bäume fallen: Die DLRG räumt auf. Mitglieder der Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck haben den Einsatzanzug der Wasserretter gegen Schnittschutzhose, Helm und Motorsäge eingetauscht, um Platz zu schaffen auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Daimlerstraße. Dort nämlich soll demnächst die Fahrzeughalle der DLRG-Ortsgruppe gebaut werden. Doch bevor die Bauarbeiter anrücken können, müssen zuvor die vielen Fichten und Tannen gefällt werden, um Platz zu schaffen für das Gebäude. Ein Fall für den stellvertretenden DLRG-Vorsitzenden Jörg Verges und seine Truppe.

15 Männer und Frauen sind es am Sonnabend Morgen, die sich zum Arbeitseinsatz eingefunden haben. Die Motorsägen werden angeworfen, kurz darauf fallen bereits die ersten Bäume. Verges muss aufpassen, das sich seine Helfer in ihrem Eifer nicht selbst gefährden. Denn während Helfer noch dabei sind, die umgelegten Bäume zu entasten, und die Stämme in handliche Stücke zu schneiden, fallen schon die nächsten Fichten und Tannen. Doch alles geht gut. „Wir wollen die Arbeiten noch vor der Brut- und Setzzeit durchführen“, erklärt der stellvertretende DLRG-Vorsitzende.

Rund 350.000 Euro soll die Fahrzeughalle kosten, die aus Sicht der Wasserretter dringend notwendig ist: Denn zurzeit sind ihre drei Fahrzeuge, ihre beiden Bootsanhänger mit Booten sowie ein herkömmlicher Anhänger über mehrere Standorte verteilt. „Unser Einsatzleitwagen etwa steht auf dem Gelände des ehemaligen Baumarktes Max Bahr, weil er außerhalb der Einatzzeiten ständig an einer Stromzufuhr angeschlossen sein muss“, erläutert Jörg Verges: „Wenn die Fahrzeughalle steht, können wir endlich unser Gerät und unser Material zentral an einem Ort unterbringen.

Die Gemeinde Adendorf mussten die DLRGler nicht von dieser Notwendigkeit überzeugen: Wie berichtet, bleibt das Grundstück zwar im Besitz der Kommune, die Gemeinde hat es aber der DLRG für eine symbolische Pacht für eine Dauer von 40 Jahren überlassen. Allerdings wäre das Grundstück für eine Wohnbebauung ohnehin nicht in Betracht gekommen, da es direkt unter einer elektischen Überlandleitung liegt. Dennoch musste die DLRG mit ihrem Bau- auch einen sogenannten Befreiungsantrag beim Landkreis stellen, „weil wir uns mit unserem Bauvorhaben trotzdem in einem allgemeinen Wohngebiet befinden, und wir die Grundflächenzahl mit unserer Halle überschreiten“, klärt Jörg Verges auf. Die Grundflächenzahl schreibt vor, wieviel Prozent der Grundstücksfläche höchstens bebaut werden darf.

Den zweiten Befreiungsantrag mussten die Wasserretter wegen der Überlandleitung stellen, die direkt über ihr künftiges Gebäude verläuft. „Würden wir hier ein Wohnhaus hinstellen wollen , wäre das nicht zulässig“, sagt der stellvertretende DLRG-Ortsgruppenvorsitzende, Ausnahmen gelten jedoch für Gebäude wie das der DLRG.

Vorgesehen ist ein Halle in Stahlbauweise, Aufenthalts- Schulungs- und Sanitärräume sind vorerst nicht vorgesehen. Das sehe das Budget nicht vor. Nur einen kleinen Bereich für Umkleideräume werde es vorerst geben.