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Im Sommer 2014 war die Brücke im Tiergarten erneuert worden. Die Bahn sah damals Probleme, dass Funkfrequenzen gestört werden könnten. Das ist jedoch nicht der Fall. Foto: t&w
Im Sommer 2014 war die Brücke im Tiergarten erneuert worden. Die Bahn sah damals Probleme, dass Funkfrequenzen gestört werden könnten. Das ist jedoch nicht der Fall. Foto: t&w

Funkversorgung: Ex-Polizist hilft Stadt zu sparen

as Lüneburg. Solche Bürger wie Jürgen Rosenberg hätte Lüneburg gerne mehr, denn durch ihn hat die Hansestadt insgesamt 160000 Euro gespart. Die Summe hätte auf die Stadt zukommen können im Zusammenhang mit dem Neubau der Brücke über die Wendlandbahn im Bereich Tiergarten. Im Bauausschuss der Stadt bedankte sich Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, bei Jürgen Rosenberg mit Blumen und einem Präsent.

Jürgen Rosenberg hat der Stadt geholfen, richtig Geld zu sparen im Zusammenhang mit der Brücke über die Wendlandbahn im Tiergarten. Foto: t&w
Jürgen Rosenberg hat der Stadt geholfen, richtig Geld zu sparen im Zusammenhang mit der Brücke über die Wendlandbahn im Tiergarten. Foto: t&w

Knapp zwei Jahre ist es her, dass die neue Brücke im Tiergarten errichtet wurde. Ein wichtiges Verbindungsstück für Radfahrer und Fußgänger, die von Deutsch Evern nach Lüneburg wollen. 2009 war die Vorgängerin wegen Baufälligkeit abgerissen worden. Uta Hese­beck erinnerte nun im Ausschuss daran, dass die Bahn im Herbst 2011 ein Funknetz entlang der Strecke errichtet und erklärt hatte, dass durch den Neubau das Funknetz gestört werden könnte. Deshalb forderte das Eisenbahn-Bundesamt, dass nach dem Bau eine Messfahrt mit einer speziellen Lok erfolgen müsse. Kosten: 30000 Euro. Sollte sich herausstellen, dass das Funknetz wirklich gestört werde, müsste ein Funkmast her, die Kosten dafür: 130000 Euro.

Jürgen Rosenberg, ehemals Erster Polizeihauptkommissar und vorrangig zuständig für die Funknetzplanung im alten Regierungsbezirk Lüneburg, hatte davon in der Zeitung gelesen. „Ich hatte erhebliche Zweifel, dass eine fünf Meter breite Brücke das Funknetz erheblich stören könnte“, sagt der ehemalige Polizeibeamte.

Er sprach Heiko Dörbaum, Vorsitzender des Bauausschusses, an, wandte sich auch an Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Ich habe für die Stadt die Unterlagen der Bahn geprüft und danach ein Gutachten erstellt, dass sich die Funkversorgung für den Zugfunkverkehr nicht verändert haben könnte“, berichtet er. So gewappnet, wandte sich die Stadt an die Bahn. Hesebeck: „Die hat dann selber eine Messfahrt durchgeführt mit dem Ergebnis, dass es keine Störung des Funknetzes gibt.“ Für ihn, so Rosenberg, sei das ein schöner persönlicher Erfolg gewesen. Den Applaus der Mitglieder des Bauausschusses kommentierte er mit den Worten: „Ich habe mich gefreut, dass ich für meine Stadt etwas tun konnte.“