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Brücken-Poker an Bleckeder Landstraße

as Lüneburg. Die Stadt hält daran fest, dass sowohl die Bahnbrücke über die Bleckeder Landstraße als auch die Bahnbrücke in Höhe der Lünertorstraße neu gebaut werden. Laut Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, sei der Zeitplan in Absprache mit der Bahn so: ab 2018 Erneuerung der Brücke an der Bleckeder Landstraße, ab 2025 die zweite Brücke. Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst hatte allerdings gegenüber der LZ erklärt: Die Brückenbauten „Bleckeder Landstraße“ und „Lünertorstraße“ seien als gemeinsames Projekt entkoppelt worden. Grund ist, dass es aus Sicht der DB Netz AG keinen technischen Bedarf für eine Erneuerung der Brücke „Lünertorstraße“ gibt und rein aus Gründen der Straßenverkehrsführung eine gemeinsame Projektierung sinnvoll erschien.

Uta Hesebeck erläuterte im Ausschuss, dass die Stadt seit Jahren in Verhandlung mit der Bahn über die Erneuerung der Brücken sei. Die sollen breiter werden, damit die Stadt den Straßenraum darunter neu gestalten kann. So soll auch eine Linksabbiegerspur von der Bleckeder Landstraße in die Bahnhofstraße entstehen, um den Verkehr zu entzerren. Eine Baugrunduntersuchung im Juli 2015 habe ergeben, dass im Bereich der Brücke Grundwasser nach oben drücke. Deshalb müsse dort ein Trog gebaut und der Kanal an die Seite verlegt werden, erklärte Hesebeck. Los gehen soll es dort 2018, geplant war ursprünglich 2015.

Klaus-Dieter Salewski (SPD) findet: „Die Lüneburger Bundestagsabgeordneten müssen sich dafür einsetzen, dass die Brücke über die Lünertorstraße möglichst gleich im Anschluss erneuert wird.“ Auch aus Sicht von Eberhard Manzke (CDU) muss alles getan werden, damit die Brückenprojekte möglichst zeitnah hintereinander umgesetzt werden. Wenn die Bahn da nicht mitspiele, müsse man gegebenenfalls selber Geld in die Hand nehmen. Wolfgang Kuhn (CDU) wollte wissen, ob die Brücke über die Bleckeder Landstraße aufgrund der Alpha-E-Variante vielleicht breiter werden muss. Oberbürgermeister Ulrich Mädge verneinte dies. Ulrich Löb (Grüne) sprach sich dafür aus, mit der Bahn ganz neue Lösungen zu finden. Seine Idee: Westbahnhof weg, alle Schienen über den Hauptbahnhof. Kopfschütteln bei Mädge: Das heiße, Abriss von Eisen-Schröder, Radspeicher und das Hineingehen ins Betriebsgelände von Lünebest, entgegnete er.