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Sebastian Köster treibt die Kühe von der Weide zurück in den Stall – und zwar in aller Seelenruhe. Das dauert, dafür geraten beim Viehtrieb weder Mensch noch Tier in Stress. Foto: t&w
Sebastian Köster treibt die Kühe von der Weide zurück in den Stall – und zwar in aller Seelenruhe. Das dauert, dafür geraten beim Viehtrieb weder Mensch noch Tier in Stress. Foto: t&w

SOS-Hof Bockum für Milchqualität ausgezeichnet +++ mit Video

Einmal im Jahr ist es soweit: Die Lüneburger Hochwald-Molkerei zeichnet ihre Lieferanten mit der besten Milch aus. Auf Platz eins schaffte es dieses Mal der SOS-Hof Bockum, genauer gesagt das Team Landwirtschaft der Einrichtung für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung. Gemeinsam kümmern sich die 15 Frauen und Männer um 20 Milchkühe – und produzieren dabei Milch in Spitzenqualität.

off Bockum. Später Nachmittag, kurz vor vier, Sebastian Köster packt Milchkuh Alma am Halsriemen. Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind steht auf dem Weidepfad und trödelt. Für den 31-Jährigen Routine. Ein kurzer Zug am Riemen, ein aufmunterndes „Los jetzt meine Gute“, dann stapft sie weiter. Und bleibt nach ein paar Schritten erneut stehen. Köster nimmt’s gelassen, marschiert hinterher und klopft ihr vorsichtig aufs Hinterteil. Kurz schaut sich die Kuh nach ihm um, dann bummelt sie weiter. Kein Schreien, kein böses Wort. „Wir mögen keinen Stress“, erklärt Köster. Ein Grund, glaubt die angehende Landwirtin und Betreuerin Verena Schubert, „warum unsere Kühe so gute Milch geben“.

Durchschnittlich 64 000 körpereigene Zellen pro Milliliter hat das Molkerei-Labor in der Milch der Bockumer Kühe gemessen. Ein Spitzenwert – und für Experten ein Zeichen: Den Tieren geht es überdurchschnittlich gut. Bei Stress, Verletzungen oder Infektionen steigt die Zellzahl, bei akuten Krankheiten wie einer Euterentzündung mitunter auf mehrere Millionen. In der Lüneburger Molkerei liegt der Grenzwert für die beste Qualitätsstufe bei 250 000 Zellen. Fast das vierfache dessen, was die Bockumer erreicht haben…

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Printausgabe der Landeszeitung.