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Unter anderem die Querungshilfen im Straßenzug Im Suren Winkel sollen durch verschiedene Maßnahmen künftig besser erkennbar sein. Foto: t&w
Unter anderem die Querungshilfen im Straßenzug Im Suren Winkel sollen durch verschiedene Maßnahmen künftig besser erkennbar sein. Foto: t&w

Bauausschuss empfiehlt Maßnahmen für Adendorfer Straßenzug Im Suren Winkel

pet Adendorf. Wohl keine andere Straße in Adendorf ist in den letzten Monaten so oft untersucht und besichtigt worden, so oft im Gespräch gewesen wie der Straßenzug Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Verkehr und Grünflächen einigten sich die Ratspolitiker auf Empfehlungen, die den Verkehr dort verlangsamen und sicherer machen sollen.

Schon im vergangenen Mai hatte die Gruppe CDU/Jacobi im Rat einen Antrag auf Maßnahmen gestellt. Im vergangenen Dezember fand ein Ortstermin in der Straße statt, an dem unter anderem Bürgermeister Thomas Maack, Bauausschussmitglieder, Verwaltung und der Landkreis teilnahmen.

Einigen konnten sich die Ratsmitglieder jetzt in der Bauausschusssitzung unter anderem auf die von der Gruppe CDU/Jacobi beantragte unterbrochene Linie in der S-Kurve Grüner Weg/Lindenweg und Fahrbahnbegrenzungen in Form von Markierungsnägeln hinter der Querungshilfe im Lindenweg. Während Gruppe CDU/Jacobi und Grüne auch eine Tempo-30-Zone auf Höhe Sandweg durchsetzen wollten, lehnte die SPD-Mehrheit dies ab.

Weitere von der Verwaltung vorgeschlagene Maßnahmen wurden beschlossen, so die Anbringung von Sperrflächen im Bereich der Querungshilfen, neue Richtungstafeln im Bereich der S-Kurve in Richtung Minikreisel sowie neue und dann besser erkennbare Schilder auf den Querungshilfen.

Die Diskussion über den Straßenzug Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg war vor zwei Jahren wieder in Gang gekommen, als die Verwaltung ihre Pläne für die komplette Sanierung des Straßenzugs vorgestellt hatte — Kosten: 1,3 Millionen Euro. Wann die Sanierung verwirklicht werden kann, ist offen. Schon am 23. Juni 2011 hatte der Rat beschlossen, den südlichen Abschnitt des Straßenzugs auszubauen.

Vor eineinhalb Jahren hatte sich die „Initiative zur Verkehrsberuhigung Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg“ gegründet. Deren Forderungen gehen weiter als die jetzt empfohlenen Maßnahmen, beinhalten unter anderem Tempo 30 für den Straßenzug, die Umleitung des Durchgangsverkehrs, etwa über Artlenburger Landstraße und Kreisstraße 30, und eine Rechts-vor-Links-Regelung.

Gewöhnungseffekt in Erbstorf?
Wie der Straßenzug Im Suren Winkel ist die Ortsdurchfahrt Erbstorf im Zuge der Erbstorfer Landstraße seit langem im Blick von Politik und Verwaltung. Im Dezember 2013 wurden an den Ortseingängen Gatter installiert, dazu wird Fahrern in beiden Richtungen ihr Tempo angezeigt.

Dazu hatte die Verwaltung in den vergangenen Jahren mehrere Tempomessungen vorgenommen. Bei einer ersten Messung wurde festgestellt, dass sich die „V85“, das ist die Geschwindigkeit, an die sich 85 Prozent der Fahrer halten, von Dezember 2013 bis Februar 2014 in beiden Fahrrichtungen um 3 km/h verringerte (von 61 auf 58 bzw. 59 auf 56 km/h). Eine zweite Messung im Oktober 2014 ergab keine Veränderung.

Eine dritte Messung im Dezember 2015 brachte eine Zunahme von 1 km/h (auf 59 bzw. 57 km/h). Möglicherweise sei bei den Autofahrern ein „Gewöhnungseffekt“ eingetreten, mutmaßte Bürgermeister Thomas Maack. Um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen, wird über eine Bepflanzung an den Ortseingängen nachgedacht.