Dienstag , 27. September 2016
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Die vorbereitenden Erdarbeiten für den Bau der Sporthalle neben dem Maßregelvollzug sind angelaufen. Foto: be
Die vorbereitenden Erdarbeiten für den Bau der Sporthalle neben dem Maßregelvollzug sind angelaufen. Foto: be

Sporthalle für psychisch kranke Straftäter

as Lüneburg. Bagger rollen auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL), die Erdarbeiten für die geplante Sporthalle direkt neben dem Maßregelvollzug laufen. Ende März/Anfang April beginnen die Arbeiten für das Fundament der Halle.

Wie berichtet, ist seit 1999 auf dem Gelände der Klinik Am Wienebütteler Weg die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie angesiedelt. Untergebracht sind hier zu zwei Dritteln psychisch Kranke, die eine Straftat begangen haben und bei denen festgestellt wurde, dass sie für die Zukunft gefährlich sind. Ziel ist es, durch Behandlung die Gefährlichkeit zu reduzieren, wie Chefarzt und Vollzugsleiter Jürgen Schmitz erläutert. Die Gebäude sind gesichert und werden ähnlich wie bei einer Justizvollzugsanstalt überwacht. Da die Patienten jeden Tag nur eine Stunde die Möglichkeit haben, sich im Hofgarten zu bewegen, bestand seit längerem seitens der Klinik-leitung der Wunsch, dass eine Sporthalle gebaut wird.

Nachdem nun die Baugenehmigung vorliegt, kann es losgehen. Die Sporthalle ist so konzipiert, dass sie nicht nur von den Patienten des Maßregelvollzugs genutzt werden kann, sondern auch von allen anderen Patienten der PKL. Deshalb bekommt sie zwei Zugänge sowie zwei Sanitärbereiche, die durch eine Sicherheitstür getrennt sind. Das Gebäude wird ausbruchsicher gebaut inklusive einer entsprechenden Verglasung. Angekündigt worden war, dass auch Vereine, die sich jetzt schon im Gesellschaftshaus der Psychiatrischen Klinik zum Sport treffen, die Halle eventuell auch nutzen können.

Das Projekt wird rund 2,3 Millionen Euro kosten, einen Großteil davon übernimmt das Land.