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Ende September begann die Arbeit, mehr als 20 Zeichnungen waren bis zur Umsetzung notwendig. Jetzt nahm Polizeihauptkommissar Uwe Schröder die selbst gebaute Halterung von den BBS-Schülern entgegen. Foto: t&w
Ende September begann die Arbeit, mehr als 20 Zeichnungen waren bis zur Umsetzung notwendig. Jetzt nahm Polizeihauptkommissar Uwe Schröder die selbst gebaute Halterung von den BBS-Schülern entgegen. Foto: t&w

Codieren leicht gemacht

emi Lüneburg. Weit mehr als 100 Fahrräder graviert die Lüneburger Polizei bei ihren Codier-Aktionen und ein E-Bike kann schon einmal 25 Kilogramm wiegen. „Wenn man den ganzen Tag Räder per Hand umdreht, weiß man am Abend, was man getan hat“, sagt Polizeihauptkommissar Uwe Schröder, Verkehrssicherheitsberater der Polizeidirektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen und Mitglied des Präventionsteams. Doch es gibt Rettung für die belasteten Polizei-Rücken: Metallbauer der Berufsschulklasse MMT2, Fachstufe 1, an den Berufsbildenden Schulen II in Lüneburg haben eine Fahrradhalterung zu Codierungszwecken gebaut. Jetzt haben die Schüler die neue Vorrichtung in der Georg-Sonnin-Schule an Schröder und seine Kollegen übergeben.

Und so funktioniert das zerlegbare Gerät aus Quadratrohr, Rundrohr und Flacheisen: Das Fahrrad wird auf Halterungen aus gekantetem Blech gestellt. Dann wird es inklusive Gestell mithilfe eines Hebels nach oben gekippt und in der gewünschten Position durch einen Sicherungsbolzen fixiert. So kann die Polizei ganz einfach und rückenschonend den Code am Fahrrad-Rahmen anbringen.

Das Unterrichtsprojekt war über Fachtheorielehrer Rudi Götzenberger zustande gekommen. Er hatte bei einer Codierung in Barendorf die alte Halterung entdeckt, Verbesserungsvorschläge gemacht und seine Hilfe angeboten. „Das passte gut zu den inhaltlichen Umfängen der Klasse“, erklärt er. Für die jungen Metallbauer war das Vorhaben eine Herausforderung: „Normalerweise bekommen sie einen Plan, hier mussten sie ihn selbst erstellen.“ Ende September machten sich die Schüler erstmals an die Arbeit. Mehr als 20 Zeichnungen waren bis zur Umsetzung notwendig.

Der 20-jährige Projektleiter Tarik Wrobel erklärt, was im Vergleich zum Vorgängermodell verbessert wurde: „Der Haltemechanismus rastet jetzt automatisch ein, früher sind Kinderfahrräder immer durch das Gestell gefallen, jetzt wird das durch einen Zwischenholm verhindert, außerdem haben wir den Drehpunkt verbessert und den Ständer optimiert.“

Polizeihauptkommissar Uwe Schröder war begeistert: „Besser kann man es nicht machen“, lobte er die Schüler und versprach: „Eine Belohnung folgt.“

Unterstützt haben den Bau: Arwid Schmidt (Reppenstedt), WE-MA Werkzeug- und Maschinenbau GmbH, Schlüschen-Metallbau, H&H GmbH Schalldämpfer, TEC Hünert GmbH (alle Lüneburg). Das Verzinken hat die Firma Joswig GmbH, Metallbau, aus Adendorf gesponsert.