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Lüneburger Arbeitsmarkt zeigt Dynamik + + + Mit Arbeitsmarktbericht

rast Lüneburg. Der erste Blick täuscht. Zwar sank die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen in Stadt und Landkreis Lüneburg von Ende Januar bis Ende Februar nur um 0,1 auf 6,1 Prozent, mit 5776 Betroffenen hat sich die Arbeitslosenzahl um 49 Frauen und Männer verringert. Im Februar 2015 lag die Quote noch bei 6,4 Prozent. „Das Szenario ist typisch für die Wintermonate, dennoch bewegt sich auf dem Arbeitsmarkt einiges“, erläutert Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen: „Der Zugang und der Abgang, die sogenannten Bewegungszahlen, spiegeln die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt wieder.“ Allein im Februar meldeten sich 1430 Personen neu oder erneut erwerbslos, 123 mehr als im Februar 2015. Gleichzeitig beendeten 1464 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit, 62 mehr als vor einem Jahr.

Seit Jahresbeginn gab es 3082 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 62 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 2580 Abmeldungen, ein Plus von 52 Betroffenen. Bernd Passier sieht in den Zahlen „die Folge einer anhaltend robusten Kräftenachfrage“: Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 28 Stellen auf 1398 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 38 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Februar 499 neue Arbeitsstellen, 46 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 755 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 72 Stellen.

Auch wenn die Arbeitslosigkeit insgesamt sank, nahm die Arbeitslosigkeit in der Personengruppe der Jüngeren unter 25 Jahre zu. Im Januar waren 507 Leute in dieser Altersgruppe ohne Arbeit, ein Zuwachs gegenüber Januar um 36 Personen, das sind allerdings nur vier Jugendliche weniger als im Februar des Vorjahres. Einerseits meldeten sich Jugendliche nach dem Ende ihrer Ausbildung arbeitslos, andererseits sind Jugendliche, die keine Ausbildung beendet haben, ohne Beschäftigung. Dazu sagt der Lüneburger Agentur-Chef: „Junge Fachkräfte, die über eine Ausbildung verfügen, finden in der Regel zügig eine neue Arbeitsstelle. An diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer keine Ausbildung begonnen und abgeschlossen haben, appelliere ich, unsere Beratung zu nutzen und erneut zu starten. Die abgeschlossene Ausbildung ist und bleibt das unverzichtbare Eintrittsbillett in den Arbeitsmarkt.“

>>>Arbeitsmarktreport Februar 2016