Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Bei der CDU wird Dr. Bernd Althusmann derzeit wieder hoch gehandelt. Er selbst möchte sich an den Spekulationen nicht beteiligen. Foto: A/t&w
Bei der CDU wird Dr. Bernd Althusmann derzeit wieder hoch gehandelt. Er selbst möchte sich an den Spekulationen nicht beteiligen. Foto: A/t&w

Weit weg und doch präsent – Spekulationen um Dr. Bernd Althusmann

as Lüneburg. Die niedersächsische CDU will zwar erst im Herbst ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl Anfang 2018 bekannt geben, aber schon jetzt wird ein Name heiß gehandelt: Dr. Bernd Althusmann. Der ehemalige Lüneburger Landtagsabgeordnete und Ex-Kultusminister lebt derzeit mit seiner Familie in Windhoek, wo er das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) leitet. Dort erreichen ihn in letzter Zeit jede Menge Anfragen von Journalisten zu einem möglichen politischen Comeback in Niedersachsen.

„Ich möchte zu solchen Gerüchten keine Kommentare abgeben“, sagt Althusmann auf LZ-Anfrage. So habe er sich auch schon gegenüber anderen Journalisten geäußert. „Zwar fühle ich mich meiner Heimatstadt Lüneburg natürlich besonders verbunden, aber auch Ihnen gegenüber würde ich lediglich sagen können, dass ich derartige Spekulationen weder bestätigen noch dementieren möchte und diese Fragen sich derzeit nicht stellen. Ich arbeite seit zweieinhalb Jahren für die KAS in Namibia und Angola und fühle mich sehr wohl. Wer Spitzenkandidat der CDU Niedersachsen wird, ist völlig offen und wird nach der Kommunalwahl 2016 entschieden. Ich bitte um Verständnis.“

Der 48-jährige diplomierte Pädagoge und Betriebswirt war von April 2010 bis Februar 2013 Kultusminister in Niedersachsen. Bei der Landtagswahl im Januar 2013 verlor Althusmann seinen Lüneburger Direktwahlkreis und verpasste den Einzug ins Parlament. Als Nummer 2 auf der Nachrückerliste standen seine Chancen auf eine Rückkehr nicht schlecht, aber er entschied sich, für die Konrad-Adenauer-Stiftung Ende 2013 nach Namibia zu gehen. Auf zwei Jahre sei der neue Job zunächst befristet, ließ Althusmann verlauten. Gegenüber der LZ erklärte er damals aber auch: Er wolle alles dafür tun, dass die CDU im Jahr 2017 wieder eine „echte Regierungsoption“ bekomme. Inzwischen wurde die Landtagswahl auf Anfang 2018 terminiert.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung spekulierte am Montag, für Althusmann müsse die CDU einen Wahlkreis finden, bei dem er gute bis sehr sichere Chancen habe, ihn direkt zu gewinnen. Spekuliert wurde, dass dies unter anderem Hildesheim oder Springe sein könnten.

2 Kommentare

  1. Ich glaube er ist schon wieder präsenter in Lüneburg als man denkt. Denn wenn ich mich nicht total versehen habe parkte sein Wagen mit einer Sondergenehmigung auf dem Armaturenbrett (Die Genehmigung auf gelbem und nicht grünem Karton wie für Anwohner) Heute am Marktplatz.

    Wie sagte einst unser ehemaliger Verteidigungsminister Peter Struck aus Uelzen: Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Herr Althusmann mag vielleicht denken die KAS ist auch in Lüneburg und meine (politische) Zukunft mindestens ebenso. Aber eigentlich eher in Hannover. Dafür ist Lüneburg jedoch ein guter Ausgangspunkt. Klingt doch logisch und ich kann es in dem „Geschäft“ gut nachvollziehen. Und unter uns… Hat nicht jeder in der Ferne manchmal auch Heimweh?

  2. Sehr einseitig geschrieben. Man darf nicht vergessen, dass der Doktor lediglich mit dem Prädikat „Rite“ absolviert wurde. Und Frau Doktor Merkel wird in diesem Blatt zum Beispiel nie mit ihrem verdienten Titel geschrieben.
    Weiter hat Herr Althusmann einen seiner beiden hier angeführten Diplome bei der Bundeswehr „erworben“. Es ist schon sehr fragwürdig, warum diese Blatt so duckmäuserisch diesem durchaus unverdienten Menschen gegenüber auftritt…