Donnerstag , 8. Dezember 2016
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"Schüler experimentieren" und "Jugend forscht": Antje Burckhardt (v.l.), Larissa Bergmann, Gesa Pelloth, Lucas Lüttchens, Sarina Walter, Beke Katharina Eichert und Wiebke Weidner haben sich in der Region beim Wettbewerb Jugend forscht durchgesetzt. Die Erstplatzierten wurden in der Leuphana Universität geehrt. Foto: be
"Schüler experimentieren" und "Jugend forscht": Antje Burckhardt (v.l.), Larissa Bergmann, Gesa Pelloth, Lucas Lüttchens, Sarina Walter, Beke Katharina Eichert und Wiebke Weidner haben sich in der Region beim Wettbewerb Jugend forscht durchgesetzt. Die Erstplatzierten wurden in der Leuphana Universität geehrt. Foto: be

Gewinner bei „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“

ap Lüneburg. Lucas Lüttchens vom Gymnasium Oedeme war nicht nur der erste, der von Wettbewerbsleiterin Dr. Andrea Schroedter aufgerufen wurde, er ergatterte auch noch den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt. Mit biologisch abbaubarem Klebeband, das der 13-Jährige über drei Jahre entwickelt hat, überzeugte er die Jury beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“. Knapp 100 Schüler stellten 56 Projekte vor. Die Lüneburger Schulen konnten vier erste Plätze einheimsen, die Projektteams qualifizierten sich für den Landeswettbewerb.

Sarina Walter und Wiebke Weidner räumten im Bereich Biologie ab, die Schülerinnen des Gymnasiums Lüneburger Heide holten den ersten Platz, indem sie Kosmetikprodukte auf antibakterielle Wirkungen testeten. Überrascht wirkten die beiden 14-Jährigen nicht, sie gaben sich nach der Siegerehrung selbstbewusst: „Wir haben schon ein bisschen damit gerechnet.“ Umso überraschter wirkte Beke Katharina Eichert, die aufs Siegertreppchen kam und zugleich noch einen Sonderpreis, ein einjähriges Abonnement für die Zeitschrift „Natur“, erhielt. Die 16-Jährige hat in ihrem Biologie-Projekt die Auswirkungen von Düngemittel auf die Böden bestimmt und mit „äußerst schlüssigen“ Begründungen die Jury überzeugt.

Mit ihrem Projekt „ul­traschneller Teilchenregen“ ergatterten außerdem noch Antje Burckhardt, Larissa Bergmann und Gesa Pelloth vom Johanneum einen ersten Platz. Sie hatten in Physik mit sieben anderen Gruppen die größte Konkurrenz. Die Schülerinnen entwickelten ein theoretisch-mathematisches Modell, um die Geschwindigkeit von Myonen zu messen. Diese sind Elektronen sehr ähnlich und können sich fast in Lichtgeschwindigkeit bewegen. „Wir haben nicht damit gerechnet. Wir waren wirklich beeindruckt von den anderen Projekten“, sagt die 18-jährige Antje, die die Empfehlungen der Jury gern annimmt. „Sie haben gesehen, dass unser Projekt sehr anspruchsvoll ist, das freut uns.“ Es seien vor allem Flüchtigkeitsfehler, die es nun zu verbessern gelte und für dessen Bereinigung die Mädchen nun drei Tage Zeit haben. „Dann müssen wir unsere Arbeit abgeben, in zwei Wochen startet der Landeswettbewerb in Claus-thal-Zellerfeld“, verrät Larissa.

Einmal mehr besonders geehrt wurde das stark vertretene Johanneum, das den „Jugend forscht-Schulpreis“ erhielt. Dirk Ebbecke, Patenbeauftragter der Firma Werum IT Solutions GmbH, überreichte eine Plakette und einen Scheck über 1000 Euro. „Das Johanneum unterstützt seit Jahren naturwissenschaftliche Talente“, sagte Ebbecke. Werum betreut und organisiert die Lüneburger Regionalwettbewerbe seit 2005. „Ihr seid die Zukunft, wir freuen uns, Euch fördern zu dürfen.“Auch Bürgermeister Eduard Kolle zeigte sich beeindruckt vom „Erfindergeist“ der jungen Forscher. „Die Stadt Lüneburg geht davon aus, dass wir beim Landeswettbewerb die vordersten Plätze abräumen“, sagte Kolle mit einem Augenzwinkern.

Lucas, Sarina und Wiebke fahren schon am Donnerstag, 10. März, nach Oldenburg, um sich niedersachsenweit gegen die Konkurrenz bei „Schüler experimentieren“, der Sparte für die jüngeren Teilnehmer, durchzusetzen. Für Beke, Antje, Larissa und Gesa fällt erst am Montag, 14. März, der Startschuss. Sie verbringen drei Tage in Clausthal-Zellerfeld, um dort die Jury von ihren Projekten zu überzeugen. Für die vier Schülerinnen kann es danach sogar noch weitergehen: Die besten Teilnehmer qualifizieren sich für das Bundesfinale, das vom 26. bis 29. Mai in Paderborn stattfindet.

Podestplätze weiterer Lüneburger Projekte

Jona Lotta Hoek (Wilhelm-Raabe-Schule): 2. Platz
Malte Arians, Tobias Wiebus (Gymnasium Oedeme): 2. Platz
Olaf Burckhardt (Johanneum): 2. Platz und Sonderpreis für erneuerbare Energien
Henry Johann Heigel, Lina Meret Ennen (Gymnasium Lüneburger Heide): 3. Platz
Bennet Meyer, Lennart Wolken (Gym. Oedeme): 3. Platz
Nina Rothenberg, Thies Hämmerling (Johanneum), 3. Platz
Kea Lohse, Lisaweta Swantusch, Anna Dora Schalow (Johanneum): 3. Platz
Marlene Preuß (Johanneum): 2. Platz
Tim Schickerling, Hanno von Stern (Johanneum): 3. Platz
Daniela Pietsch, Senanur Apuhan (Johanneum): 3. Platz
Christopher Friedrich (Johanneum): 3. Platz

 

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