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Eine Grape und ihre Ausarbeitungen für den historischen Stadtrundgang überreicht die Klasse 6L1 des Johanneums an Museumsleiterin Dr. Heike Düselder. Foto: t&w
Eine Grape und ihre Ausarbeitungen für den historischen Stadtrundgang überreicht die Klasse 6L1 des Johanneums an Museumsleiterin Dr. Heike Düselder. Foto: t&w

Sechstklässler des Johanneums laden zu historischem Stadtrundgang ein

us Lüneburg. Brodbänke? Reitende Diener? Grapengießer? Gehört haben die meisten Lüneburger diese Worte schon mal, die dazugehörigen Straßen kennt fast jeder. Doch was sich genau hinter diesen Begriffen verbirgt, wissen oft nur wenige. Die Klasse 6L1 des Johanneums wollte es herausfinden und hat einen Streifzug durch Lüneburgs Innenstadt gemacht. Herausgekommen ist ein kleiner Stadtführer — und noch ein bisschen mehr.

„Wir haben viel über die Namen herausgefunden. Und dann wollten wir, dass es auch andere Schüler wissen“, beschreibt Lars das Projekt, mit dem seine Klasse im Dezember auf Entdeckungsreise durch Lüneburg gegangen ist. Acht Straßen hatten sie sich gezielt dafür vorgenommen, bekannte Straßen, aber auch solche, die vor allem wegen ihres Namens die Aufmerksamkeit der Schüler weckten.

„Zuerst wusste keiner von uns, warum die Straße Schlägertwiete heißt. Jedenfalls wird man dort nicht verprügelt, so viel steht fest“, erklärt Simon, auch er Schüler der 6L1. Mehr will er nicht verraten, denn die Klasse hat sich nicht nur beim Stadtrundgang schlau gemacht, sie hat ihr Wissen obendrein in einer „Stadtrallye“ verarbeitet. Anhand einer von der Klasse angefertigten Mappe müssen dabei die acht Straßen angelaufen werden, zu jeder gibt es eine ausführliche Erläuterung über den Ursprung ihres Namens mit einem kleinen geschichtlichen Rückblick und passenden, von den Schülern selbst angefertigten Illustrationen.

Wie bei solchen „Stadtrallyes“ üblich, ist an jeder Station auch eine Aufgabe zu lösen. Mit einer weiteren „Museumsaufgabe“ werden die Rallye-Teilnehmer dann ins Museum geführt, das ebenfalls in das Projekt eingebunden ist. Dort hatte sich die Klasse zuvor ausführlich umgeschaut und die notwendigen Informationen für die einzelnen Aufgaben zusammengetragen.

„Die Schüler haben auf diese Weise die Möglichkeit, die Lüneburger Stadtgeschichte selbstständig zu erkunden und kennenzulernen“, sagt Eberhard Borrmann, der als Geschichtslehrer das Projekt mit der Klasse auf die Beine gestellt hat.

Dr. Heike Düselder war von der Zusammenarbeit mit den Schülern begeistert: „Wir freuen uns immer, wenn Schulklassen mit ihren Projektideen zu uns kommen.“ So erfahre das Museum auch, wie sich Kinder und Jugendliche ihren Museumsbesuch vorstellen.

Schulklassen, die sich ebenfalls auf die Suche begeben und die Stadtrallye durchführen wollen, können sich an das Museum Lüneburg oder direkt ans Johanneum wenden und dort die Unterlagen anfordern.