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Dunkel hervorgehoben ist der Bereich des ersten Abschnitts der A39, der möglicherweise sechspurig geplant wird. Grafik: hm
Dunkel hervorgehoben ist der Bereich des ersten Abschnitts der A39, der möglicherweise sechspurig geplant wird. Grafik: hm

Verkehrsclub Deutschland: Alpha drängt Güter auf die Straße

lz Hannover/Lüneburg. Der erste Bauabschnitt der A 39 durch Lüneburg soll nun von Anfang an sechsspurig gebaut werden. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr begründet den Vorstoß mit einer neuen Prognose für das Jahr 2030. „Danach steigt der Verkehr von 2025 auf 2030 in einem Maß, das einen sechsstreifigen Querschnitt aus Sicht der Planer knapp rechtfertigen lässt. Interessant ist, dass die Zunahme ziemlich genau der Anzahl Lkw entspricht, die notwendig sind, um die Güter zu transportieren, die aufgrund der unzureichenden Kapazität des Alphas nicht auf der Schiene abgefahren werden können“, erklärt Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Niedersachsen in einer Pressemitteilung. Die aufwändigen Planungen führen zudem zu einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit der A 39. Nach Überzeugung des VCD ist mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von unter 1 zu rechnen.

Nach Aussage der Straßenplaner steigt der Verkehr von 42.800 Kraftfahrzeugen pro Tag in 2010 ohne A 39 auf 61.300 in 2025 mit A 39. Bei diesem Anstieg um gut 43 Prozent geht es größtenteils um verlagerten Verkehr, der erst durch die angenommene Existenz einer A 39 von anderen Straßen, insbesondere der A 7, auf die neue Autobahn und in die Region verlagert würde. Diese Einschätzung teilte auch Niedersachsens Ministerpräsident Weil im Februar im Interview mit der Landeszeitung. Neu ist nun die Prognose für 2030 wonach weitere 3.800 Fahrzeuge täglich hinzukommen sollen. Der Eisenbahnexperte Dr. Rudolf Breimeier hat in seiner jüngsten Arbeit errechnet, dass auf einer dreigleisig ausgebauten Bahnstrecke Hamburg – Uelzen im Jahre 2030 nur die Hälfte der zusätzlich erwarteten Züge überhaupt Platz fänden. Etwa 100 Güterzüge täglich würden auf dem unzureichenden Eisenbahnnetz gar nicht fahren können, die Güter müssten auf der Straße transportiert werden. Das sind umgerechnet etwa 3.900 zusätzlichen Lkw-Langstreckenfahrten täglich. „Das entspricht ziemlich genau der prognostizierten Verkehrszunahme auf der A 39, die zu einem sechsspurigen Bau führen soll. Die Nebenwirkungen sind bekannt: Mehr Lärm, Unfallrisiken, Erschütterungen und Gesundheitsgefährdung durch schlechtere Luftqualität, die auch der von Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge geforderte längere Deckel im Bereich Moorfeld nicht verbessert“, so Friedrichs.

Die Planungsbehörde wird einen Zusammenhang beider Zahlen mit Sicherheit in Abrede stellen und als reinen Zufall proklamieren. Anders herum müssten die Bewohner des Lüneburger Stadtteils Moorfeld aber ein großes Interesse an einer zielführenden Schienenlösung haben, die diese 3.900 Lkw täglich nicht durch ihren belasteten Stadtteil rollen ließe. Ganz unabhängig von einem Bau der A 39 oder einem ebenfalls zu prüfenden Ausbau der Bundesstraße 4 könnte die ganze Region von einer neuen umweltverträglichen Eisenbahntrasse, beispielsweise entlang der A 7, massiv profitieren. Nicht nur Anwohner entlang der bestehenden Straßen und der Bahnstrecken würden entlastet, auch der Individualverkehr hätte weniger Risiken durch „Überholdruck“ und Lkw-Verkehr zu befürchten.

Der sechsspurige Bau der A 39 wird sich nach Auffassung des VCD negativ auf die Wirtschaftlichkeit dieser Autobahn auswirken. Lag das erste offiziell angegebene Nutzen-Kosten-Verhältnis „NKV“ der A 39 im Jahr 2006 noch bei attraktiven 3,4 und damit über der für den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans wichtigen Marke von 3, so wurde es schon 2008 mit nur noch 2,78 angegeben. Seitdem müsste der Vordringliche Bedarf eigentlich der Vergangenheit angehören. Das offizielle NKV sank aber weiter auf nur noch 2,5 Ende 2009 und 1,9 Mitte 2012. Damit wurde der lange zuvor von den Bürgerinitiativen errechnete Wert von nur 1,87 bestätigt. Tatsächlich zeichnet sich beim Niedergang der Wirtschaftlichkeit der A 39 ein ganz linearer Trend ab, der es erlaubt, auch den Zeitpunkt der voraussichtlichen volkswirtschaftlichen Unwirtschaftlichkeit zu ermitteln. Bei nach wie vor steigenden Kosten für die A 39 und nicht proportional steigendem Nutzen müsste die Marke der Unwirtschaftlichkeit von 1 am 5. März 2016 erreicht sein. Dafür spricht, dass die Baukosten durch die Einführung des Mindestlohns weiter steigen und nun im ersten Bauabschnitt in Lüneburg einer sehr gut ausgelasteten und wirtschaftlichen vierspurigen Variante ein nur knapp sinnvoller sechsspuriger Ausbau entgegen gestellt wird. Hinzukommen weitere Kosten für den geforderten längeren Deckel, mehr Lärmschutz und verteuerten Grunderwerb allgemein, um nur einige Faktoren zu nennen.

„Sollte nun Anfang April bei der Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans für die A 39 noch immer ein NKV von 1,9 oder gar der Vordringliche Bedarf angegeben werden, müsste uns eine gravierende gesellschaftliche Entwicklung entgangen sein. Sollte sich die Wirtschaftlichkeit der A 39 aber weiter negativ entwickeln, dann erwarten wir seitens Landes- und Bundesregierung endlich konsequentes Handeln zugunsten anderer Verkehrsprojekte, insbesondere für den Ausbau eines umweltfreundlichen und leistungsfähigen Schienennetzes. Gerade angesichts der Pariser Beschlüsse und der Mahnung von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, endlich auch in Niedersachsen mehr für den Klimaschutz zu tun, ist ein Umsteuern in der Verkehrspolitik unabdingbar. Der doppelte Energiebedarf und mindestens vierfache CO2-Ausstoß des Lkw gegenüber der Schiene müssten für ein verantwortungsvolles Handeln Anreiz genug sein. Der Verkehrssektor wächst beim Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase gerade in Deutschland noch immer viel zu stark mit einem hohen Anteil an Lkw-Verkehr als Verursacher. Dem muss ein Ende gesetzt werden“, so Friedrichs abschließend.

28 Kommentare

  1. Soll eine neue Autobahn gebaut werden formieren sich Gegner, organisieren Widerstand und bilden Bürgerinitiativen. Will die Bahn neue Gleise verlegen passiert dasselbe. Nichts wird akzeptiert. Und Spätestens dann kommen „Experten“ und berechnen die Unwirtschaftlichkeit der geplanten Objekte. Befürworter kommen dagegen mit Untersuchungsergebnissen, die das Gegenteil belegen. Das übliche Spiel. So vergeht Zeit. Jahre, manchmal Jahrzehnte bis ein Vorhaben starten kann. Und in dieser Zeit steigen und steigen die Kosten. Nicht nur durch Preissteigerungen, sondern durch immer wieder neue Planungskosten und hinzu kommende Bauausführungen als Zugeständnisse an die Kritiker.

    Und was passiert in dieser Zeit noch? Der Waren- und der Personenverkehr nimmt stetig zu. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Blechkarawanen auf der B4 von Lüneburg nach Maschen und zurück. Wenn ich heute das Verkehrsaufkommen auf der A39 hin und wieder beobachte versuche ich mir immer wieder vorzustellen wie das auf der B4 Heute aussehen würde wenn es die A39 nicht geben würde. Ein einziges Chaos. Kein vor und kein zurück.

    Die weitere Zunahme des Personen- und Warenverkehrs auf den Straßen wird kaum auf zu halten sein. Und hier liegt das Problem. Die Bahn kann nicht alle Waren direkt zu Supermärkten, Baumärkten, Einzelhandelsgeschäften und zum Endverbraucher bringen. Ein Bindeglied über die Straße bleibt unverzichtbar. Wir leben in einer sehr schnell lebigen Zeit. Das wird sich auch (leider) bis an die Belastungsgrenzen eines Menschen noch verstärken. Ein Transport auf der Schiene ist nur für bestimmte Güter wirtschaftlich und von der Transportzeit her akzeptabel. Das gilt besonders wenn viele unterschiedliche Güter an unterschiedlichen Zielorten ab zu liefern sind.

    Es gäbe noch viel mehr dazu zusagen. Es geht mir nur darum, dass Gegner von Autobahnprojekten mit Verweis auf den Schienenverkehr nicht den falschen Eindruck vermitteln sollten, dass damit die Probleme gelöst werden könnten. Jeder wird trotzdem für sich entscheiden wie er seine Waren transportieren lässt und der private Personenverkehr fällt ohnehin aus diesem Raster. Aber man kann ja gerne die B4 ausbauen lassen und dann mal schau’n wie es in 10, 15 oder 20 Jahren auf der B4 aussieht. Vielleicht gibt es manche Orte dann nicht mehr weil die Einwohner vor dem Verkehrsaufkommen geflohen sind.

    • Aber, Otto, alle erzählen doch immerzu, die digitale Welt sei unsere unmittelbare Zukunft: das Internet der Dinge, Industrie 4.0, Wearables mit unterschiedlichen Sensoren direkt unter der Haut, superschnelle Datenautobahnen, Prime-Air-Liefer- und Transportdrohnen, 3D-Drucker, WLAN-gesteuertes Net Zero Energy-Heating, Videokonferenzen, Smart Cyber-Workplaces, home office, Telepräsenz, De-Materialisierung der Werkbänke, instant virtual vacation and travelling, etc.

      Wozu da noch der gesundheit- und umweltzerstörende und in vielen weiteren Hinsichten wahnsinnig teure Aus- oder Neubau von landgebundenen Verkehrsbauwerken, die als Grundlage für ökonomisch und ökologisch unrentable Fahrzeuge vorwiegend dem Transport von deren Nutzlasten von einem Ort zum anderen dienen?

      • Emil
        sie sollten otto verzeihen. es sind nicht alle auf dem neuesten stand. man kann es bei der ihk erkennen.

      • Hallo Emil, einige der von Ihnen genannten Techniken sind bereits im Einsatz und werden zunehmend Einfluss insbesondere im Produktionsbereich gewinnen. Sie werden den Produktionsbereich wahrscheinlich – voraussichtlich leider zu Lasten von Arbeitsplätzen – erheblich verändern. Ich denke hier vor allem an 3D-Drucker. Diese Technik ist schon beeindruckend.
        Sie nennen aber auch Techniken die teils schon nahezu alltäglich sind und andere die noch Zukunft haben. Ein paar von ihren Beipielen/Visionen kann ich mir jedoch nicht real vorstellen.

        Woran ich aber fest glaube sind zwei Punkte. Es wird irgendwann auch im Fahrzeugbau einen revolutionären Durchbruch geben, der Ihre negativ Argumente gegen Strassenverkehr völlig entkräften werden. Die Zeit ist nur noch nicht gekommen. Das ist ein Punkt. Und der zweite ist, dass sich auch durch moderne Techniken für Kommunikation und Produktionsprozesse und völlig neue Antriebsformen für Kraftfahrzeuge dennoch das Fahrzeugaufkommen nicht verringern, sondern wie bisher weiter wachsen wird. Das eine bedingt also nicht zwangsläufig das andere.

  2. Dr. Randolf von Estorff

    Der VCD kritisiert immer gerne, hat aber keine vernünftigen Alternativen parat. Wenn es nach ihm ginge, würde nicht die Alpha-E Trasse umgesetzt, sondern die Breimeier-Linie. Das ist u.a. die stillgelegte Strecke Buchholz-Lüneburg. Der Güterverkehr würde nach Vorstellung des ACD also quer durch die nord-östlich an Lüneburg angrenzenden Ortschaften laufen. Dank der vielgeschmähten Dialogforums wurde dieser Unsinn verhindert!

    • hc macht den gleichen fehler , wie viele. er setzt auf das vorhandene. ob es überholt ist, scheint dabei egal zu sein. verkehrsvermeidung kann nur weiterhelfen und nicht dem wahnsinn alle schleusen öffnen.

    • Der VCD steht gemeinsam mit Stadt und Landkreis Lüneburg, Hamburg, verschiedenen weiteren Verbänden, Gemeinden und Bürgerinitiativen hinter der Forderung, eine weitere Eisenbahntrasse in einem Korridor mit der A7 fair und zeitnah zu prüfen und zu planen. Das ist aus unserer Sicht eine sehr vernünftige und konkrete Alternative. Außerdem stellen wir nicht das komplette Alpha-Konzept infrage, sondern nur den dreigleisigen Ausbau der Strecke Lüneburg – Uelzen weil
      – er den verkehrlichen Erfordernissen nicht gerecht wird,
      – die Umsetzung zu lange dauert,
      – er für einen mageren Kapazitätsgewinn viel zu viel kostet,
      – durch Baumaßnahmen und Überlastung Anwohner an der Strecke massiv belastet werden,
      – zahllose Bahnkunden im Personen- und Güterverkehr über Jahre behindert werden und
      – weil diese „Lösung“ erheblichen Güterverkehr auf die Straße verlagert und damit auch die Anwohner in Lüneburg, Melbeck, Bienenbüttel, Jelmstorf etc. schädigt, von den negativen Auswirkungen durch mehr Emissionen auf das Klima ganz zu schweigen.
      Zudem hat sich der VCD zu Beginn des Dialogforums dahingehend eingebracht, dass er einen eigenen Vorschlag vorgelegt und um dessen faire Prüfung, insbesondere nach umweltfachlichen Kriterien, gebeten hat. Wir haben in Celle das „Urteil“ von Herrn Dr. Walter Feldt von der Umwelt Media Consult respektiert, das nicht nur unseren Vorschlag, sondern auch sämtliche Neubauvorschläge der Deutschen Bahn wegen Durchschneidung von Schutzgebieten disqualifizierte.
      Das offizielle Abschlussdokument des Dialogforums, das die Anliegen beispielsweise von Stadt und Landkreis Lüneburg nicht berücksichtigt, verbietet nun kategorisch einen Neubau mit den oben genannten negativen Folgen. Die weithin anerkannten Prognosen werden ignoriert, eine mögliche Verlagerung von Güterverkehr auf den umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiene gar nicht erst angedacht. Die vielen tatsächlich Betroffenen entlang der Bestandsstrecke, beispielsweise in Deutsch Evern, werden im Projektbeirat mal wieder ausgesperrt, einem Projektbeirat, der sich unter andere aus Vertretern von nun gar nicht mehr betroffener Bürgerinitiativen rekrutiert.
      Da frage ich Sie, Herr von Estorff, wann wird dieser Unsinn beendet?

      • Dr.Randolf von Estorff

        Lieber Friedrichs,

        Aufgabe des Projektbeirats zur Alpha-Trasse ist sicherzustellen, dass die im Abschlußdokument des Dialogforums festgestellten Entscheidungen auch umgesetzt werden. Sie sollten wissen, dass die BI Deutsch Evern genau das nicht will. Die Frage nach einer Mitarbeit im Projektbeirat stellt sich also gar nicht.

        • Dr.Randolf von Estorff
          wie mir scheint, wissen sie, wann man auf den arm genommen werden soll. lobbyisten tun sowas gern, ich meine das auf den arm nehmen. was mich an dieser debatte stört, ist die übliche tatsache, der eine will schlauer sein, als der andere und niemand ist im kern wirklich bereit, die richtigen fragen zu stellen. warum brauchen wir angeblich immer mehr warenverkehr? warum brauchen wir immer mehr wege, um diese zu transportieren? warum soll der mensch da stillhalten? regt sich nur noch derjenige auf, der plötzlich im fadenkreuz der politik und der wirtschaft gerät? soll der unfug nur noch den anderen treffen? hauptsache nur selbst hat man sein ein und auskommen? egoismus wird am ende immer bestraft. wenn es einem selbst nicht trifft, die eigenen nachkommen wird es treffen.

          • Dr. Randolf von Estorff

            Lieber Herr Bruns,
            die von Ihnen aufgeworfenen Fragen kann man stellen, sind waren aber nicht Gegenstand des Dialogforums. Hier ging es nur um die Auswahl einer vernünftigen Alternative für den Güterverkehr bei gegebenem Prämissenrahmen und genau das ist das mit großer Mehrheit entschiedene Alpha-E Konzept gewesen.

        • Wolf Kirchmann

          Lieber von Estorff,

          haben wir hier nicht erneut ein herrliches Beispiel für die Möglichkeiten der diktatorisch-demagogischen Nutzung von Simulationsformaten direkter Demokratie im Kostüm der Bürgerbeteiligung? Wer die Macht hat, die Agenda festzulegen und über die Zusammensetzung der Teilnehmergemeinschaft zu bestimmen, der setzt seine Sonderinteressen durch und nennt das Ergebnis dann den unmittelbaren Ausfluss des Volkswillens, nicht wahr?

          • Dr. Randolf von Estorff

            Hallo Wolf Kirchmann,

            nein, ein „herrliches Beispiel für die Möglichkeiten der diktatorisch-demagogischen Nutzung von Simulationsformaten direkter Demokratie“ haben wir hier nicht. Zu Iher Information: Der Projektbeirat ist ein vom Dialogforum gewolltes Gremium, das sich je zur Hälfte aus Kommunalvertretern und Bürgerinitiativlern zusammensetzt.

  3. Lieber Randolf,

    die aktuelle Neubewertung der A39 für den neuen BVWP, der Mitte März 2016 vorgelegt werden soll, ein immenser prioritärer Sanierungsbedarf der vorhandenen Infrastruktur sowie eine sich bereits im Bau befindliche A14, die auch den Verkehr Skandinavien-Osteuropa wird aufnehmen können, werden der A39 hoffentlich den Platz zuweisen, der ihr zusteht. Dieses ist ein nachrangiges Projekt, denn unsere Region ist sehr gut angebunden und Wessis können durchaus auch über Autobahnen fahren, die im Osten unseres Landes liegen. Es gibt Regionen die einer verbesserten Anbindung bedürfen, unsere ist es ganz sicher nicht. Auch, der oftmals angeführte demografische Wandel und die drohende Entvölkerung von Regionen kann durch die A39 nicht aufgehalten werden. Neue Unternehmen siedeln sich in aller Regel leider auch nicht an den Autobahnen an, vielmehr sind dies Unternehmen, die aus dem Hinterland an die Autobahnen umziehen. Dadurch erfolgt ebenfalls eine Entvölkerung des Hinterlandes und die Arbeitsplätze ziehen weg. Ich hoffe immer noch, dass letztendlich die Vernunft bei den Politikern siegen wird.
    Die regelmäßigen Resolutionen der IHK kann ich wirklich nur noch als verzweifelten Versuch bewerten, den seit Jahren laufenden Abgesang der A39 aufzuhalten.

    Dein Peter

  4. Michael Hansen

    Leider hat das sogenannte Dialogforum nur nach dem St. Floriansprinzip versucht ein Problem zu verschieben und nicht zu lösen. Sinnvoll wäre es den Güterverkehr und den Personenverkehr zu trennen und den Güterverkehr entlang der A7 Richtung Süden zu führen. Neue Zerschneidung zu vermeiden ist ja gut, wäre aber auch mit der A7 Variante gegangen aber anstatt dies zu prüfen und ggfls. punktuell zu verbessern wurde rigoros abgelehnt.
    Die Nebenwirkung sind, neben der Verschandlung von Ortschaften durch Lärmschutz, Zerstörung von Gebäuden durch Erschütterung nun auch die steigenden Zahlen von Gütern auf der Straße, die die A39 nun mächtig aufwerten.
    Die schlechte Abfuhr der Güter aus den Seehäfen wird Deutschland als 2 größte Exportnation und grad Norddeutschland in Bedrängnis bringen. Die Zeche werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in irgendeiner Weise vom Hafen abhängig sind, zahlen. Vielen Dank an das DSN Michael Hansen

  5. Karlheinz Fahrenwaldt

    Nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist die Debatte um die Führung einer weiteren Schienentrasse für den Güterverkehr nur eine Scheindebatte, um nach den ablehnenden Haltungen der von den Baumaßnahmen eventuell betroffenen Bürger einen Weiterbau der A 39 (der nach meiner Ansicht so unnötig wie ein Kropf ist) ohne großen Widerstand durchsetzen zu können.

    • mein lieber Karlheinz
      du springst zu kurz. hier findet eine wechselwirkung statt. eine win win situation. gebaut soll auf knüppel komm raus, egal was. und eine ablehnende haltung von betroffenen bürgern hat welche halbwertzeit? er wird weiter bearbeitet. ganz dumm dran, sind die, die von beiden maßnahmen betroffen sein werden. die politik ist der lakai der wirtschaft.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Klaus,
        wahrscheinlich hast du Recht und nach der Vollendung der A 39 wird dann gleich das nächste Milliardengrab Y-Trasse und danach der dritte Aufstieg des ESK in Angriff genommen. Es sind ja bei den Superreichen noch genügend Milliarden zum Verbrennen da.

        • Karlheinz
          das ganze ist nur theater. manchmal dauert es länger, manchmal kürzer. wenn es kürzer ist, beginnt die volksverdummung eben eher und der geldadel spart geld.wer genug geld hat, bestimmt was geschieht und das lustige ist, er benötigt dabei nicht mal das eigene geld. schau dir ber und die phil an. wer verdient dran und wer bezahlt es? es wird sich in der öffentlichkeit darüber lustig gemacht aber nicht dafür gesorgt, wer dafür verantwortlich ist und dafür blechen muss. die hamburger und die berliner sind in einem boot. sie wissen es nicht mal. dabei ist dieses schon längst voll. hallo, das boot ist voll. was sagen kohl und konsorten dazu? sie lieben doch volle boote.

    • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt.
      Ich kann verstehen das mein Freund Randolf in diesem Forum nicht zu jedem Beitrag was zu sagen hat. Mir geht es ähnlich. Diskussion bedeutet für mich den Austausch verschiedener Meinungen. In diesem Blog werden aber in der Mehrzahl von Ihnen feststehende Äußerungen gepostet, die keiner Reflektion mehr bedürfen. Ich habe keinen Bock zum Monologisieren. Ihre Diskussionskultur in diesem Blog (und sicher auch in vielen anderen, das liegt halt nicht an mir) ist unter aller Sau und deshalb habe ich mich auch verabschiedet. Sicherlich weis Randolf genauso wie ich mit seiner Zeit besseres anzufangen.

  6. VW-Aufsichtsrat Porsche: Schwierige Themen dürfen nicht tabu sein
    hier scheint das wachstumsgegfasel gerade ein ende zu finden. ob sich das wohl auf den verkehr auswirken wird? wie sehen denn nun dann die prognosen aus? laut prognosen wird bei uns in der zukunft noch mehr an der wirbelsäule operiert. schon seltsam, wie unterschiedlich man sich in europa verhält. ob es an unseren grenzem vermehrt zu staus kommen wird? ob sich diese staus auch bei uns im inland bemerkbar machen werden?fahren züge bei grenzschließungen eigentlich trotzdem weiter? haben die speditionen nicht schon vor kostensteigerungen gewarnt? wie sieht es da mit den prognosen aus? ach ja, diese fragen sollen natürlich nicht gestellt werden. sie behindern beim geldscheffeln.

  7. ich kann mich nur wundern, man ist gerade dabei,die freizügigkeit für den menschen einzuschränken und niemand scheint sich über deren folgen für die wirtschaft und ihrem warenverkehr ernsthaft gedanken zu machen. der durchschnittsbürger braucht weder eine neue autobahn , noch eine neue bahntrasse, er braucht arbeitsplätze und zwar hier. und worüber wird sich der kopf zerbrochen? wie man immer mehr waren, die im ausland produziert werden, hier schnell ,bequem und auf kosten der steuerzahler kreuz und quer durch deutschland karren kann.

  8. Dr.-Ing. Rudolf Breimeier

    Alpha-Variante E und ihre Folgen

    Die Bewertung der Alpha-Variante E baut auf zwei falschen Voraussetzungen auf:

    1. der unterstellten Leistungsfähigkeit des dreigleisigen Streckenabschnitts Ashausen – Lüneburg von mehr als 500 Zügen je Tag sowie

    2. einer fehlerhaften Berücksichtigung der Belastung dieses Abschnitts durch Personenzüge.

    Zu 1
    Herzstück der Alpha-Variante E ist die Beibehaltung des dreigleisigen Streckenabschnitts Ashausen – Lüneburg, der laut BVU-Gutachten zukünftig 509 Züge je Tag aufzunehmen hat. Angesichts einer erst jüngst nachgewiesenen Leistungsfähigkeit dieses Abschnitts von nur 450 Zügen je Tag besteht ein Kapazitäts-Defizit von rund 60 Zügen je Tag.

    Zu 2
    Bevor mittels eines EDV-Umlegungs-Programms Güterzüge stufenweise auf das Netz „gelegt“ werden, sind bereits sämtliche Personenzüge festgelegt. Ist deren Anzahl zu niedrig angesetzt, wird ein zu hohes Leistungsvermögen für Güterzüge vorgetäuscht. Dieser Fehler liegt hier vor.

    BVU berücksichtigt im Umlegungsverfahren auf der genannten Strecke 168 Personenzüge je Tag. In der Zwischenzeit haben sowohl die DB AG als auch die Fa. Metronom das Angebot ausgeweitet. Nach dem elektronischen Kursbuch und unter Berücksichtigung der von BVU übersehenen Metronom-Betriebsfahrten verkehren rund 40 zusätzliche Personenzüge je Tag. Hiernach weitet sich das oben genannte Kapazitätsdefizit auf 100 Züge je Tag aus.

    Konsequenzen
    Für den Extremfall einer Verlagerung der Verkehrsmenge von 100 Güterzügen je Tag auf Lkw ist mit folgenden Konsequenzen zu rechnen:

    Zusätzlich 3900 Lkw-Fahrten je Tag
    (Begründung für die Notwendigkeit eines sechsstreifigen Ausbaus der A 39 ?),
    Verdoppelung des Energieaufwands der Transportvorgänge,
    hieraus resultierend (infolge unterschiedlichen Energie-Mixes)
    Vervierfachung der Kohlendioxyd-Emissionen von 0,15 auf 0,65 Mio. t je Jahr.

    Angesichts der offiziellen Klimapolitik ist dieses Ergebnis nicht hinnehmbar.

    Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße sowie die Führung einiger Güterzüge über alternative, mit Umwegen verbundene Leitungswege schmälern den Nutzen der Alpha-Variante E. Das bereits gegenwärtig sehr schwache Nutzen-Kosten-Verhältnis von nur 1,08 wird nach der Korrektur der genannten Fehler den Mindestwert von 1,0 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterschreiten. Hiernach kann zumindest der Kern der Alpha-Variante E nicht Eingang in den BVWP finden.

    Mögliche Folgen
    Die EU hat die Strecke (Skandinavien –) Hamburg – Hannover (– Italien) zu einem europäischen Güterverkehrs-Korridor erklärt. Dies bedeutet, dass wichtigen Güterzügen „Vorrang einzuräumen sei“. Auch ohne genaue Spezifikation lässt sich hieraus ableiten, dass im Fall einer Verschärfung der Engpass-Situation auf dieser Strecke auch der Personenverkehr, und hier insbesondere der Nahverkehr, Angebotseineinschränkungen wird hinnehmen müssen.

  9. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 1,7 auf 1,3 Prozent gesenkt.
    ob sich das auf den verkehr auswirken wird? statistiken und prognosen sind was feines. besonders für die, die damit geld machen wollen.

  10. Die gesamte aktuelle Verkehrspolitik hinkt gewaltig, hier brauchen wir dringend eine Kursänderung.
    Neben dem Naturschutz, dem Lärmschutz, der Luftreinhaltung, hat vor allem der Klimaschutz eine überragende Bedeutung.
    Der stetig fortschreitende und weltweit spürbare Klimawandel schwebt über uns wie ein Damoklesschwert. In dieser überlieferten Anekdote erkennt der Hauptakteur noch rechtzeitig die Gefahr und hat seine Lektion gelernt.
    Das stetige Ansteigen der Emissionsrate, der global gemittelten Temperaturen, der Massenverlust von Gletschern und Eiskappen, fortschreitender globaler Meeresspiegelanstieg, aufkommende Klimaflüchtlinge sind auch deutlich erkannt und auch Lösungswege erarbeitet. Was fehlt, ist deren politische Umsetzung weltweit, aber auch national in Hannover und Berlin.
    Um diesen globalem Problem gerecht zu werden, um sich der Verantwortung auch gegenüber unseren nachfolgenden Generationen, unseren Kindern und Enkeln zu stellen, gibt es nur ein Weg. – Zukünftige Gütertransporte müssen auf Schiene und Wasser verlegt werden. –
    In einzelnen obigen Beiträgen sind die dramatischen Auswirkungen von neuen Autobahnen, u.a. A39, auf die Kohlendioxid-Emissionen schon reflektiert worden. Um diese in Zukunft zu verhindern, zu minimieren, müssen wir mit Sicherheit schmerzhafte Abwägungsprozesse bewältigen und unbequeme Wege gehen.
    Der Verkehrsclub Deutschland stemmt sich mit aller Kraft gegen einen Ausbau eines LKW-Transitlandes Niedersachsen und beweist damit Weitsicht sowie Sinn für Nachhaltigkeit. Im konkreten Fall heißt das , er möchte unserer aller Lebensgrundlage erhalten, nämlich Natur und Umwelt. Denn:
    „Wir sollten nicht vergessen… dass die Zukunft zur Gegenwart wird und die Gegenwart zur Vergangenheit und dass sich die Vergangenheit in ewige Reue verwandelt, wenn man nicht früh genug plant.“ Tennessee Williams (Amanda zu Tom in Die Glasmenagerie)

    • Thomas Mitschke

      ich befürchte, sie sind naiv. verkehrspolitik ist nur ein teil. wollen sie indien mitten in deutschland? da wohnt ein milliadär im hochhaus direkt neben einer großen müllhalde, wo familien mitten drin ihr überleben sichern müssen. auf diesen weg sind wir. der mensch stumpft ab, er braucht nur genug elend sehen. bei uns war es bisher nur nicht sichtbar. es wird zu sehen sein, jede wette.

  11. Wie ich schon schrieb, Atheist sein,macht manchmal richtig spaß.

    Von Harry Waßmann, Tübingen, Evangelische Kirche
    »Bleibe im Land und nähre dich redlich.« (Ps 37,5)
    Samstag, 17. März 2007 [Druckversion]
    »Bleibe im Land und nähre dich redlich.« Dieses Wort kommt mir in den Sinn, wenn Menschen beklagen, dass sie wegen der Arbeitsstelle umziehen, ihre Freunde und ihre Bekannten in der Nachbarschaft und der Schule verlassen müssen.
    »Bleibe im Land und nähre dich redlich!« erscheint mir dann wie ein unerfüllbarer Wunsch. Ich selber denke bei diesem Wort daran, wie gern ich Inlandsurlaub mache – wegen der Nähe und der regionalen Küche. Es ist quasi meine Urlaubsdevise geworden: »Bleibe im Land und nähre dich redlich. «Aber, was bedeutet dieses Wort wirklich und ursprünglich?
    Es ist ja zu einer Zeit entstanden, da gab es weder Tourismus noch einen globalen Arbeitsmarkt. „Bleibe im Land und nähre dich redlich!“ ist ein Bibelwort, das zum Sprichwort geworden ist. Die Formulierung stammt aus Martins Luthers Übersetzung des 37. Psalms. Der Beter sieht sich dort umstellt von Übeltätern, von Schuften, die ihm nach dem Leben trachten. Und denen es in ihrer Gaunerei auch noch gut geht – die Erfolg haben, Reichtum und Macht – zumindest augenblicklich. Das Gebet dämpft den Zorn und ruft den Beter auf, der Versuchung zu widerstehen „Tu es ihnen nicht gleich. Lass dich nicht zu Gewalttaten und zum Unrecht hinreißen! Werde nicht wie sie! Hab Geduld, sei stille, harre auf Gott.“ Warum?: Weil diese Tour – die Gaunerei der anderen – keine Zukunft hat! Was jetzt großmächtig daherkommt – ist bald passe. Ja, es heißt an anderer Stelle im Gebet: „Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist mehr als der Reichtum der Frevler.“ (V.16) Das ist der Tenor des Psalms – und darum diese Empfehlung: »Bleibe im Land und nähre dich redlich.« Denn genau das ist zukunftsfähig, genau das kann bestehen.
    Es geht in diesem Wort also nicht um das Kleben an der Scholle – sondern es geht im weiteren Sinn darum, die Wege der Gebote nicht zu verlassen. Wörtlich steht da: „Weide in Treue!“ (Übers. nach Leopold Marx, Die Lobgesänge, Stuttgart 1987). Also: Mach nicht an den Geboten vorbei deinen Schnitt. Luther übersetzt das „weide in Treue!“ ganz zutreffend „nähre dich redlich: Wovon du dich ernährst, wie du dein Auskommen bestreitest, tu es redlich – darauf kommt es an. Da, wo du wohnst, da lass es mit rechten Dingen zugehen – Betrug ist Betrug und führt nicht weiter. Das »Bleibe im Land und nähre dich redlich.« verstehe ich jetzt besser. Mit heimischer Küche und gesunder Ernährung hat dieses Bibelwort wenig zu tun. Es steht vielmehr für eine ganze Lebenshaltung: Andere nicht zu übervorteilen. ((( Wo ich für mein Geld von Anderen immer mehr Leistung bekommen will, bleibt das mit dem „nähre dich redlich“ schnell auf der Strecke, wird der Tausch unredlich. )))

    • „Tu es ihnen nicht gleich. Lass dich nicht zu Gewalttaten und zum Unrecht hinreißen! Werde nicht wie sie! Hab Geduld, sei stille, harre auf Gott.“

      Wie recht Sie haben, Herr Bruns. Das Predigen von Mord und Totschlag führt entweder zu Mord und Totschlag — oder, wie Sie dem gleich Folgenden entnehmen, ins gesellschaftliche Abseits. Für mich als Christenmenschen ist unbedingt das Letztere vorzuziehen.

      Das lautstarke Befürworten eines möglichen Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge hat für die AfD-Politiker Beatrix von Storch und Marcus Pretzell nun auch auf europäischer Ebene Konsequenzen. Die beiden deutschen Politiker wurden am Dienstagabend von der Spitze ihrer Fraktion im EU-Parlament zum Austritt aufgefordert. Wenn sie dies nicht bis Ende des Monats tun, soll am 12. April über einen Zwangsausschluss abgestimmt werden, wie die EU-skeptische Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (EKR) am Abend mitteilte.

      In einer Pressemitteilung widerspricht Marcus Pretzell zwar der Darstellung der EKR-Fraktionsspitze. Es sei in der Sitzung zu keiner Abstimmung über den Antrag gekommen. Wie der Internetdienst „Politico“ berichtet, kam es aber sehr wohl zu einer Abstimmung im Fraktionsvorstand. Während der Sitzung sei das Thema intensiv diskutiert worden. Von einer „Farce“ und einem unwürdigen „Schauspiel“ schamfudern Pretzell und von Storch in ihrer Mitteilung.

      Zur EKR zählen unter anderen die britischen Konservativen „Tories“, aber auch die als rechtspopulistisch geltenden „Finnen“. Die Gruppe ist die drittgrößte Fraktion im Europaparlament. Die Aufforderung zum Austritt wurde allgemein für die Partei Alternative für Deutschland (AfD) ausgesprochen. Von Storch und Pretzell sind deren einzige Abgeordnete im Europäischen Parlament. In ihrer wirren Mitteilung argumentieren die beiden Abgeordneten, ihre Fraktionkollegen hätten sich zu „Handlangern von Merkel und Cameron“ gemacht. Kanzlerin Merkel habe nach dem Einzug der AfD „erfolglos versucht“, Druck auf Cameron und seine Tories auszuüben.

      Hintergrund der Entscheidung sind die Kommentare der AfD-Politiker zur Flüchtlingskrise. Anfang des Jahres hatte von Storch erklärt, dass sie es für gerechtfertigt halte, Migranten mit Waffengewalt an einem illegalen Grenzübertritt zu hindern. Pretzell hatte sich einige Wochen zuvor mehrmals ähnlich geäußert.

      Mehr dazu hier: http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/pretzell-und-von-storch-sollen-aus-eu-fraktion-verbannt-werden-44858100.bild.html