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So könnte der Gebäudekomplex an der Ecke Soltauer Straße/Hinter der Saline aussehen. Foto: nh
So könnte der Gebäudekomplex an der Ecke Soltauer Straße/Hinter der Saline aussehen. Foto: nh

DRK baut 56 Wohnungen für Senioren

as Lüneburg. Die Idee ist fast zehn Jahre alt, doch die Umsetzung der geplanten Seniorenwohnanlage für betreutes Wohnen des DRK-Ortsvereins Lüneburg-Stadt zog sich hin. Jetzt geht das Projekt auf die Zielgerade. „Wir haben den Bauantrag beim Bauamt eingereicht, müssen ihn aber noch in den kommenden Wochen um einige Unterlagen ergänzen“, erklären Birte Schellmann, Vorsitzende des Ortsvereins, und dessen Schatzmeister Dr. Harald Grürmann. Sie gehen davon aus, dass der Bau im Herbst starten könnte.

Das knapp 5000 Quadratmeter große Grundstück, das zwischen Soltauer Straße, der Straße Hinter der Saline und einem Privatweg zum Postgelände liegt, hatte das DRK schon 2008 von der Firma Frido Anders gekauft. Von Anfang an stand fest: Entstehen sollte dort eine Wohnanlage für Senioren. Doch die Entwicklung brauchte Zeit, „weil es unterschiedliche, wechselnde Meinungen zu den Inhalten gab“, umschreibt Birte Schellmann. Hinzu kam, dass die Stadt eine Zeitlang erwogen hatte, einen Bebauungsplan für das Postgelände sowie das DRK-Gelände aufzustellen. Stadtbaurätin Heike Gundermann sprach sich im Herbst 2014 schließlich dafür aus, dass der Bebauungsplan für das DRK-Projekt unabhängig aufgestellt wird, da die Planungen fürs Postgelände im Detail noch nicht so weit seien.

Laut Birte Schellmann hat ein Architekt inzwischen einen Entwurf für den Gebäudekomplex erstellt, er wird auch für die Baubegleitung verantwortlich zeichnen. Zusätzlich habe man sich eine Beratungsfirma an Bord geholt, die unter anderem auf betreutes Wohnen und Seniorenheime spezialisiert ist. „Diese wird auch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellen, uns bei der Finanzierung sowie bei der Auswahl eines Generalunternehmers begleiten“, erläutert Grürmann.

Nach derzeitigem Plan sollen 56 Wohnungen entstehen, die eine Größe von 46 bis 97 Quadratmetern haben — damit für jeden Geldbeutel und Bedarf etwas geboten wird. Bauherr ist der Verein, der die Wohnungen vermietet. Zu dem Mietpreis pro Quadratmeter könne man im Moment noch nichts sagen, erklärt Grürmann. Nur so viel: Es soll kein Renditeobjekt sein, „aber wir müssen die Baukosten über eine entsprechende Miete erwirtschaften“. Angeboten werden sollen auch Betreuungsleistungen.

Ein Gebäude wird sich an die bestehende Bebauung an der Soltauer Straße anschließen und sozusagen ums Eck an der Staße Hinter der Saline verlaufen. Angesiedelt wird dort die ambulante Pflege mit Büro, im Erdgeschoss die Tagespflege mit 16 Plätzen. Darüber liegen im ersten, zweiten und dritten Obergeschoss Wohnungen. Im hinteren Teil des Grundstücks sieht die Planung zwei weitere Gebäude mit drei Geschossen und einem Staffelgeschoss vor. Vorgesehen ist auch eine Tiefgarage. Die detaillierten Baukosten werden noch ermittelt.

Der Standort biete für Senioren viele Vorteile: Er ist zen­trumsnah, hat eine gute Busanbindung, liegt in direkter Nähe zu Kurpark, SaLü, Theater und Einkaufsmöglichkeiten.