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Boom auf dem Immobilienmarkt: Ob Reihenhäuser oder Eigentumswohnungen  die Preise für Immobilien in Lüneburg kennen nur den Weg nach oben. Foto: t&w
Boom auf dem Immobilienmarkt: Ob Reihenhäuser oder Eigentumswohnungen die Preise für Immobilien in Lüneburg kennen nur den Weg nach oben. Foto: t&w

Boom auf dem Immobilienmarkt – Preise ziehen weiter mächtig an

ahe Lüneburg. Eigentumswohnungen liegen in Lüneburg im Trend, im vergangenen Jahr gab es einen Anstieg von 21,7 Prozent bei den abgeschlossenen Verträgen. Mit der Nachfrage steigen auch die Preise: Sie kletterten um 10,2 Prozent. Diese Zahlen nennt der jetzt erschienene Grundstücksmarktbericht 2016.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Lüneburg hat den Bericht erstellt, ihm zugrunde liegen 2486 von November 2014 bis Oktober 2015 abgeschlossene Kaufverträge für Häuser und Wohnungen, unbebaute Grundstücke und landwirtschaftliche Flächen in Hansestadt und im Landkreis Lüneburg, die über Notare abgewickelt wurden. „Kaufinteressenten sind bereit, hohe Quadratmeterpreise für Wohnungseigentum in der Stadt Lüneburg zu zahlen“, analysiert die Vorsitzende des Ausschusses, Viola Rickel.

Insgesamt gab es 8,4 Prozent mehr Besitzerwechsel. Der Umsatz auf dem Immobilienmarkt lag im Landkreis Lüneburg bei rund 569 Millionen Euro, ein Plus von 24,5 Prozent — ein Beleg für die Experten und ein Zeichen dafür, dass der Markt floriert. Die Preise für freies Wohnbauland seien in der Hansestadt um 10,9 Prozent gestiegen. Im östlichen und westlichen Landkreis gab es einen Anstieg zwischen drei und sechs Prozent. Ein Plus von 10,7 Prozent sei im Amt Neuhaus zu beobachten — aber bei sehr geringen Verkaufszahlen.

Wer nicht selbst bauen, sondern bereits Gebautes kaufen will, muss ebenfalls mehr Geld überweisen. Für Ein- oder Zweifamilienhäuser ist ein Anstieg von 5,8 Prozent ermittelt worden, bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften ein Plus von 6,4 Pozent. In konkreten Zahlen bedeutet das: Im Landkreis wurden für Ein- oder Zweifamilienhäuser zwischen 1250 Euro und 2600 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Der durchschnittliche Kaufpreis eines freistehenden, zehn Jahre alten Ein- oder Zweifamilienhauses lag bei 281000 Euro. Für ein 38 Jahre altes Haus wurden durchschnittlich 207000 Euro gezahlt. Die Preise für Gewerbebauland gingen um 1,7 Prozent nach oben. Für Ackerland waren 19,4 Prozent mehr fällig, die Grünlandpreise stiegen um 5,8 Prozent.

Dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte Lüneburg gehören rund 60 Experten aus den Berufsgruppen der Bausachverständigen, Architekten, Bankfachleute, Immobilienmakler und -verwalter sowie landwirtschaftliche Sachverständige an. Er ist angesiedelt in der hiesigen Regio-naldirektion des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen. Der Grundstücksmarktbericht für die Kreise Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen ist für 50 Euro plus Versandkosten erhältlich in der Geschäftsstelle, Adolph-Kolping-Straße 12, Tel. 8545165. Als kostenpflichtige Down-loadversion steht er auf www.gag.niedersachsen.de zur Verfügung.

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2 Kommentare

  1. Wann hat dieser Wahnsinn in Lüneburg ein Ende?
    Manchmal habe ich das Gefühl, erst wenn der letzte freie Quadratmeter verkauft und zubetoniert ist oder diese unsägliche Immobilienblase platzt!
    Muss Lüneburg um jeden Preis wachsen, wahrscheinlich schon wenn man örtlichen Politikern und Maklern vertraut.(kopfschüttelnd)

  2. 5m² wärmegedämmter Windfang aus Glas und Alu 8000 Euro Brutto. 20m² Anbau gemauert ca. 50000 Euro Brutto. Ohne Grundstückkosten.