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In drei von fünf Dezernaten der obersten Lüneburger Verwaltungsebene sitzt eine Frau an der Spitze: Stadtbaurätin Heike Gundermann (seit 1996),   Gabriele Lukoschek ist seit 2008 Ressortchefin für Finanzen und Personal sowie Erste Stadträtin der Hansestadt und damit Lüneburgs Nummer zwei im Haus.  Dritte im Bunde: Bildungsdezernentin Pia Steinrücke. Sie wird allerdings, wie berichtet, ihr Amt aus familiären Gründen im Sommer abgeben. Fotos: t&w
In drei von fünf Dezernaten der obersten Lüneburger Verwaltungsebene sitzt eine Frau an der Spitze: Stadtbaurätin Heike Gundermann (seit 1996), Gabriele Lukoschek ist seit 2008 Ressortchefin für Finanzen und Personal sowie Erste Stadträtin der Hansestadt und damit Lüneburgs Nummer zwei im Haus. Dritte im Bunde: Bildungsdezernentin Pia Steinrücke. Sie wird allerdings, wie berichtet, ihr Amt aus familiären Gründen im Sommer abgeben. Fotos: t&w

Weltfrauentag: zur Frauenquote im Lüneburger Rathaus

sp/lz Lüneburg. „Ohne unsere Mitarbeiterinnen könnten wir das Rathaus zumachen“, so kommentiert Oberbürgermeister Ulrich Mädge zum heutigen Weltfrauentag die Frauenquote in der Lüneburger Stadtverwaltung. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es: „Frauen haben Anfang des letzten Jahrhunderts gegen schwere Widerstände erfolgreich für ihr Wahlrecht und für Gleichberechtigung in der Familie, in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz gekämpft.“

Die Erfolge seien heute längst auch am Arbeitsplatz Lüneburger Rathaus mit seinen verschiedensten Ämtern, Außenstellen und Einrichtungen sichtbar: Insgesamt 693 der 1146 Beschäftigten und Beamten der Hansestadt Lüneburg sind Frauen, also nahezu 60 Prozent. Lasse man einmal den Bereich der städtischen Kindertagesstätten und Sozialeinrichtungen außen vor, wo 283 Frauen 39 Männern gegenüberstehen, so teilen sich die übrigen 695 Beschäftigten fast zu gleichen Teilen in Frauen und Männer auf (49 zu 51 Prozent).

Frauen in führenden Positionen im Rathaus gab es allerdings schon früher als viele vielleicht vermuten: Dr. Hedwig Meyn (bekannt durch den von ihr gestifteten Kulturpreis) war kurz nach dem Krieg Lüneburgs erste Sozialdezernentin und von 1947 bis 1969 im Amt. Dr. Uta Reinhardt leitete von 1973 bis 2008 das Lüneburger Stadtarchiv. Vera Grävenitz übernahm im Jahr 1990 das damalige Einwohneramt, gestaltete es um zum Bürgeramt und leitete dieses bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2003. Doch für ein Austausch unter Frauen auf gleicher Ebene zum Beispiel gab es einfach zu wenig Kolleginnen.

Übrigens: „Frauen arbeiten weniger aggressiv mit ihren Ellenbogen als Männer“, meint Mädge. „Sie bleiben in ihrer Kritik meist konstruktiv und bemühen sich, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. So macht Arbeit Spaß, und mehr Spaß an der Arbeit führt auch zu mehr und besseren Ergebnissen!“ Das Wichtigste aber sei eine gute Mischung von unterschiedlichen Talenten, Herangehensweisen und Prägungen im Haus.