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Der Ochtmisser Kirchsteig ist seit Montag Sackgasse. Die AGL lässt den Kanal sanieren. Das überraschte vor allem die Anwohner, die vorab nicht darüber informiert worden waren, dass direkt vor ihrer Haustür eine Woche lang gebuddelt wird. Foto: be
Der Ochtmisser Kirchsteig ist seit Montag Sackgasse. Die AGL lässt den Kanal sanieren. Das überraschte vor allem die Anwohner, die vorab nicht darüber informiert worden waren, dass direkt vor ihrer Haustür eine Woche lang gebuddelt wird. Foto: be

Ochtmisser Kirchsteig: Lüneburgs nächste Sackgasse

ahe Lüneburg. Die nächste Baustelle kam überraschend. Vor allem für die Anwohner des Ochtmisser Kirchsteigs, die nicht darüber informiert worden waren, dass direkt vor ihrer Haustür gearbeitet wird. Sie kamen mit ihren Autos zeitweise plötzlich nicht mehr rein oder raus. Die städtische Tochtergesellschaft AGL lässt den Abwasserkanal sanieren.

Zwischen der Herderschule und dem Kreisel Bei Mönchsgarten wird der Kirchsteig bis Freitag, 11. März, aus beiden Richtungen zur Sackgasse. Radfahrer und Fußgänger können passieren. Fortan soll sichergestellt sein, dass Anlieger jeweils in eine Richtung ihr Grundstück mit dem Auto erreichen und verlassen können. Alle anderen werden über die Schomakerstraße und Am Wienebütteler Weg umgeleitet.

Die Stadt bittet um Entschuldigung für die versäumte Vorab-Information. Der genaue Termin für die Arbeiten habe zunächst nicht festgestanden und sei mehrmals wegen Frostgefahr verschoben worden, begründet sie. Dass die Arbeiten ausgerechnet jetzt stattfinden, wo es auf der anderen Seite der Innenstadt durch den Abriss der Wandrahmbrücke schon ein Nadelöhr gibt, sieht die Stadt nicht als Fehlplanung: „Der Ochtmisser Kirchsteig ist nicht Bestandteil der Umleitungsstrecke für die Willy-Brandt-Straße“, erklärt Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck.

Sorgen von Anwohnern, die befürchten, dass im sensiblen Bereich am Rand des Senkungsgebietes gerammt werden könnte, räumt AGL-Kanalchef Klaus Niemann aus: „Es sind keine Rammarbeiten nötig, es werden keine Spundwände gesetzt. An zwei Stellen setzt die beauftragte Firma Stahlverbaukästen in den Boden. Das Ganze passiert sehr vibrationsarm und nur mit Kleingeräten.“  Gipsmarken, die andernorts Bewegungen im Untergrund dokumentieren sollen, seien allerdings nicht gesetzt worden.