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So soll der Neubau von Roy Robson an der Bleckeder Landstraße aussehen. Die Verkaufsfläche würde in den unteren Geschossen samt des bestehenden Geschäfts auf 2830 Quadratemter wachsen. In den oberen Stockwerken sind Büros mit  1150 Quadratmetern geplant.  Bild: Architekturbüro Ackenhausen
So soll der Neubau von Roy Robson an der Bleckeder Landstraße aussehen. Die Verkaufsfläche würde in den unteren Geschossen samt des bestehenden Geschäfts auf 2830 Quadratemter wachsen. In den oberen Stockwerken sind Büros mit 1150 Quadratmetern geplant. Bild: Architekturbüro Ackenhausen

Roy Robson erweitert Verkaufsflächen

ca Lüneburg. Hell und licht soll sich der Neubau an der Bleckeder Landstraße in die Höhe strecken und einen neuen Akzent setzen. Herrenschneider Roy Robson möchte, wie berichtet, sein Outlet erweitern. Mit diesen Plänen beschäftigte sich jetzt der Bauausschuss. Um rund 940 Quadratmeter soll die Verkaufsfläche wachsen. Das Unternehmen will dafür ein Wohn- und Geschäftshaus abbrechen, um so einen 17,4 Meter hohen viergeschossigen Neubau zu errichten.

Das Vorhaben, das dem Ausschuss vor einem Jahr schon einmal vorgestellt worden war, erntete Kritik und Zustimmung. Für die Grünen monierte Ulrich Löb, dass durch den Abriss 15 Wohnungen wegfallen, das sei angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht in Ordnung. Stadtbaurätin Heike Gundermann möge Firmenchef Heiko Westermann auffordern, Ersatz zu schaffen. Die sagte zu, sich entsprechend einzusetzen: „Damit dürfte er bestimmt kein Problem haben.“

Gravierender waren andere Einwände. Sowohl die Liberale Birte Schellmann und der Linke Rainer Petroll stellten das Projekt in Zusammenhang mit dem geplanten Umzug der benachbarten Märkte auf das Lucia-Gelände und einer Konkurrenz für den Handel in der Innenstadt. Petroll: Man könne nicht gegen das Factory Outlet bei Soltau zu Felde ziehen und gleichzeitig ein Zentrum in der eigenen Stadt begünstigen und damit Probleme für den innerstädtischen Handel schaffen.

Sowohl Gundermann als auch Ausschussvorsitzender Heiko Dörbaum (SPD) machten darauf aufmerksam, dass es sich um unterschiedliche Themen handle: Das Nachbargrundstück mit Aldi-, Getränke- und Drogeriemarkt gehöre anderen Eigentümern. Zögen die Märkte um, solle dort Wohnbebauung entstehen. Zudem sei es Konsens gewesen, das heimische Bekleidungsunternehmen zu halten und zu stärken. Auch hätten Gutachten belegt, dass ein Wachstum an der Bleckeder Landstraße für den Handel in der Stadt verträglich sei.

Am Ende nahm der Ausschuss zur Kenntnis, was er eh nicht ändern kann: Die Stadt hat eine Bauvoranfrage Roy Robsons positiv beschieden und damit die Weichen gestellt.