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Koch Thies Bleecken (v.l.) und Hotelfachfrau Marie Bossel machen derzeit ihre Ausbildung zum Hotelbetriebswirt. Schülerin Najah (r.) genießt mit anderen die Annehmlichkeiten des Projektes Frühstücks-Restaurants. Foto: t&w
Koch Thies Bleecken (v.l.) und Hotelfachfrau Marie Bossel machen derzeit ihre Ausbildung zum Hotelbetriebswirt. Schülerin Najah (r.) genießt mit anderen die Annehmlichkeiten des Projektes Frühstücks-Restaurants. Foto: t&w

Lüneburg: Hotelfachschüler proben Restaurantbetrieb

dth Lüneburg. Der Betrieb des Frühstücks-Restaurants in den Schulräumen dürfte eigentlich nie enden, wenn es nach den Gästen ginge. Die angehende Maschinenführerin Najah (23) sitzt mit anderen Mitschülerinnen gemütlich am Tisch und genießt das reichhaltige Angebot. In der Küche klappert derweil Geschirr und Servicekräfte schwirren im Speisesaal zwischen den Tischen hin und her. „Und man wird hier bedient“, freut sich die Schülerin der Berufsbildenden Schulen (BBS) III. Das neue Serviceangebot endete am Mittwoch allerdings schon wieder. Denn was für die einen Schüler eine willkommene Annehmlichkeit bedeutete, war für 16 ausgebildete Hotelfachschüler ein einmonatiges Projekt auf dem Weg zum Betriebswirt. Und dabei durften sie nicht nur 18 Schüler der einjährigen Berufsfachschule Gastronomie als Küchen- und Servicekräfte he­rumscheuchen.

Zweimal wöchentlich hatte das Frühstücks-Restaurant zuletzt seine Pforten geöffnet. „Dabei mussten wir verschiedene Bereiche organisieren und koordinieren von der Planung, Kalkulation über Einkauf bis Marketing und Betrieb“, sagt Hotelfachfrau Marie Bossel (22), die berufsbegleitend ihre nächste Ausbildung zum Hotelbetriebswirt absolviert. Thies Bleecken (27), ausgebildeter Koch, ergänzt: „Die Ausbildung zum Hotelbetriebswirt dauert insgesamt drei Jahre neben dem Beruf. Der Unterricht findet blockweise statt.“

Obwohl die Hotelfachschüler bereits eine Ausbildung in Gas­tronomie oder Hotellerie genossen haben, bekommen sie auch durch das nun selbstgeführte Frühstücks-Restaurant Einblicke in andere Bereiche ihres Metiers. Bossel sagt: „Klar habe ich vorher auch Veranstaltungen mit organisiert. Aber es ist noch etwas anderes, wenn man auch die Kalkulation selbst machen muss.“ Bleecken: „Und wir lernen den Umgang mit mehreren Auszubildenden.“

Pro Woche verköstigte das Frühstücks-Restaurant mehr als 100 Mitschüler der BBS, für einen unschlagbaren Preis von je drei Euro. Es fielen ja auch keine Personalkosten an.