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Die Baulücke schließt sich: Das alte Lösecke-Haus wird wieder aufgebaut. Foto: be
Die Baulücke schließt sich: Das alte Lösecke-Haus wird wieder aufgebaut. Foto: be

Lösecke-Haus: Wiederaufbau verzögert sich

ca Lüneburg. Es dauert länger als ursprünglich geplant, bis das Lösecke-Haus wieder aufgebaut ist. Bauherr Michael von Hartz und der beauftragte Hamburger Generalunternehmer gehen getrennte Wege. Termine seien nicht eingehalten worden, berichtet Architekt Jörg Hilmer, der das Projekt für von Hartz betreut. Die Pro­b­leme seien so schwerwiegend, dass man den Vertrag mit dem Unternehmen gekündigt habe. Der Betrieb laufe weiter: Eine „Kernmannschaft“ arbeite am Hintermauerwerk und an den Geschossdecken. Gleichwohl seien rund 15 Gewerke ausgeschrieben worden. Bei den Arbeiten sollen heimische Unternehmen zum Zuge kommen.

Wie berichtet, hat ein Brandstifter das Gebäude zwischen Stintmarkt und Ilmenau im Dezember 2013 angesteckt. Das Haus wurde für die Löscharbeiten abgerissen und dann in weiten Teilen abgetragen. Michael von Hartz möchte es nach altem Vorbild wieder errichten, allerdings nach modernen Vorgaben und unter den aktuellen Brandschutzvorschriften. Dadurch wird der Komplex insgesamt schwerer, eine neue Pfahlgründung war erforderlich.

Dabei tauchten neue Erkenntnisse auf, die vorher so nicht absehbar waren und zu zusätzlichen Arbeiten führten. Dies und die Kündigung des Bauunternehmens führen dazu, dass die Handwerker nun länger zu tun haben – vermutlich rund fünf Monate. Hilmer geht davon aus, dass Fassadenarbeiten im Spätsommer abgeschlossen sein werden und der für die Baustelle jetzt abgesperrte Stintmarkt dann zum größten Teil wieder frei ist.

Die Wirte Alexander De Flaviis und Huw Hamilton, die das italienische Lokal Trattoria und im Keller den Irish Pub betrieben haben, wollen und sollen voraussichtlich im Laufe des Herbstes zurückkehren. In die zehn Wohnungen können vermutlich zum 1. Dezember Mieter einziehen. Ob die Kalkulation, bislang mit rund dreieinhalb Millionen Euro veranschlagt, gehalten werde, bleibe abzuwarten, sagt Hilmer.