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Auf dieser Freifläche im Baugebiet Im Stadtkamp  in Barendorf soll sich ein Drogeriemarkt ansiedeln. Doch die Drogeriekette Budnikowsky zögert noch.
Auf dieser Freifläche im Baugebiet Im Stadtkamp in Barendorf soll sich ein Drogeriemarkt ansiedeln. Doch die Drogeriekette Budnikowsky zögert noch.

Barendorf: Interessent lässt sich Zeit

kre Barendorf. Eröffnet die Drogeriekette Budnikowsky in Barendorf eine Filiale oder springt sie ab? Die Antwort auf diese Frage wüsste zu gerne auch Barendorfs Gemeindedirektor Dennis Neumann. Er sagt: „Das Unternehmen lässt uns warten!“ Eine Hängepartie, die der Verwaltungschef mehr als ärgerlich empfindet. „Wir haben als Gemeinde unsere Hausaufgaben gemacht, damit das Unternehmen seinerseits möglichst schnell die notwendigen Bauanträge stellen kann.“ Aber schließlich ging Neumann bis vor wenigen Monaten auch noch davon aus, dass die Drogeriekette großes Interesse am Standort Barendorf hat. Jetzt ist er sich da gar nicht mehr so sicher. Denn offenbar prüft das Hamburger Unternehmen auch Optionen im benachbarten Scharnebeck.

Wie berichtet, will die Gemeinde Barendorf in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits vorhandenen Edeka-Markt auch einen Drogeriemarkt ansiedeln. Das Hamburger Unternehmen Budnikowsky zeigte Interesse. Die Rede ist von einem Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 700 Quadratmetern. „Bis Februar“, so Neumann, „wollte das Unternehmen die endgültige Standortentscheidung treffen.“ Daraus wurde nichts, der Gemeindedirektor wurde vertröstet. Jetzt soll die Entscheidung bis Ostern stehen.

Man sei noch in den Planungen, heißt es aus der Firmenzentrale in Hamburg. Dementiert wird allerdings, dass es sich dabei um einen Abwägungsprozess nur zwischen den beiden Standorten Barendorf und Scharnebeck handelt. „Wir schauen uns die Metropolregion insgesamt an“, heißt es aus der Budnikowsky-Zentrale.
Neumann ist dennoch von der Attraktivität des Standortes Barendorf überzeugt. „Ich verstehen das Zögern nicht“, sagt der Gemeindedirektor. Die Gemeinde wächst und damit auch die Kaufkraft. Zudem profitierten sowohl der Edeka-Markt, als auch ein künftiger Drogeriemarkt vom Pendel- und Durchgangsverkehr. „Die Zahlen sprechen für uns“, glaubt der Gemeindedirektor.

Ob sich die Drogeriemarkt-Kette von diesem Statement überzeugen lässt, bleibt freilich abzuwarten. Fest steht nur: Mit den Bezirksarchäologen wird es bei der Bebauung der Fläche keinen Ärger geben. Denn der hat das Areal in Barendorf bereits auf mögliche archäologische Bodenfunde untersucht – und sie dann für die Bebauung freigegeben.