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Förster und Sponsoren auf der Pflanzfläche (v.l.): Heiner Rupsch, Oliver Christmann, LZ-Verleger Jens Wiesemann und Klaus Bockelmann von der gleichnamigen Firma Bockelmann Holz und Katrin Perczynski von der Firma DBL Marwitz Textilpflege. Foto: t&w
Förster und Sponsoren auf der Pflanzfläche (v.l.): Heiner Rupsch, Oliver Christmann, LZ-Verleger Jens Wiesemann und Klaus Bockelmann von der gleichnamigen Firma Bockelmann Holz und Katrin Perczynski von der Firma DBL Marwitz Textilpflege. Foto: t&w

LZ-Blätterwald geht in elfte Runde +++ mit allen Infos

kre Barendorf. „Das ist die Fläche“, sagt Barendorfs Revierförster Oliver Christmann – „hier wird am 17. April ein neuer LZ-Blätterwald entstehen.“ Vier Hektar groß ist das Pflanzareal in der „Brandheide“, gelegen vor den Toren Lüneburgs in Höhe Ebensberg. Vor wenigen Monaten noch standen hier bis zu 150 Jahre alte Fichten und Kiefern. Ein sogenannter Endnutzungsbestand. Was man unter diesem Begriff versteht, erklärt Revierförster Christmann so: „Die Bäume waren abgängig. Rotfäule bedrohte den Fichten-, Kernbildung den Kiefernbestand.“ Um das Holz wirtschaftlich noch verwerten zu können, blieb als einzige Alternative also nur der Einsatz von Motorsäge und Harvester. LZ-Blätterwald

Doch jedes Ende ist zugleich auch die Geburtsstunde für etwas Neues: Denn auf der Fläche sollen wieder Bäume wachsen – gepflanzt von Bürgern, die wieder mitmachen wollen beim großen Pflanzfest, das am Sonntag 17. April, ab 12 Uhr stattfindet. Teilnehmen können alle, ob Familien, Vereine oder Firmen.

Zehn LZ-Blätterwald-Aktionen fanden bereits seit 2007 statt, an den Pflanzfesten nahmen mehr als 2500 Baumpaten vor Ort teil, noch mehr haben gespendet. Insgesamt wurden bislang rund 80 000 neue Laubbäume gepflanzt. Nun soll diese Aktion am 17. April in der „Brandheide“ ihren Fortgang finden.

Klicken Sie auf das Bild und folgen Mr. Baum und Mrs. Wasser in den digitalen Blätterwald. (Foto: t&w)
Klicken Sie auf das Bild und erleben Sie mit Mr. Baum und Mrs. Wasser den digitalen LZ-Blätterwald. (Foto: t&w)

Gepflanzt werden dieses Mal Roteichen, mehrere Tausend an der Zahl. Buchen, die die ehemalige Nadelholzfläche ebenfalls ökologisch und waldbaulich aufwerten, sind schon Ende vergangenen Jahres in die Erde gebracht worden. „Roteichen sind die ideale Baumart für diesen Standort“, stellt Christmann fest. Dieser Baum komme vergleichsweise gut mit der Klimaerwärmung klar, könne auch längere Trockenperioden gut kompensieren.

Trotzdem hat Christmann nicht alle großen Nadelbäume von der Fläche nehmen lassen, sondern einige Bäume stehen lassen. Quasi als große Schirme, die die Jungpflanzen in den ersten Jahren vor zu viel Sonne und Austrocknung, aber auch vor Wind und Frost schützen sollen. Ein weiteres tun die Pflanzenreste der alten Bäume, die auf dem Areal liegen geblieben sind. Bio-Masse, die ebenfalls Schutz gibt.

Damit die Baumpaten während der Pflanzaktion sich nicht allzu sehr mit dem Pflanzspaten abmühen müssen, hat Christmann die Pflanzfläche bereits vorbereiten lassen, mit Hilfe eines Baggers und eines Rodezahns, der den Boden aufgerissen und so verschiedene Pflanzreihen geschaffen hat. „Die Fläche ist prima geeignet“, findet auch Heiner Rupsch vom Verein „Trinkwasserwald“, der die Pflanzaktion gemeinsam mit der Landeszeitung veranstaltet. Er sagt: „Wir können die Erfolge wachsen sehen. Alle Laubholzkulturen stehen in gutem Wachstum. Alle Blätterwälder werden nach aktueller fachlicher Bewertung ihr Ziel erreichen.“

Warum Laubwälder gut für das Grundwasser sind? Der Grundwassereintrag unter Laubbäumen ist deutlich höher als unter reinen Nadelwäldern. Ein von Nadel- auf Laubbäume umgebauter Wald sorgt für 800 000 Liter zusätzlich verfügbares Grundwasser pro Hektar – und das jährlich. Ein LZ-Blätterwald sichert langfristig den gesamten Lebens-Wasserbedarf von rechnerisch 20 Personen. Der Effekt tritt nach etwa zehn Jahren ein, wenn die Bäume eine entsprechende Größe erreicht haben.
Unterstützt wird die Aktion auch dieses Jahr wieder vom Lüneburger Unternehmen DBL Marwitz Textilpflege und Bockelmann Holz. Zwei Lüneburger Unternehmen, denen das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegt.

Baumpate werden …

… für eine Spende von fünf Euro pro Baum. Für jeden gespendeten Laubbaum wird durch die Gemeinschaft ein Baum gepflanzt – inklusive Wildschutz und Anwuchsgarantie. Dabei hat jeder die Möglichkeit, seine gespendeten Bäume beim Pflanzfest selbst in die Erde zu bringen. Wer sich für den LZ-Blätterwald in der „Brandheide“ engagieren möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff Blätterwald an die Gemeinschaftsadresse von LZ und Trinkwasserwaldblaetterwald@landeszeitung.de. oder eine Postkarte an die LZ-Redaktion, Am Sande 18, 21335 Lüneburg.

Bitte unbedingt angeben: Name, Anschrift, Telefonnummer, die Zahl der gewünschten Baumpatenschaften (5 Euro pro Patenschaft) sowie ob und mit wie vielen Personen Sie an der Pflanzaktion persönlich teilnehmen. Spenden in bar beim Pflanzfest selbst oder vorab per Überweisung an: Trinkwasserwald e.V., Kennwort „LZ-Blätterwald“. Die IBAN lautet: DE 52 240 501 100 000 634 030.

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