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Die zwölfjährige Tara aus Vögelsen bringt mithilfe einer Fahrradpedale eine Glühbirne zum Leuchten. Der Aufbau ist Teil der interaktiven Ausstellung der Messe. Foto: lkö
Die zwölfjährige Tara aus Vögelsen bringt mithilfe einer Fahrradpedale eine Glühbirne zum Leuchten. Der Aufbau ist Teil der interaktiven Ausstellung der Messe. Foto: lkö

Klimawerk-Messe informiert über energieeffizientes Bauen

lkö Lüneburg. Mit einem Wisch hat Sascha Komoll den alten Kühlschrank gegen ein energiesparenderes Modell ausgetauscht. Er steht vor einem großen Bildschirm, auf dem der Umriss einer Wohnung abgebildet ist. Die Anzeige am Rand bewegt sich: Stromverbrauch und Stromkosten sinken. „Sehen Sie? Das kann man auch mit der Waschmaschine und allen anderen Geräten machen“, erklärt Sascha Komoll, Geschäftsführer des Klimawerks. Der Bildschirm, an dem man seine Wohnung virtuell energieeffizient einrichten kann, ist Teil einer interaktiven Ausstellung der Klimawerk-Messe. Die Messe, die von der Klimawerk Energieagentur veranstaltet wird, fand am Wochenende zum neunten Mal in den Räumen der Firma Holz Herbst in der Goseburg statt. Fast 50 Aussteller haben sich mit ihren Ständen aufgebaut, um Besucher über energiesparendes Sanieren, Bauen und Wohnen zu informieren.

Hausherr Carsten Herbst ist zufrieden: „Ganz besonders freut es mich, dass wir auch das Thema Elektromobilität zum ersten Mal dabei haben. Es sind auch Privatleute mit ihren eigenen Elektroautos da. Die geben natürlich noch einmal ganz andere Antworten als Prospekte.“ Eine Kampagne, die es auch zum ersten Mal gibt, ist die „Solar-Checks-Kampagne“, die von der Klimaschutzleitstelle mit Unterstützung der Klimawerk Energieagentur organisiert wird. „Bis zum September kann man sich anmelden und eine Solarberatung bei seinem Haus durchführen lassen, für zehn Euro Eigenanteil“, erklärt Komoll das Konzept. Eine Solaranlage lohne sich auf jeden Fall, da die Zinsen im Moment sehr niedrig bis gar nicht vorhanden seien, so Komoll. „Das in Kombination mit einer Pelletheizung, um unabhängig von Öl und Gas zu werden — grüner geht es fast gar nicht“, empfiehlt der Energieberater.

Auch die Klimaschutzleitstelle hat ihren Stand auf der Messe aufgebaut. Sie koordiniert und initiiert Klimaschutzprojekte im Landkreis. Neben Projekten wie der „Solar-Checks-Kampagne“ sei vor allem auch Bildungsarbeit in Kitas und Schulen sehr wichtig, erklärt Stefanie Nicklaus von der Klimaschutzleitstelle. „Wir wollen die Energiewende möglichst breit in die Gesellschaft tragen“, so Nicklaus. Lüneburg sei ein Vorreiter in Sachen Energiewende, auch dank der Studenten der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften der Leuphana Universität. „Aber man kann natürlich immer noch mehr machen. Wir müssen das Thema immer wieder neu bespielen, damit es im Gedächtnis bleibt, und dafür ist die Klimamesse natürlich ein wichtiger Termin.“

One comment

  1. Matthias Neumann

    Wow, kann mir bitte jemand erklären, wie man „mithilfe einer Fahrradpedale eine Glühbirne zum Leuchten“ bringt?