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DIe Parkpalette an der Moltke-Straße soll einem Neubau weichen. DIe Stadt möchte hier die Awo-Kita und den Sozialdienst unterbringen. Foto: t&w
DIe Parkpalette an der Moltke-Straße soll einem Neubau weichen. DIe Stadt möchte hier die Awo-Kita und den Sozialdienst unterbringen. Foto: t&w

Neues Sozialzentrum für Kaltenmoor

ca Lüneburg. Die Kita der Awo an der Graf-von-Moltke-Straße in Kaltenmoor ist zu klein. So fehlt Platz für eine zweite Krippen-Gruppe. Am alten Standort kann sie nicht mehr wachsen. Die Stadt plant einen radikalen Schritt: Das Gebäude verschwindet und wächst in der Nähe neu. Die Verwaltung möchte dafür die kaum genutzte Parkpalette an der Graf-von-Moltke-Straße kaufen und abreißen. Mit der Eigentümergesellschaft laufen Gespräche. Die Pläne stellten Oberbürgermeister Ulrich Mädge und seine Mitarbeiter jetzt Anwohnern vor.

Klappt alles, baut die Stadt einen zweigeschossigen Komplex. Ins Erdgeschoss zieht die erweiterte Kita der Arbeiterwohlfahrt mit dann sechs Gruppen. Über der Kita haben Kollegen des Allgemeinen Sozialdienstes der Stadt ihre Büros, dazu soll ein 80 Quadratmeter großer Raum entstehen, der auch für Feste und Versammlungen genutzt wird.
Denkbar ist zudem, dass Stadtteilmanager Uwe Nehring vom St.-Stephanus-Platz in den Neubau zieht.

Es stehen weitere Veränderungen an. Bekanntlich freut sich die Integrierte Gesamtschule über großen Zulauf, zudem wächst nun die Oberstufe. Die Zahl von jetzt 970 Schülern steigt. Deshalb planen Schulleitung und Stadt Veränderungen. So soll die Mensa auf 300 Plätze ausgebaut werden. Auch sollen Schüler des Johanneums, die aufgrund von Platzmangel im Schulzentrum unterrichtet werden, an ihre Mutterschule zurückkehren. Daher soll, wie berichtet, auch am Johanneum ein Neubau entstehen.

Auch für die Sporthalle am Schulzentrum stehen gravierende Umbauten an. Manfred Koplin, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, berichtete, dass der Bau quasi entkernt und neu zugeschnitten wird. Es soll mehr Platz für den Sport und andere Aktivitäten geschaffen werden. Die Arbeiten sollen — nach einer europaweiten Ausschreibung — Ende des Jahres beginnen und 2018 abgeschlossen sein.

Die Zukunft des riesigen Blocks mit Hunderten Wohnungen an der Wilhelm-Leusch­ner-Straße bleibt ungewiss. Die Stadt hatte Interesse, die Immobilie aus einem Insolvenz­verfahren über ihre Gesellschaft LüWoBau zu erwerben. Doch laut Oberbürgermeister Mädge kam man nicht zum Zuge, die finanziellen Angebote der Kommune reichten nicht aus. Im Rathaus kenne man den Käufer noch nicht. Die Verwaltung wolle aber am Ball bleiben, um im Sinne der Mieter und Anlieger Auflagen umsetzen zu können.