Aktuell
Home | Lokales | Campus: Der Wohn- und Kultur-Konzern
Geschäftsführer Klaus Hoppe (l.) und Vereinsvorsitzender Paul Reichwaldt sind die Köpfe von Campus. In Rettmer haben sie die ehemalige Ziegelei übernommen. Dort wird das Holz für die eigenen Heizkraftwerke in den Wohnheimen vorbereitet. Foto: ca
Geschäftsführer Klaus Hoppe (l.) und Vereinsvorsitzender Paul Reichwaldt sind die Köpfe von Campus. In Rettmer haben sie die ehemalige Ziegelei übernommen. Dort wird das Holz für die eigenen Heizkraftwerke in den Wohnheimen vorbereitet. Foto: ca

Campus: Der Wohn- und Kultur-Konzern

ca Lüneburg. Wenn es um die Veranstaltungshalle Vamos geht, fällt immer wieder der Name Campus als Betreiber. Das Vamos ist allerdings nur ein Baustein in einem kleinen Konzern, der seit Anfang der 90er-Jahre langsam aber stetig im Zusammenhang mit der Uni wuchs. Am Anfang in enger Verbindung mit der damaligen Hochschulleitung, inzwischen befindet man sich in großer Distanz. Das lässt sich auch daran ablesen, dass die Führungsriege der Leuphana dem Vamos keine Zukunft geben möchte — ein Pachtvertrag soll auf Dauer nicht verlängert werden. Doch was ist Campus, wer steckt dahinter?

Ein Blick auf die Organisationsstruktur: Hinter allen Aktivitäten steht der Verein Campus. Der hat sich 1992 aus einer studentischen Initiative heraus gegründet. Damals wurde aus der Scharnhorst-Kaserne langsam die Universität. Es mangelte an Wohnraum für Studenten, Aktivisten besetzten — letztlich geduldet — einen Block auf dem Gelände und zogen ein. Heute ist das Gebäude eines der Wohnheime, die Campus gehören. Wohnen zählt noch heute quasi zum Kerngeschäft von Campus.

Dem Verein gehören fünf Wohnheime mit 310 Zimmern, ein sechstes ist in Planung. Er macht nach eigenen Angaben einen Umsatz von 1,2 Millionen Euro. 800.000 Euro im Bereich Wohnen, 400000 bei der Kultur. Gewinne darf er als Verein nicht erwirtschaften. Den Überschuss steckt er in das eigene Vermögen, also in Wohnheime.

In der Satzung heißt es, der Zweck des Vereins ist gemeinnützig, er soll Kultur, Volks- und Berufsbildung fördern. Eng zusammenarbeiten will man mit Stadt, Kreis, lokalen Bildungsträgern, der heimischen Wirtschaft und natürlich der Universität. Neben dem Vorstand, den Vorsitz hat aktuell Paul Reichwaldt inne, besteht ein Beirat, in dem sich der Ansatz widerspiegelt. Vertreten sind beispielsweise der ehemalige Uni-Präsident Prof. Dr. Hartwig Donner (zu seiner Zeit arbeitete man hervorragend zusammen) und Stadtbaurätin Heike Gundermann.

Der Verein hat sich durch seine Satzung eine Höchstmitgliederzahl von 25 gegeben, darüber hinaus können sich Fördermitglieder engagieren. Neben Beiträgen will Campus Einnahmen erzielen, um seine Anliegen zu finanzieren. Dafür zuständig ist die Campus Management GmbH, die sich vielfältig aufgestellt hat.

Das Gesicht von Campus ist Klaus Hoppe, er ist Geschäftsführer der Campus Management GmbH. Seine Gegner behaupten, er mache bei dem Konstrukt reichlich Kasse. Die LZ durfte einen Blick in seine Gehaltsabrechnung werfen, ohne eine Zahl zu nennen: Das Einkommen ist für den Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit 80 festen und rund 120 geringfügig beschäftigten Mitarbeitern eher bescheiden.

Der Umsatz der GmbH lag im Jahr 2015 bei rund 7,5 Millionen Euro. Was hier am Ende übrigbleibt, wird zur Förderung von verschiedenen Projekten verwandt. So flossen 2014 in Kulturvorhaben gut 85.000 Euro, 62.500 Euro erhielten die Volleyballer der SVG. Campus ist einer der wichtigsten Geldgeber.

Hoppe und Reichwaldt sind sich einig: „Was wir am besten können, ist alles rund ums Wohnen.“ Neben der Verwaltung der eigenen Wohnblocks (siehe Infobox) sorgt Campus über eine eigene holzbefeuerte Energieanlage für Wärme in den Immobilien. Nachschub kommt aus dem Bereich Amelinghausen und wird in der alten Ziegelei in Rettmer aufgearbeitet und getrocknet. Auf dem Kreideberg verwaltet Campus im Auftrag zusätzlich 100 Wohnungen einer Eigentümerfamilie. Auch eine eigene Bauabteilung, ebenfalls in Rettmer angesiedelt, betreibt die GmbH.

Allerdings beruht das Prinzip auf einer Mischfinanzierung. Denn nicht alles, was die Gesellschaft anpackt, fährt sofort Gewinn ein. Selbst das Vamos habe die ersten fünf Jahre Minus gemacht, sagt Hoppe. Das habe sich gewandelt: Heute fließt aus dem Erlös von Partys Geld in kulturelle Veranstaltungen, die sich nicht selber tragen und in das zweite Veranstaltungszentrum in Bleckede, das sich noch im Aufbau befindet. Die First Class Sessions in der Ritterakademie wären ohne Zuschüsse aus anderen Bereichen nicht zu finanzieren.

Auf dem Campus der Universität ist Campus ein wichtiger Unternehmer. Er betreibt in einem eigenen Komplex einen Copy Shop, ein Café und eben das Vamos. Dazu ein Carsharing-Angebot, das aber auch von vielen Lüneburgern genutzt wird. 1200 Kunden machen mit. Über das Tafelwerk-Catering werden beispielsweise auch Schul-Mittagstische beliefert.

Hoppe und Reichwaldt erklären, Campus sei über die Jahre immer wieder in Lücken geschlüpft oder habe Projekte und Immobilien übernommen, die andere nicht wollten oder erfolgreich bewirtschaftet haben. Ein Beispiel ist das ehemalige Anna-Vogeley-Seniorenheim der Stadt. Die GmbH hat dort Büros für verschiedene Institutionen eingerichtet, das Schulbiologie- und Umweltbildungszentrum hat dort seine Heimat, auch 50 Flüchtlinge und 60 Studenten haben dort eine Bleibe gefunden.

Ein Dreh- und Angelpunkt bleibt aus Sicht der Campus-Leute das Vamos. Was hier erwirtschaftet wird, kommt anderen Vorhaben zugute. Das Führungs-Duo trommelt bei der lokalen Politik, die möge direkt und über das Land auf die Uni einwirken, dass Campus die Immobilie weiter nutzen könne. Doch was ist, wenn die Uni-Leitung Campus trotzdem die kalte Schulter zeigt? „Es gibt keinen Plan B“, sagt Hoppe. Das kann, muss man aber nicht glauben. Denn Hoppe hat sich seit gut zwei Jahrzehnten immer wieder als kluger und strategischer Kopf gezeigt. Er sagt auch: „Ohne Vamos geht Campus nicht unter.“ Dafür sei man zu breit aufgestellt.

Doch werde es Einschnitte bei der Kultur geben. Ein neues Betätigungsfeld hat Campus im Blick: die neue Veranstaltungs- und Sporthalle mit mehr als 3500 Plätzen, die Stadt und Kreis gemeinsam bauen wollen, unter anderem um den SVG-Bundesliga-Volleyballern eine Arena zu bieten. Da möchte die GmbH die Bewirtschaftung übernehmen. Der Plan: So kann der Unterhalt der Halle finanziert werden, ohne dass Stadt und Landkreis dafür aufkommen müssen.

Der Besitz und wie er sich finanziert

Wohnheime
Studierendenwohnheim Campus 1, Scharnhorststr. 1a, Umbau und Kauf finanziert über Kredite, die noch immer bedient werden.

Studierendenwohnheim Campus 2, Wichernstr. 5, Umbau und Kauf finanziert über Kredite, die bedient werden, sowie 12.500 DM Landeszuschuss x 84 Zimmer — 1.050.000 DM. Das Studentenwerk Braunschweig hat zur selben Zeit einen Zuschuss von 25.000 DM je Zimmer erhalten.

Studierendenwohnheim Campus 3, Wichernstr. 27, Umbau und Kauf finanziert über Kredite, die noch immer bedient werden. Zuschuss vom Land — 12.500 DM x 8 Zimmer — 100.000 DM.

Studierendenwohnheim Campus 4/ 5, Uelzener Str. 112, Kauf und Umbau der Gebäude mit Hilfe von Krediten, die noch immer bedient werden. 12.500 DM Landeszuschuss x 102 Zimmer — 1.275.000 DM, Grundstück Erbaurecht.

Immobilien Campus Management GmbH:

Ladenzeile auf dem Universitätscampus, Kauf und Umbau mit Hilfe von Krediten. Expozuschuss für von der Universität genutzte Flächen, der über Mietfreiheit von der Universität genutzte Räume an diese zurückfließt.

Ritterakademie, Renovierung und Kauf mit Hilfe von Krediten, die noch bedient werden, Grundstück Erbbaurecht.

Insilva Innovations- und Bildungszentrum/ehemaliges Anna-Vogeley-Seniorenwohnheim, Mietvertrag über die Dauer von 20 Jahren. Finanzierung der Umbauten aus Barvermögen und mit Hilfe von Krediten, die noch bedient werden.

Wohnhaus und Ziegelei in Rettmer, aus Barvermögen und Krediten, die noch bedient werden.

12 Kommentare

  1. Werner Schneyder

    Schade, dass so wenig über das Geschäftsgebahren gesagt wird wie Abmahnungen usw. Die Uni hätte den Expozuschuss auch bekommen, wenn das Vamos nicht mietfrei gewesen wäre. Die Uni unterstützte Campus lange Zeit wie durch den mietfreien Flügel, usw. Donner ist ja heute noch im Beirat. Hier werden Geschichten erfunden. Campus ist kreativ, das finde ich gut. Aber man sollte nicht alles rosarot malen

    • Hallo, Werner Schneyder,

      „man sollte nicht alles rosarot malen“, sag ich auch immer und auch: „Schade, dass so wenig über das Geschäftsgebahren gesagt wird wie Abmahnungen usw.“ Denken Sie nur an den, der Party bis in die Puppen macht, sich nackt durchs Internet datet, in einem Taxi irgendwie 75 000 Euro Bargeld verlustig gegangen ist und zu allem Überfluß gläserweise Nuß-Nougat-Creme (Nudossi) nascht. Aber nun reicht’s! Jogi Löw zieht die Notbremse und zeigt ihm für zwei Spiele die rote Karte. Wie gut, daß Jogi die folgenden vier Anekdoten nicht kennt, das Karriereaus für den Kerl wäre praktisch vorprogrammiert:

      1. Mit seinen Freunden Kalle und Fiete ging er am Vorabend eines Bundesligaspiels mit eingebautem Pflichtsieg einmal „feiern“. Weil er wußte, daß er wahrscheinlich erst zum Anpfiff wieder wach wird, warf er sich bereits vor dem Ausgehen in seine Fußballkluft, und so kam es dann ja auch. Die Rechnung der besuchten Disko für den von seinen Stollen zerkratzten Fußboden: 100 000 Euro.

      2. Weil ein via Tinder klargemachtes Date nicht zur vereinbarten Zeit in der Kneipe erschien, donnerte er sich aus Frust mit Cocktails zu, bis er gerade noch so laufen konnte. Vor der Tür beim Rauchen dann der Schock: Lokal verwechselt! Zum Glück hatte die betreffende Dame die 20 Minuten nebenan gewartet. So landeten beide doch noch im Bett vor der Videokamera, normal!

      3. Eines Dienstags um 12 Uhr Mittags: Er war gerade in ein Bad aus erwärmtem Nudossi gesunken, um seinen Riesenschädel loszuwerden, da klingelte der Mannschaftsarzt durch, wo er denn bleibe. Superfuck, total den Termin verpennt! Er also ruckzuck ins Auto, zur Praxis gebrummt und sofort rein zum Doc. Der schüttelte nur den Kopf: „Die Fahne verzeihe ich Ihnen, aber das nächste Mal duschen Sie, bevor Sie herkommen.“

      4. Wieder einmal fehlten ihm nach einer Pufftour Tausende Euro in der Tasche, so daß er ins Grübeln geriet. Nach einer Weile vertraute er sich einem Vereinskollegen an: „Ich glaube, ich weiß jetzt, warum ich ständig Geld verliere: Meine Hose hat Löcher. Oben eins und unten an jedem Bein auch.“

  2. Zu den Immobilien der Campus Management GmbH zählen Wohnhaus und Ziegelei in Rettmer. Meines Erachtens der ideale Standort für das neue Vamos! inklusive SVG-Sporthalle und einer siebenstöckigen Tiefgarage von Daniel Libeskind.

  3. Da ist aber wieder Propaganda Hoppenstedt unterwegs. Diese Schönfärberei und Kungelei hat die derzeitige Unileitung erkannt und schiebt dem ein Riegel vor. Bravo. Wenn jemand auf dem Campus profitieren sollte, dann wäre das die Uni oder Studentenwerk selbst. Das bisschen Kultur, dass vorgeschoben wird um die Hoppenstedtsche Gelddruckmaschine zu schmieren könnte der Verein bequem mit dem Vamos leisten, wenn er tatsächlich keine Gewinne machen würde. Stattdessen wurde eigens eine GmbH gegründet, um dieses Gewinnverbot zu umgehen und um weiter Fördermittel zu bekommen, dann werden halt dort die Gewinne erzielt und in Bereiche expandiert, in denen man durch die vorgelagerte Vereinsstruktur jedem privatwirtschaftlich tätigen Unternehmer ausstechen kann. Die Ausschreibung des Café neun wurde damals zum Beispiel so gestrickt (auch unter Herrn Donner) das nur die Campus als Betreiber in Frage kam und so seine Monopolstellung auf dem Unigelände ohne Wettbewerb festigen konnte. Selbst das damals interessierte Studentenwerk hatte keine Chance. Über die unter Wert zugeschusterten Immobilien braucht man gar nicht weiter zu reden.
    Wer sind eigentlich die 25 Vereinsmitglieder? Wem fällt das Mittlerweile beachtliche Vermögen des Vereins bei Vereinsauflösung zu? Ist Herr Hoppe auch Gesellschafter der GmbH, wie es auch mal von ihr veröffentlicht wurde? Das der Pudel von Hoppenstedt Vereinsvorsitzender ist, passt dabei auch. Die besondere Hoppenstedtsche Fähigkeit liegt darin, andere Menschen für seine Interessen vor seinen Karren zu spannen, ohne das sie dies merken. Ein weiterer Coup soll nun also folgen: Die Stadt baut eine Veranstaltungshalle und Herr Hoppe übernimmt Großzügiger weise exklusiv die Bewirtschaftung und Betreibung natürlich nach Möglichkeit ohne Ausschreibung und lästige Pacht. Andernfalls droht er dann wieder die Unterstützung seines Lieblings Klubs zu streichen. Wenn man sich von Hoppenstedts abhängig macht ist man verloren. Viel Freude mit Hoppe und Friends.

    • Was erlauben SPD ?

      In der Lünepost vom Sa./So., 13./14. Februar 2016 unter der Überschrift „Welle der Solidarität mit dem Vamos“ auf Seite 3 erklärte Klaus Hoppe ohne jede Scham, er sei, was die Zukunft des Vamos angehe, unbedingt für eine ganz individuell maßgeschneiderte Wettbewerbsgestaltung zu seinen Gunsten, für die der Steuerzahler ruhig einmal Verständnis aufbringen dürfe. Klaus Hoppe nämlich forderte: „Eine öffentliche Einrichtung wie die Uni, die zu 90 Prozent aus Steuermitteln gefördert wird, sollte das Vamos nicht an den Meistbietenden – womöglich einen Spekulanten – veräußern, sondern zu einem fairen Preis an uns.“ Mit anderen Worten: „Wieso soll nur eine geltungssüchtige Uni-Leitung die öffentliche Hand schröpfen dürfen, wieso nicht auch ein lieb und harmlos in die mitempfindende Welt sozialdemokratischen Gönnertums hineinblinzelndes privatwirtschaftliches Campus-Unternehmen, indem es Immobilienerwerb weit unter den erzielbaren Markpreisen verlangt?“ Die Lünepost jubelt: „Für diesen Vorschlag gab‘s einhellige Zustimmung.“ Wohlgemerkt: diesen Vorschlag des präsumtiven Nutznießers, den Steuerzahler um einen gewaltigen Euronenhaufen zugunsten der Campus GmbH zu prellen, hat die komplette Stadrats- und Kreistagsfraktion der SPD mit Wohlwollen beklatscht. Kann mir jemand erklären, warum?
      Quelle: http://www.luenepost.de/epaper/3db2edd5f9d58836f24f74923748ea86/PDF/LP-13_02_2016.pdf

      MfG Dietmar Garbers

  4. Statt die Gewinne in der GmbH anzuhäufen oder in Catering Firmen oder Party Location oder alte Industrie Areale zu investieren sollten lieber die Mieten der Wohnheime gesenkt werden um den Studenten mehr Luft zu verschaffen.

    • @ Claas Das nennt man „Soziale Verantwortung“ und die wird in der „Freien (bzw. Sozialen) Marktwirtschaft“ klein geschrieben. Oder lassen sich diese beiden Themen überhaupt vereinbaren ?!

      • Bleibt Hoppes Platz im Veranstalter-Olymp frei? Das ist hier doch die Frage, Ron. Und allenfalls noch: Wann fährt der Servicegeist ins Oberstübchen der Lüneburger Campus GmbH-Mitarbeiter? Oder zuletzt: Quo vadis Vamos?

  5. Vielleicht kann Klaus Hoppe sein neues Vamos auch auf der großen Wiese neben dem Cafe Rautenkranz an der Hauptstraße von Darchau bauen? „Die Lüneburger Campus GmbH ist nicht nur ein Geschenk für das Deutsche Volk, sondern auch für die Europäische Union und ein Symbol für die Weltgemeinschaft der Völker“, würde Herr Manfred Landrat Nahrstedt dann vielleicht noch einmal in Neuhaus als Festredner der Veranstaltung formulieren, zu der sicher rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben werden geladen gewesen sein.
    Vgl: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/199213-landkreis-feiert-25-jahre-deutsche-einheit

    Und Ratsherr Björn Adam dürfte endlich wieder von einer Brücke in die Gesellschaft schwärmen.

  6. Kerstin Schröder

    Hallo Herr Bruns, Sie haben ja so recht. Man weiß eigentlich nie. Der »Später-wegwerfen«-Papierstapel auf Ihrem Sofatisch ist bestimmt auch ein Ausdruck der Erkenntnis, die Mechanismen der Welt nicht einfach durchschauen zu können: Sachbearbeiterinnen der AOK klingeln möglicherweise an der Haustür und fordern eine Beitragsberechnung von Ihnen zurück. Mäzene treten auf den Plan und wollen Ihre ungelenksten Kritzeleien für ein Heidengeld kaufen. Freunde überprüfen des öfteren, was eigentlich aus der Postkarte ihres letzten Mallorca-Urlaubs geworden ist.