Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Sie können auch mauern: Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Klinikum-Chef Dr. Michael Moormann packten bei der Grundsteinlegung an  zur Freude von Sozialministerin Cornelia Rundt, Aufsichtsratschef Andreas Jörß (2.v.l.) und Architekt Torsten Petroschka (2.v.r.). Foto: t&w
Sie können auch mauern: Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Klinikum-Chef Dr. Michael Moormann packten bei der Grundsteinlegung an zur Freude von Sozialministerin Cornelia Rundt, Aufsichtsratschef Andreas Jörß (2.v.l.) und Architekt Torsten Petroschka (2.v.r.). Foto: t&w

Grundsteinlegung für Erweiterungsbau des Klinikums

as Lüneburg. Als Meilenstein in der Geschichte des Lüneburger Klinikums bezeichnete Andreas Jörß, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum gGmbH, die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau an der Bögelstraße. 50 Millionen Euro werden hier laut Geschäftsführer Dr. Michael Moormann in den kommenden Jahren investiert, um das Haus zukunftsfähig aufzustellen. Prominentester Gast bei der Grundsteinlegung war Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, die gute Nachricht mitbrachte: Das Land wird sich nun mit 37 Millionen Euro an dem Ausbau beteiligen. Bisher war die Rede von rund 33 Millionen Euro.

Seit dem Bau des Lüneburger Krankenhauses im Jahr 1900 wurde das Haus stetig aus- und umgebaut. Nun erfolgt der zehnte Erweiterungsbau, der notwendig geworden sei aufgrund der stetig wachsenden Patientenzahlen, so Jörß. Rund 48000 Patienten werden hier mittlerweile pro Jahr behandelt, davon 29700 stationär. Jörß und Dr. Moormann dankten dem Sozialministerium und der Oberfinanzdirektion für die konstruktive Zusammenarbeit und Begleitung, durch die das Großprojekt möglich geworden ist. „Ihr Geld ist hier gut angelegt“, sagte Jörß mit einem Augenzwinkern in Richtung Sozialministerin. Großer Dank ging auch an den Gesellschafter Stadt und da federführend an Verwaltungschef Ulrich Mädge, der sich mit Leidenschaft für das Klinikum eingesetzt und manche Tür geöffnet habe. Der Aufsichtsratschef machte auch deutlich, dass „die Qualität unseres Hauses mit den Mitarbeitern beginnt“. Der Erfolg des Klinikums sei ihnen maßgeblich zu verdanken.

Sozialministerin Cornelia Rundt betonte, dass das Lüneburger Klinikum eine besondere Bedeutung aufgrund der vielen zertifizierten Krebs-Zentren in Niedersachsen habe. Das Haus sei dem Land sozusagen lieb und teuer, „deshalb stellen wir 37 Millionen Euro gerne bereit“ — auch mit Blick da­rauf, dass Patienten wohnortnah versorgt werden. Rund 16000 Quadratmeter groß ist der Erweiterungsbau. Entstehen soll er angrenzend an den Blauen Planeten. Vorgesetzt wird ein flacher Anbau für die Anfahrt von Liegendtransporten. Patienten gelangen von dort oder über den Haupteingang in die neue interdisziplinäre Notaufnahme. Im Erweiterungsbau befinden sich außerdem die neue Intensivstation sowie die IMC, Intermediate Care, zu Deutsch Zwischenpflege, die ein Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalpflege ist. Konzentriert an dem Standort wird auch die Radiologie.

„Mit der Erweiterung bauen wir etwas für die Versorgung der Menschen in unserer Region, bekennen uns zu unserer Verantwortung“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Er blickte zurück auf die Entwicklung des Hauses in den vergangenen Jahrzehnten. Entscheidende Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Hauses seien schon in den 90er-Jahren gestellt worden. In einer Zeit, als viele Häuser unter dem Kostendruck privatisiert worden seien, habe sich die Kommune zum Klinikum bekannt. Sein Dank ging auch an Prof. Dr. Anton Schafmayer, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Klinikums, der die Entwicklung des Hauses stets aktiv vorangetrieben habe. Inzwischen schreibe das Klinikum wie auch andere Gesellschaften der Gesundheitsholding schwarze Zahlen.

Voraussichtlich im Sommer 2018 soll das Projekt fertig sein.

2 Kommentare

  1. wie schön, daß etliche Millionen zur Verfügung stehen, um das Klinikum zu erweitern. Ich hoffe nur, es ist auch noch etwas Geld dafür vorgesehen, die teilweise maroden Krankenzimmer zu renovieren. Vor zwei Jahren lag mein Vater ein paar Tage im Klinikum bevor er starb und das Zimmer, in dem er lag, war in einem einfach unmöglichen Zustand, Bett wie vom Sperrmüll, abgeplatzter Putz an den Wänden, fleckige alte Vorhänge, die aussahen, als hätte man eine Blutkonserve dagegen geworfen. Prima wäre es auch, wenn noch etwas übrig wäre für ein paar zusätzliche Pflegekräfte, damit z. B. nicht eine Schwester allein für eine ganze Station schwerstkranker Patienten zuständig ist. In unserem Fall mußte diese Schwester ein dringend benötigtes Bettgitter aus dem Keller besorgen. Bis dahin war mein Vater zweimal aus dem Bett gefallen und sie mußte ihn allein wieder hineinheben. Es wäre doch prima, wenn für solchen Fälle eine Hilfsschwester/-pfleger zur Verfügung stände

    • Ehrenbrief Kebe

      Die Erfahrungen hinsichtlich der Betreuungsqualität kann ich leider bestätigen. ……….Gebäude und Geräte sind nur „Hilfsmittel“, das Wesentliche eines Spitals macht das Personal in Anzahl, Qualität und mit Motivation aus. Hier entscheidet mehr Augenmerk der Träger und finanzieller Einsatz über Leben. Schlussendlich kann es Jeden treffen.