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245 Hennen leben in dem Bleckeder Hühnermobil zusammen mit fünf Hähnen. Die männlichen Tiere sind als „Friedensstifter“ und „Aufpasser“ wichtig für das Sozialgefüge der Herde. Foto: t&w
245 Hennen leben in dem Bleckeder Hühnermobil zusammen mit fünf Hähnen. Die männlichen Tiere sind als „Friedensstifter“ und „Aufpasser“ wichtig für das Sozialgefüge der Herde. Foto: t&w

Aufzucht, Alltag und Ende einer Legehenne

lz Lüneburg. Zu keiner anderen Zeit im Jahr essen wir mehr Eier als zu Ostern. Pro Haushalt werden zum Fest laut Bundeslandwirtschaftsministerium zwei bis drei Eier mehr gekauft als üblich, insgesamt hat jeder Deutsche 2015 im Schnitt 233 Eier verbraucht – etwa 50 weniger, als eine Legehenne auf dem Bleckeder Hof Steinberg in ihrem Leben produziert.  Im Sommer 2015 sind der Landwirt aus Bleckede Heinrich Burmester und sein Sohn Henrik in die Eierproduktion eingestiegen, heute halten sie knapp 500 Hennen und zehn Hähne in zwei Ställen auf Rädern.

Die alternative Form der Freiland- und Biohaltung boomt in Niedersachsen: Die Zahl der Betriebe mit Ökohaltung ist laut Agrarministerium seit Ende 2012 landesweit um 30 Prozent auf 273 Produktionsstätten gestiegen, in der konventionellen Freilandhaltung gibt es aktuell 371 Betriebe, ein Plus von 32 Prozent. Immer mehr Landwirte nutzen die Möglichkeit, sich mit den Mobilställen ein zweites Standbein aufzubauen. Für Landwirtschaftsminister Christian Meyer ein „eindeutiger Trend zu mehr Tierschutz“. Doch wie sieht es tatsächlich aus, das Leben einer Legehenne im Mobilstall?

In der Regel ziehen Burmesters Hühner im Alter von 18 Wochen in das Hühnermobil. Sie bekommen ein wenig Zeit, um sich an ihren fahrbaren Hühnerstall zu gewöhnen, und lernen, auf der Sitzstange zu sitzen. Ist das geschafft, geht es mit den Artgenossen raus aufs Feld. 500 Hühner halten die Landwirte im Hühnermobil, das sie seit Juli 2015 betreiben. Ein Huhn legt pro Jahr circa 240 Eier. Nach 16 Monaten treten die Tiere dann den Weg zum Schlachthof an.

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