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Der neue Kuhstall sollte ihr Lebenswerk werden, Jens Timmermann und seiner Lebensgefährtin Marika Reichel die Zukunft sichern. Glauben kann das Paar daran aber nicht mehr, sie quält nur noch eine Frage: ­Wie lange halten sie bei den Milchpreisen noch durch? Foto: t&w
Der neue Kuhstall sollte ihr Lebenswerk werden, Jens Timmermann und seiner Lebensgefährtin Marika Reichel die Zukunft sichern. Glauben kann das Paar daran aber nicht mehr, sie quält nur noch eine Frage: ­Wie lange halten sie bei den Milchpreisen noch durch? Foto: t&w

Ein Bauer, der nicht mehr weiterweiß

off Ahndorf. Nachts ist es am schlimmsten, wenn alles still ist im Haus, und nichts ihn mehr ablenkt. Dann liegt Jens Timmermann nach 14 Stunden Arbeit im Dunkeln und spürt, wie die Panik in ihm aufsteigt. Die Gedanken rasen durch den Kopf, alles dreht sich nur noch um die eine Frage: „Wie lange noch?“ Wie lange machen die Banken mit? Wie lange kann er Strom und Diesel bezahlen? Wie lange schafft er es noch, als Milchbauer zu überleben? Ein Jahr nach dem Fall der Milchquote ist aus seiner Hoffnung auf eine große Zukunft ein Albtraum geworden. Der millionenteure Stall, die 184 Kühe, „ein riesengroßer Fehler“, sagt Timmermann.

Mindestens 30 Cent pro Liter Milch braucht der 42-Jährige, um nur die laufenden Kosten decken zu können. 23 Cent hat die Berliner Milcheinfuhrgesellschaft (B.M.G.) ihm im letzten Monat für den Liter Milch bezahlt, glaubt man den Gerüchten, soll der Preis demnächst auf unter 20 Cent fallen. Andere Molkereien wie das Lüneburger Hochwald-Werk zahlen ihren Bauern noch ein paar Cent mehr. Zum Überleben reichen auch die nicht. Der Milchpreis ist im ganzen Land am Boden, ein Ende der Krise nicht absehbar. Schuld daran, sagen die Experten, sind der niedrige Ölpreis, der eingebrochene Export, die Überproduktion. Die Politik diskutiert über Lösungen. Für ihn, fürchtet Timmermann, kommen sie zu spät.

Mehr als eine Million Euro hat der Landwirt aus Ahndorf 2013 in den neuen Stall investiert, ein Vorzeigebau mit automatischem Melksystem, Ausläufen nach draußen, viel Licht und Luft, hohem Komfort für die Kühe. Stolz und voller Energie standen Jens Timmermann und seine Lebensgefährtin Marika Reichel damals im Futtergang und präsentierten ihr Lebenswerk. „Gut, dass wir uns getraut haben“, sagten sie, „mit diesem Stall haben wir eine Zukunft.“

Als es kurz darauf bergab ging mit den Preisen, dachten sich die Ahndorfer nicht viel dabei. Nach dem Wegfall der staatlichen Mengenbegrenzung war damit zu rechnen, doch Timmermann glaubte fest daran: „Der Markt wird das richten.“ Als Milchbauer hat er gelernt, mit schlechten Zeiten umzugehen, Tiefpreisphasen irgendwie zu überstehen. „Doch irgendwann muss das auch mal enden“, sagt er. Und genau das ist das Problem: Diese Krise will einfach nicht enden, statt mehr gibt es jeden Monat nur noch weniger Geld für die Milch.

Ahndorf, kurz nach 13 Uhr, Jens Timmermann sitzt mit drei Kollegen zum Krisengespräch am Küchentisch. Christoph (29) und Hans-Hermann (65) Behrens melken im Nachbarort 130 Kühe und haben 2014 neu gebaut, Rainer Hagemann (53) hat den Kuhstall, Baujahr 1994, abbezahlt und muss demnächst mit seinem Sohn entscheiden: neu bauen oder hinschmeißen? Alle drei Betriebe beliefern die B.M.G., alle drei können seit Monaten die laufenden Kosten nicht mehr decken.

Um trotzdem weitermachen zu können, haben diejenigen, die Rücklagen hatten, zuerst die aufgebraucht. „Dann musste man die Bank um Nachschlag bitten“, sagen sie. Wer neu gebaut hat, wird als nächstes die Tilgung stunden lassen müssen. Wie lange das gut geht? „Kommt auf die individuelle Situation des Betriebs an“, sagt Rainer Hagemann, „wer noch Ackerbau hat, eine Biogasanlage oder Kartoffelanbau hält länger durch. Auf Dauer geht aber jeder Betrieb dabei drauf“. Gefangen im System fühlen sich die drei Landwirte schon jetzt — und: allein gelassen von der Politik.

Jens Timmermann ist nicht mehr weit davon entfernt, alles hinzuschmeißen. Die Hand zu heben und zu gestehen: „Es geht nicht mehr.“ In den ersten Monaten der Krise hat er mit seiner Lebensgefährtin noch nach Auswegen gesucht, „Bio wollten wir machen“, sagt er, „dafür haben wir aber nicht genug Flächen.“ Außerdem hätten sie jemanden einstellen müssen, um die im Ökolandbau erforderliche Mehrarbeit auf dem Feld zu schaffen. „Doch dafür reicht auch das Bio-Milchgeld nicht.“ Schon jetzt arbeitet das Paar von morgens, viertel nach sechs, bis abends, viertel vor neun. „Früher hat es uns nichts ausgemacht, Stunde um Stunde im Stall zu sein“, sagt Marika Reichel, „aber wenn man beim Arbeiten immer ärmer wird, findet man irgendwann keine Kraft mehr dafür.“

Was passiert, wenn sie wirklich pleitegehen? Jens Timmermann schlägt mit der Hand auf den Tisch, springt vom Küchentisch auf. „Ja, was dann?“, ruft er, „weg damit!“ Die ersten Ackerbauern hätten ihn schon nach Land gefragt, „wie die Aasgeier warten die darauf, dass wir endlich aufgeben.“ Und tatsächlich: Wenn er könnte, sagt er, würde er sofort aufhören, Stall und Kühe verkaufen, sein Geld irgendwo als Angestellter verdienen. „Doch wer kauft heutzutage einen Milchviehbetrieb?“ Und…Timmermann sagt es nicht, aber man spürt es. Hinter all dem Frust und den Sorgen lässt ihn ein anderes Gefühl nicht einfach so hinschmeißen: die tiefe Verbundenheit zu den Kühen und seinem Familienerbe.

Der Landwirt und seine Lebensgefährtin machen also weiter. Arbeiten von früh bis spät, kümmern sich um die Kühe, versuchen zu regeln, was sich noch regeln lässt. An Karfreitag hat eine ihrer Schwarzbunten ein gesundes Kalb zur Welt gebracht, ein Kuhkalb. Normalerweise ein Grund für Timmermann sich zu freuen. Doch auch dafür fehlt dem Bauern inzwischen die Kraft, die Existenzangst liegt wie ein Schatten auf der Seele. Selbst zu den Treffen mit den Kameraden von der Feuerwehr kann er sich nicht mehr aufraffen. Ostersonntag wird er mit Marika ihre Schwester besuchen. Ein paar Stunden Auszeit. Doch spätestens auf dem Rückweg wird sie ihn wieder quälen, die Frage: „Wie lange noch?“

Das tut die Politik

Thema ist die Situation auf dem Milchmarkt auch in den Agrarministerien in Berlin und Hannover, auch auf europäischer Ebene wird diskutiert. Offen ist allerdings, wann konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und mit einer Erholung der Milchpreise zu rechnen ist. Zudem plädieren CSU-Bundesminister Christian Schmidt und sein grüner Amtskollege in Niedersachsen, Christian Meyer, bei der Lösung der Krise für unterschiedliche Maßnahmen.

Der Bundeslandwirtschaftsminister ist überzeugt, die Milchkrise muss am Markt gelöst werden. „Weder die EU noch ein einzelner Mitgliedstaat können einen globalen Markt durch europäische oder nationale Eingriffe lenken“, erklärt er in einer Pressemitteilung. Die „Wirtschaftsbeteiligten“ seien in der Verantwortung, ein besseres Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu finden. Ein Prozess, den die Politik „im Rahmen ihrer Möglichkeiten begleiten“ werde. Konkret fordere er zur Unterstützung der Betriebe weitere „EU-Liquiditätshilfen“. Außerdem setzt sich neuerdings auch Schmidt dafür ein, dass den Erzeugern und Molkereien befristet die Möglichkeit gegeben werden soll, „Vereinbarungen über Angebotsmenge und deren Reduzierungen“ zu treffen. Das Ziel: Wenn weniger Milch auf dem Markt ist, erholen sich die Preise.

Niedersachsens Agrarminister will ebenfalls das Milchangebot reduzieren, denn allein in Niedersachsen sei die Menge zwischen 2010 und 2014 um fast 15 Prozent gestiegen. Meyer plädiert für das Modell des Drosselbonus. Soll heißen: Milchviehbetriebe, die ihre Produktion begrenzen, sollen einen Zuschlag erhalten. Umsetzen will Meyer das so schnell wie möglich als Notprogramm. Vor einem Jahr forderte er bereits, dafür die 309 Millionen Euro zu nutzen, die Milchbauern als Strafe wegen Überlieferung der mittlerweile abgeschafften Quote zahlen mussten.

20 Kommentare

  1. Das ist furchtbar! Leider habe ich null Ahnung von Landwirtschaft, aber wäre es nicht denkbar auf BIO umzustellen? Ich denke, das wird die Zukunft sein. Es darf einfach nicht sein, dass Bauern (Und auch viele andere Menschen) vor Sorgen nicht in den Schlaf kommen. EU und „Globalisierung“ haben ganz offensichtlich versagt, wann sieht man das ein? Wir haben heute eine völlig naturfremde Landwirtschaft. Spaltböden in Viehställen, dadurch gnadenlose Überdüngung durch Gülle und vieles andere mehr. Ein Bauer muss Tierarzt, Biologe, Chemiker, Forstwirt, Landwirt und mehr in einer Person sein. An Urlaub oder Ausschlafen ist nicht zu denken und bezahlt wird Hilfsarbeiterlohn. Wir kaufen fast nur im Naturkostladen, da weiß man ansatzweise was man bekommt und zahlt zumindest etwas fairere Preise. Es ist allerhöchste Zeit das Denken von Quantität auf Qualität umzustellen. Niemand braucht jeden Tag Fleisch! Auch bei Milchprodukten kann man etwas weniger kaufen, dafür aber mehr auf Qualität achten. Niemand, auch kein Landwirt sollte für einen Hungerlohn arbeiten müssen!

    • Nicht jeder Betrieb kann ohne
      weiteres einfach auf Bio umstellen, er braucht evtl. mehr Fläche, muss umbauen u. hat eine Übergangsfrist von zwei Jahren bis er den Biopreis bekommt. Dafür haben die Betriebe im Moment einfach auch nicht das Geld. Ein weiteres Problem ist: Der Biomarkt wächst im Moment hauptsächlich über Aldi und Co, d.h. sobald der Markt eine gewisse Sättigung erreicht gehen auch dort die Preise nach unten, wie bei konvtioneler Produktion.

    • Jochen Böhrer

      Sie sind mal eine große Hilfe. Aus dem Artikel ist klar ersichtlich, dass sich der Landwirt intensiv mit dem Thema Umstieg auf Bio befasst hat und es werden auch die Gründe dafür genannt, wieso er es nicht tat. Schon unverschämt wird Ihre kaum versteckte Unterstellung, Timmermann würde mindere Qualität anbieten. Das ist eine Verhöhnung von jemanden, der nach neuesten Erkenntnissen in Tierwohl und Kuhkomfirt investiert hat. Völlig abstrus wird das Ganze dann noch mit Ihrer dümmlichen Empfehlung, man sollte mit dem wenigerkaufen von Milch den Milchpreis heben.. Wahrscheinlich erkennen Sie die Unlogik nichtmal.

  2. … und wenn man heute einen Agrarberater dazuholt , und frägt was man denn für die Zukunft zu solle , dann kommt: „Sie haben Platz um den Hof, bauen sie doch zu ihren 80 Kühen das gleich nochmal dazu“
    unglaublich!

  3. Wer will und kann muss die Selbstvermarktung auch mal in Betracht ziehen.
    Eigentlich viel zu Schade für den Hof jetzt Pleite zu machen. Der Umstieg auf BIO ist eigentlich schon fast schon Pflicht.
    Je weniger Milch die Discounter erhalten desto besser. Deshallb ist ein Bäuerlicher Zusammenschlus von nöten. Jetzt kämpft jeder für sich gegen den Milchpreis. Momentan ist doch so das der Discounter die Milchpreise bestimmt, nomalerweise kenne ich das anders herum.

    • Reiner Lorenz
      was ist heute normal? mir als verbraucher ist es wichtiger, der hersteller verdient sein geld und weniger der vermittler. ein zusammenschluss kann hilfreich sein, muss aber nicht. so ein kleingartenvorstand kann einem mitglied sein leben ganz schön schwer machen. eine selbstvermarktung sehe ich als den besseren weg an. ich kaufe direkt beim bauern und nicht nur bei einem.

      • Lösung von Bruns: Er trinkt jetzt 365 Liter Milch im Jahr und holt sich seine Ration täglich bei Herrn Timmermann. Der baut noch schnell ein Parkhaus, denn bei 184 Kühen müssen jeden Tag 7360 Leute ihren Liter Milch abholen, damit Sie bei Bauer Timmermann nicht schlecht wird. Nee Herr Bruns bleiben Sie lieber bei ihren die da oben (mit Geld) und ich hier unten (ohne Geld) Themen.

        • Klaus
          schmunzel, ihre selbstvermarktung Klaus, ist ja ganz nett. milch ist nicht nur zum trinken da. daraus werden so schöne sachen gemacht. dabei wandern auch ganz schnell mal 20000 liter in den gully. Klaus ,haben sie schon mal in einem lebensmittelwerk gearbeitet? manche bauern machen tatsächlich aus milch käse. so kann man milch lange lagern. ich könnte ihnen da noch mehr möglichkeiten aufzeigen. kennen sie die firma stamer noch? lünebest ,glücksklee ? pudding und joghurt von stamer waren lecker.

    • Selbstvermarktung? Nicht das dafür nach 14 Stunden Arbeit die Zeit knapp wird, ich denke da gibt es bestimmt noch irgendwo eine EU Richtlinie, die das aus hygienischen Gründen verbietet oder Herr Timmermann muss wahrscheinlich erst noch homogenisieren und pasteurisieren und seinen Hof Fliesen. Heutzutage mit Milchkanne zum Bauern und abzapfen? Unverantwortlich, da macht keine Haftpflicht und Rechtschutzversicherung mit.

  4. Ein weiterer Punkt, der auf den Dörfern zu Wettbewerbsverzerrung führt ist das neue Energiengesetz. Dies führt z. B. dazu, dass Betriebe auf deren Grund und Boden, aufgrund des Flàchennutzungsplan des Kreises bzw. der Gemeinde z.B. Windräder aufgestellt werden dürfen, erhebliche Mehreinnahmen haben und mit diesen finanziellen Möglichkeiten die Pachtpreise in der Region in die Höhe treiben, sodass der Landwirt ohne neue Energien das Nachsehen hat und mittelfristig weichen muss, da er seinen Betrieb nicht auf Zukunftsfähige Betriebsgröße entwickeln kann. Ein weiteres Problem sind Institutionelle Landkäufer vermehrt auch aus dem Ausland, die mit billigem Geld in deutschen Grund und Boden investieren und die Flächenpreise und Pachten in die Höhe treiben. Hieraus folgt ein Ausverkauf der bäuerlichen Landwirtschaft der unweigerlich zur Industrialisierung der Strukturen führen wird. Das Problem mit den Aasgeiern in der Nachbarschaft ist ein Uraltes Phänomen in der Landwirtschaft, da jeder einzelne Nachbar seine betrieblichen Flächen nur erweitern kann, wenn ein anderer schlapp macht. Daher rührt auch der alte Spruch, der nur die Wahl zwischen Wachsen oder Weichen lässt. Beim Ackerbau bedeutet das mehr Fläche.
    Das nächste Dilemma ist, dass mit zunehmender Industrialisierung auch bäuerliche Erzeugergemeinschaften und Genossenschaften an Einfluss und Druckmittel verlieren, da Industrielle Betriebe hierauf in der Regel nicht angewiesen sind und ausscheren. Dies nutzt der Handel und die verarbeitende Industrie dann aus. Wenn wir in Zukunft noch bäuerliche Landwirtschaft haben wollen muss die Politik etwas unternehmen, sonst fährt der Zug bald unwiederbringlich ab. Jeder verlorene Betrieb bleibt verloren, Wiedereinrichter gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

  5. Da sehe ich schwarz. Die Politik von heute, wie die SPD Ratsfraktion oder Miriam Staudte von den Grünen rettet lieber Herrn Hoppe das Vamos. Eine Kuhherde hat keine Wählerstimmen und zahlt auch keine Parteispenden oder macht Online Petitionen.

  6. Das ist die gewollte Politik der Globalisierung … im Ausland ist die Produktion mit viel weniger Auflagen und Bürokratie möglich. Mittel, vom Pflanzenschutz bis Arzneimitteil die hier in D schon lange verboten sind, dürfen da noch eingesetzt werden. Mit diesen Produkten müssen die deutschen Landwirte konkurieren ….
    Gleichzeitig auch gewollt: Brot und Spiele, billig (Fr)Essen und viel Vergnügen
    Die Wegwerfmentalität bei Lebensmitteln ist ja auch sehr groß ….
    Bio ist keine Lösung:
    a. sinkt der Preis schon nur bei Verdoppelung der Biobetriebe
    b. sind die wenigsten bereit für einen „schrumpeligen“ BioApfel mehr zu bezahlen als für einen schönen Apfel aus dem Ausland von dem keiner weiß was rauf gemacht ist
    c. ist z. Zt. bei den wenigetsen Haushalten genug Geld da um eine Verdoppelung der Ausgaben für Lebensmittel hinzunhemen

  7. Wenn die Geier kreisen sind die besten Werte nur noch einen Bruchteil wert. Jeder Unternehmer hat dieses bereits festgestellt, oder vielleicht auch seinen Nutzen daraus gezogen. Landwirte sind Unternehmer und müssen ebenso wie andere nach neuen Wegen und Märkten Ausschau halten, denn „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“. Natürlich ist das verlassen bodenständiger Handlungsweisen nicht immer einfach und vielleicht manchmal aufgrund von anderen Mitentscheider teilweise auch unmöglich, aber der Stillstand ist heute bereits Rückschritt und damit geplanter Verlust. Jedoch haben sich natürlich über die Massenabsatzwege auch die Themen „Ferien auf dem Bauernhof und vor allen Dingen Hofladen“ positiv besetzen lassen und bei konsequenter Umsetzung zu einem sehr positiven Nischeneinnahmeanteil umsetzen lassen… . Gleichzeitig fehlt aber häufig der komplette Bereich der Marketingumsetzung im landwirtschaftlichen Segment, denn abgesetzt wurde/wird über die Produktionsgemeinschaft oder eingekauft über die Einkaufsgemeinschaft. Weil dies bereits immer so gehandhabt wurde ist hier sicherlich in Teilen auch wenig pontialerkennendes Handeln im Marketing Grundlage der bisherigen Tätigkeit die Folge. Wie soll das auch gehen, denn als Landwirt liegen die Kernkompetenzen in anderen Bereichen und das Marketing kann nur stiefmütterliche Betrachtung finden, es sei denn man holt sich Spezialisten zur Seite. Damit das nächste fragwürdige Vorgehen -Kosten-. Eventuell entstehende Kosten belasten augenscheinlich zusätzlich das Unternehmen und sind nicht bezahlbar bei fehlender eigener Preisgestaltung. Möchten Sie eine Lösung dafür? Dann gebe ich auf Anfrage gerne die nötigen Informationen dazu, denn es geht!

  8. ist es gehässig, wenn man sagt, jeder bauer ist ein unternehmer? der bauer, der nur den gedanken einer lpg nachsinniert , wird probleme bekommen. wer meint ,tiere könnten ihm alle probleme nehmen, meint zu viel. ich lebe auf dem lande und kaufe bei meinem bauern ein. nicht nur dort. es gibt bauern ,die lieferservice anbieten und sehr gut vernetzt sind. von biowein bis schinken ,eier ,milch und andere heimische produkte. selbst fair trade ist dabei. melken allein reicht heutzutage nicht mehr. der aufgeklärte bürger lässt sich ungern melken.

  9. monokultur ist ja sowas von zukunftsfähig, oder? wer nur milch produziert, darf sich nicht wundern.

    • Herr Bruns, sie kapieren das nicht. Wenn man seine Flächen nicht ausweiten kann, geht das Überleben nur durch Intensivierung oder Spezialisierung. Es kann nicht jeder mit einem Bauch- oder Hofladen betreiben. Das sind Nischenlösungen, die oftmals nur ein kleines Zubrot bringen.

      • Bauer
        sie sind ein spassvogel. wissen sie, die parteien üben sich gerade daran ab, ob man nicht verdichten könnte. hat mit dichten nichts zu tun. milch produzieren ist keine spezialisierung. milchverarbeitung könnte da eher funktionieren. sie sollten weniger mit dem bauch denken. bauchläden sind out.schmunzel p.s.meine letzen schnürsenkel von einem bauchladen haben schon lange das zeitliche gesegnet.

  10. aber wenn man beim Arbeiten immer ärmer wird, findet man irgendwann keine Kraft mehr dafür.“
    eine erkenntniss die viele gemacht haben und gern als schmarotzer bezeichnet werden, weil sie sich weigern, diesen unfug weiter mitzumachen. hartz iv empfänger wissen das.

    • Lösung Bruns: Hof aufgeben, Harz4. Als Frühpensionär hat man noch Träume und stellt sich der Verantwortung. Wer sein Leben als Staatsdiener verbracht hat kann Sprüche klopfen.