Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Noch sieht die Mitte des Kreisels an der Kirche in Bienenbüttel recht kahl aus. Wie sie gestaltet werden soll, war jetzt Thema im Bauausschuss der Gemeinde. Foto: ki
Noch sieht die Mitte des Kreisels an der Kirche in Bienenbüttel recht kahl aus. Wie sie gestaltet werden soll, war jetzt Thema im Bauausschuss der Gemeinde. Foto: ki

Gestaltung des Kirchenkreisels in Bienenbüttel sorgt für Diskussionen

ki Bienenbüttel. Mit der Gestaltung des Kirchenkreisels Uelzener Straße/Bahnhofstraße in Bienenbüttel beschäftigten sich jetzt die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde. Thomas Tippe von der Altenmedinger Firma für Garten- und Landschaftsbau stellte in der jüngsten Ausschussitzung einen Gestaltungsentwurf für die noch kahle Fläche vor. Um seinen Plan entstand eine heftige und lange Diskussion.

Tippe war vom Ausschuss angesprochen worden, den Entwurf unter Beachtung der Vorgabe des Landkreises Uelzen so zu gestalten, dass der Blick auf die St.-Michaelis-Kirche und in die Bahnhofstraße gewährleistet bleibt. 30 verschiedene Vorschläge seien an ihn herangetragen worden, rund 70 Prozent der Beteiligten hätten sich für eine halbe Bepflanzung ausgesprochen, informierte Tippe.

Sein Vorschlag sieht vor, Hainbuchen mit einem Kronenansatz bei 1,80 Meter inmitten einer Heidelandschaft zu pflanzen. In verschiedenen Höhen abgestuft sollten demnach Winter- und Besenheidesorten eingesetzt werden sowie Gräser, die sich wie ein Weg durch die Anlage schlängeln. Darin eingebettet werden sollten große Findlinge. Für Schwertransporte ist im Entwurf eine Schleppzone mit Kiesel vorgesehen, die auch als Raum zur vorübergehenden Aufstellung künstlerischer Projekte genutzt werden könnte.

Gegen diese Planung sprach sich Dr. Matthias Kathmann als beratendes Mitglied aus. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Mensch sich mit der Heidelandschaft wohlfühle, sagte er. Seiner Meinung nach solle der Kreisel vielmehr mit großen Bäumen bepflanzt werden, die wie ein Baldachin wirkten.

Auch Ausschussmitglied Reinhard Schelle-Grote zeigte sich erstaunt über den Plan von Thomas Tippe, der mit dem einstigen Entwurf nicht mehr viel zu tun habe. Das Argument, dadurch spare die Gemeinde Geld, ließ er nicht gelten und schloss sich der Meinung von Dr. Kathmann an: Es wirke kitschig, in der Dorfmitte eine Heidelandschaft zu installieren.

Heftig diskutiert wurde außerdem die Baumart, ob veredelte oder unveredelte Hainbuche oder doch Birke. Bürgermeister Dr. Merlin Franke erinnerte an die Vorgaben des Landkreises, der keine großen Bäume haben wolle, damit kein Autofahrer bei einem Unfall am Baum verunglückt.

Damit auch die zahlreichen Bürger ihre Wünsche und Anregungen äußern konnten, wurde die Sitzung unterbrochen. Das Argument, viele Bäume wirkten wie eine Wand, wurde ebenso leidenschaftlich diskutiert wie die Heidelandschaft.

Nach dem Austausch vieler Vorschläge lief nach eineinhalb Stunden alles auf einen Kompromiss hinaus: Die Heidelandschaft soll kommen, der Baumbestand auf sechs erhöht werden, dazu sollen pflegeleichte Bereiche geschaffen werden. Die riesige Schleppzone müsse trotz aller Kritik frei von Bepflanzung bleiben, gab Ausschussvorsitzender Christopher Tieding zu bedenken. Dem Plan wurde so einstimmig zugestimmt.