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Roland Müller, Fachberater des Bezirkskleingarten-Vereins Lüneburg, kennt sich im Garten bestens aus. Foto: hu
Roland Müller, Fachberater des Bezirkskleingarten-Vereins Lüneburg, kennt sich im Garten bestens aus. Foto: hu

So wird der Garten wieder fit

hu Lüneburg. Der Frühling ist da, die ersten Frühlingsblüher zeigen sich und auch der ein oder andere Vogel singt früh morgens wieder sein Lied. Auch Gartenfreunde erwachen jetzt aus dem Winterschlaf und beginnen mit den ersten Vorbereitungen für die kommende Saison. Roland Müller, Fachberater des Kleingärtner Bezirksverbandes und selbst Gärtner aus Leidenschaft, erklärt, was in den kommenden Wochen im Garten zu tun ist.

1. Winterschäden kontrollieren

Auch im März können noch empfindliche Spätfröste auftreten, welche für Triebe und Wurzeln der überwinternden Pflanzen gefährlich werden können. Deshalb sollte der Winterschutz erst im April entfernt werden. Bereits vorhandene Winterschäden müssen erkannt und behandelt werden.

2. Restliches Laub und Totholz entfernen

Wer noch nicht dazu gekommen ist, sollte spätestens jetzt die Laubreste von Rasen und Beeten entfernen, um sie für die neue Saison fit zu machen. Außerdem sollten tote Triebe von Gehölzen und Büschen entfernt werden.

3. Rasen vertikutieren

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um den Rasen von Moos und Unkraut zu befreien. Wenn die Spitzen zu lang sind, können diese abgemäht werden, der Rasen sollte jedoch nicht ganz runtergeschnitten werden. Grunddünger kann jetzt aufgebracht werden.

4. Beete auflockern und umgraben

Alle Beete sollten gelockert und umgegraben werden. Dabei ist es Geschmacksache, wie tief der Boden umgeworfen wird. Die Bodenumschichtung sorgt für eine gute Durchlüftung und verbessserten Wasserhaushalt der Erde. Unkrautreste können jetzt entfernt werden.

5. Saatbett herstellen

Gemüsefreunde fangen im Frühjahr an, die ersten Beete für die Aussaat vorzubereiten. Der Boden wird 25 bis 30 Zentimeter aufgelockert und dann fein ausgeharkt. Wie für andere Beete auch, kann Grunddünger aufgebracht oder Kompost eingearbeitet werden. Gewiefte Gärnter erstellen einen Saatplan, kaufen schon das Saatgut. Vorkulturen von Tomaten, Kohlrabi und Co. können im März vorbereitet werden.

6. Sträucher und Stauden

Alle Stauden dürfen im März zurückgeschnitten werden, um für guten Wuchs und frische Triebe zu sorgen. Wer Hortensien zieht, kann jetzt die Blüten, die man über den Winter hat stehen lassen, entfernen. Auch Ziersträucher wie zum Beispiel Rosen sollten jetzt geschnitten werden, um eine kräftige Blütenbildung anzuregen. Dabei darauf achten, ein- und zweijährige Triebe zu fördern.

7. Kompost

Im ganzen Garten kann der letztjährige Kompost ausgebracht werden. Das sorgt für eine gute Nährstoffversorgung der Pflanzen. Den noch nicht reifen Kompost neu aufsetzen und umschichten.

8. Mögliche Aussaaten

Wer schon im März und April die ersten Pflanzen säen will, muss gut aufpassen, die richtigen Pflanzen zu setzen. Kälteempfindliche Gewächse könnten in den kalten Nächten noch Schaden nehmen. Geeignet sind Ringelblumen, Puff- und dicke Bohnen, Erbsen, Spinat und Radieschen. Bei Temperaturen über 10° Celsius können zudem Möhren und Petersilie gepflanzt werden. Ab dem 31. März werden Kartoffeln ausgebracht. Im April kommen dann die ersten Salate, ab Mai Gurken und Kürbis.